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Massenverdummung

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Autor: leuchter
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RE: Massenverdummung
Ich persönlich halte so eine Steuer rein objektiv betrachtet für eine ganz sinnvolle und faire Idee. Die Banken verdienen schließlich am Geld des kleinen Mannes, Spekulieren mit diesem Geld und machen damit Gewinne. Somit ist eine kleine Abgabe von <1% nur gerechtfertigt.

ALLERDINGS ist den Leuten da draußen wohl nicht ganz klar, dass so ein kleiner Betrag sich sehr wohl bei Spekulationsgeschäften bemerkbar macht. Wir müssen immerhin mit dem spitzen Bleistift rechnen! So einfach wie das in dem Spot beschrieben ist funktioniert es leider nicht.
geschrieben am 20.07.2010 - 22:58 Nach oben
Autor: jack555
Mitglied seit: 29.09.2009
Beiträge: 2
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RE: Massenverdummung
Na ja; die Steuer, ist sie erst einmal eingeführt, wird natürlich nach einigen jahren erhöht, sobald sich berlin/brüssel die zusatzeinkommen ansieht: ich könnte mir da locker 0,10 % und mehr für die zukunft vorstellen, zumal es ja schon einmal eine börsenumsatzsteuer in deutschland bis 1990 einschließlich gegeben hat:und recht happig war die damals schon 2,5 pro mille = 0,25 %: das war damals schon das fünfache von den heute angedachten 0,05 % ärgerlich

seht mal hier etwas dazu:

Oskar Lafontaine forderte im November 2008[7] eine Steuer von 1 %[/red

][red]Der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück schlugen im Februar 2009 die Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer in Höhe von 0,5 %


ärgerlich

Börsenumsatzsteuer
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Börsenumsatzsteuer ist eine Kapitalverkehrsteuer und wird auf den Umsatz aus dem Handel mit Wertpapieren erhoben, wenn die Geschäfte im Inland oder unter Beteiligung wenigstens eines Inländers im Ausland abgeschlossen werden. Als Wertpapiere im Sinne des Steuerrechts gelten Schuldverschreibungen (Festverzinsliche Wertpapiere), Aktien sowie Investmentzertifikate (Investmentsparen).
Inhaltsverzeichnis


* 1 Geschichte der Börsenumsatzsteuer in Deutschland
* 2 Situation in anderen Ländern
* 3 Europarechtliche Situation
* 4 Politische Diskussion
* 5 Ökonomische Wirkung
* 6 Siehe auch
* 7 Einzelnachweise

Geschichte der Börsenumsatzsteuer in Deutschland
Nach dem britischen Beispiel der Stamp tax wurden mit dem Reichsstempelgesetz von 1881 die Urkunden bestimmter Wertpapieranschaffungen reichseinheitlich mit einer Stempelabgabe belastet. Ab 1885 wurden die Wertpapiertransaktionen Besteuerungsgrundlage und prozentualen Steuersätzen unterworfen. Das Kapitalverkehrsteuergesetz von 1922 führte den Begriff der Börsenumsatzsteuer ein. Die alte Stempelsteuer wurde mit der Gesellschaft- und Wertpapiersteuer zusammengefasst. Ab September 1944 wurde die Börsenumsatzsteuer ausgesetzt, 1948 aber wieder eingeführt. Ab 1949 war es eine Steuer, die den Ländern zustand. Das Aufkommen stand seit der Verfassungsänderung von 1969 an dem Bund zu.

Die Börsenumsatzsteuer wurde in Deutschland je nach Wertpapierart mit 1 Promille für öffentliche Anleihen und 2,5 Promille vom Kurswert für andere festverzinsliche Papiere und für Aktien berechnet und auf den Wertpapierabrechnungen gesondert ausgewiesen. In besonderen Fällen wie z. B. bei Zeichnungsaufträgen wurde sie jedoch nicht berechnet.

Im Jahre 1991 wurde diese Steuer durch das erste Finanzmarktförderungsgesetz in Deutschland abgeschafft.[1]
Situation in anderen Ländern

In den Vereinigten Staaten gab es bis ins Jahr 1966 eine Börsenumsatzsteuer von zuletzt 0,4 Prozent und wurde dann abgeschafft. Seitdem gibt es nur noch eine bundesstaatabhängige Vermögensverkehrssteuer bspw. in New York im Umfang von 5 Cent je Aktie und maximal 350 US-Dollar pro Transaktion.

Auch in weiteren Staaten wurden die Börsenumsatzsteuern abgeschafft, so in Luxemburg 1987, in Spanien 1988, in den Niederlanden 1990, in Dänemark 1999, in Japan 1999, in Österreich 2000 durch das Kapitalmarktoffensive-Gesetz, in Frankreich 2008 und in Italien 2008.[2][3]

In Großbritannien gibt es die Stamp duty reserve tax (SDRT), eine seit 1694 existierende Stempelsteuer für inländische Wertpapiergeschäfte an der Börse und der britische Staat nahm 2006 rund 5,1 Milliarden Euro hierdurch ein.

Ein Fiasko war die Einführung der Börsenumsatzsteuer in Schweden 1985. Anstelle der geschätzten Einnahmen von umgerechnet jährlich 165 Mio. Euro wurden nicht mehr als 9 Mio. Euro erlöst. Grund dafür war der Zusammenbruch der Handelsumsätze um 85 Prozent bei festverzinslichen Wertpapieren und des Terminhandel mit Futures und Optionen auf nahezu Null. Im Jahr 1992 wurde die Steuer abgeschafft.[4]

Die Schweiz erhebt für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren eine „Eidgenössische Umsatzabgabe“ von 1,5 ‰ für inländische Wertpapiere und 3,0 ‰ für ausländische Wertpapiere.

In Belgien existiert eine Börsenumsatzsteuer von 0,17 % bei Kauf/Verkauf belgischer oder ausländischer, börsennotierter Aktien, Anleihen und anderer Wertpapiere, höchstens 500 Euro. Daneben gibt es bei Kauf/Verkauf von belgischen Staatsschuldtiteln ein Sondersteuersatz von 0,7 %.

In Griechenland besteht eine Börsenumsatzsteuer bei Kauf oder Verkauf griechischer oder ausländischer, börsennotierter Aktien von 0,15 %.

Seit Oktober 2009 werden in Brasilien ausländische Investitionen in Aktien und Anleihen pauschal mit zwei Prozent versteuert.

Seit 1. Januar 1994 gibt es in der Volksrepublik China eine Börsensteuer bzw. eine Stempelsteuer auf chinesische Aktien von 0,1 Prozent, die im Mai 2007 auf 0,3 erhöht und im April 2008 wieder auf 0,1 Prozent gesenkt wurde.

Europarechtliche Situation
Die Richtlinie 2008/7/EG vom 12. Februar 2008 vom 12. Februar 2008[5] konkretisiert in Artikel 5 Abs. 2 die Kapitalverkehrsfreiheit, eine der vier Grundfreiheiten der EU. Eine Erhebung einer Börsenumsatzsteuer wird unter den in Artikel 6 Abs. 1 der RL niedergelegten Voraussetzungen aber ausdrücklich erlaubt.

Politische Diskussion
Eine Wiedereinführung ist immer wieder Gegenstand politischer Diskussionen. Bei einem Steuersatz von 0,1 % würden laut dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung in Deutschland Steuereinnahmen von etwa 35 Milliarden Euro erzeugt werden.[6]

Oskar Lafontaine forderte im November 2008[7] eine Steuer von 1 %, wodurch nach seiner Angabe Steuermehreinnahmen von rund 70 Mrd. € entstehen würden, was allerdings 13 % des gesamten Steueraufkommens von ca. 538 Mrd € (2007) entspräche. Der Umsatz aller Wertpapierbörsen in Deutschland betrug im Jahr 2009 1,3 Billionen Euro (2008: EUR 2,47 Bio.).[8]

Alle diese Kalkulationen gehen davon aus, dass der Börsenumsatz durch die Einführung einer Börsenumsatzsteuer unverändert bliebe. Diese Annahme ist jedoch ökonomisch nicht plausibel. Die isolierte Einführung einer Börsenumsatzsteuer in einem Land führte vermutlich zu Verlagerung von Teilen des Handels in Länder ohne Börsenumsatzsteuer. Selbst wenn derartige Verlagerungen unterbunden werden könnten, würde ein Teil des Arbitragehandels zwangsläufig wegfallen, da dessen Kosten aufgrund der Steuer höher wären als die Erträge. So wurden in Schweden 1984 nach der Einführung einer Börsenumsatzsteuer statt der erwarteten 1,5 Milliarden Kronen (SEK) Steuereinnahmen lediglich 50 Millionen SEK erlöst. Hauptgrund war ein Rückgang der Umsätze im Rentenhandel an der Stockholmer Börse von 85 %.[9]

Aus diesen Gründen tragen die gesamten Kapitalverkehrsteuern in Großbritannien nur etwa 0,5 % zu den gesamten Steuereinnahmen bei und in den USA zu weniger als 0,5 %.

Der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück schlugen im Februar 2009 die Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer in Höhe von 0,5 % nach britischem Vorbild vor.[10]

Im Januar 2010 forderte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) ebenfalls die Einführung einer Börsenumsatzsteuer.[11]
Ökonomische Wirkung [Bearbeiten]

In den Wirtschaftswissenschaften werden Börsenumsatzsteuern oft kritisch bewertet, da diese als Transaktionskosten die Effizienz der Wertpapiermärkte senkten. So stellten Karl Friedrich Habermeier und Andrei Kirilenko in einer Studie des IWF fest, dass Transaktionssteuern negative Effekte auf Volatilität und Liquidität von Märkten haben und zu einer geringeren Informationseffizienz führen.[12] In einer Studie über Änderungen in der Finnischen und Schwedischen Börsenumsatzsteuer haben Peter Swan und Joakim Westerholm festgestellt, dass eine Verringerung von Transaktionskosten zu deutlich niedrigerer Volatilität führt.[13]

Rüdiger von Rosen, Chef des Deutschen Aktieninstituts, warnt vor nachteiligen Auswirkungen für „direkte und indirekte Anleger beispielsweise in Aktienfonds sowie 2,4 Millionen Vertragspartner von Riester-Aktiensparverträgen und viele Millionen von Versicherungsnehmern“. Diese Gruppe müsse man aber „aus Gründen erforderlicher privater Altersvorsorge erweitern und stärken“. Außerdem gebe es in Deutschland mit der Abgeltungssteuer bereits eine im internationalen Vergleich sehr hohe Besteuerung von Aktienerträgen.

Befürworter halten dem einen positiven Beitrag zur Verringerung spekulativer Investitionen entgegen, weil kurzfristige Vermögensverschiebungen relativ zu langfristigen Anlagen teurer werden, im Gegensatz zu einer Abgeltungssteuer, bei der Dividende und Kursgewinn gleichermaßen besteuert werden. Dieser Überlegung zugrunde liegt die Annahme, dass ein Investment, das mit dem Ziel einer zu erwartenden Dividende getätigt wird, gegenüber einem Investment, das aufgrund erwarteter Kursgewinne getätigt wird, für die Gesamtwirtschaft nützlicher ist.[14]

Dazu soll die Gewinnspanne beim Aktienhandel verringert werden, was einer beabsichtigten Effizienzverringerung der Wertpapiermärkte gleichkommt. Keynes geht davon aus, dass dann Spekulation, die er als Voraussagen der Marktpsychologie beschreibt, verringert werden kann. Dadurch sollen auch Marktüberreaktionen, zum Beispiel nach einem Terroranschlag, ausbleiben, da die Anleger schon vorher langfristig und mit Blick auf Aktiendividenden angelegt haben.
Siehe auch [Bearbeiten]

* Steuer
* Steuerarten
* Tobin-Steuer
* Finanztransaktionssteuer

Einzelnachweise [Bearbeiten]

1. &#8593; Artikel 4 des Gesetzes zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der Finanzmärkte; BGBl I 1990, 266
2. &#8593; Deutscher Bundestag: Georg Fahrenschon: Börsenumsatzsteuer ist ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert
3. &#8593; Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB): Übersicht über die Besteuerung von Wertpapiertransaktionen in ausgewählten Staaten
4. &#8593; Bundestagsdrucksache 16/12571, wobei die Beschreibung auf folgender Quelle basiert: Umlauf, 1993, „Transactions Taxes and the Behavior of the Swedish Stock Market“, Journal of Financial Economics
5. &#8593; Amtsblatt der Europäischen Union vom 21. Februar 2008 L 46/13
6. &#8593; Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer geplant., boerse.ARD.de, 11. Februar 2009
7. &#8593; Quelle: Ruhrnachrichten
8. &#8593; Handelsumsätze Dezember und Gesamtjahr 2009, Deutsche Börse AG
9. &#8593; Zweifel an der Rechtmäßigkeit einer Börsenumsatzsteuer. In: FAZ vom 27. Juli 2009, Seite 9
10. &#8593; http://www.spd.de/de/pdf/aktuell/20090227_fima_grundsaetze.pdf , S. 19
11. &#8593; http://www.stern.de/politik/deutschland/stern-interview-ruettgers-will-banken-bluten-lassen-1535125.html
12. &#8593; K F Habermeier, A Kirilenko: Securities Transaction Taxes and Financial Markets, IMF Working Paper 01/51, http://ideas.repec.org/p/imf/imfwpa/01-51.html (engl.)
13. &#8593; P Swan, J Westerholm: The Impact Of Transaction Costs On Turnover And Asset Prices; The Cases Of Sweden'S And Finland'S Security Transaction Tax Reductions, CEIS Working Paper 144, http://ideas.repec.org/p/rtv/ceiswp/144.html (engl.)
14. &#8593; John Maynard Keynes: The General Theory of Employment, Interest and Money, Kapitel 12 Abs. 6 (engl.)




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Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, zuletzt von jack555 am 15.07.2010 - 04:19
geschrieben am 15.07.2010 - 03:46 Nach oben
Autor: araki
Mitglied seit: 14.08.2008
Beiträge: 1
Themen: 0
RE: Massenverdummung
Wenn ich den Tatbestand genau betrachte, wurde die Finanzkrise von einigen, mächtigen Finanzhäusern ausgelöst. Hier spielten die deutschen Landesbanken auch am Rande mit.
Die Manager der Landesbanken , von der Politik eingesetzt und kontrolliert, verbrannten Milliarden und erhielten anschließend hohe Abfindungen, weil ihre Verträge so ausgelegt waren.
Ich frage mich, wer handelt solche Verträge aus und wer ist für die Kontrollfunktion verantwortlich?
Das sind in meinen Augen die eigentlichen Verursacher der Krise.

Für dieses Gesamtversagen werden wir Steuerzahler zur Kasse gebeten.

Wer Macht und Einfluss hat weißt es zu verhindern. Auch die CDU hat/ hatte ihre schwarzen Konten.
Bei den anderen Parteien und dem Großkapital wird es nicht anders sein.

Die Finanztransaktionssteuer soll doch nur von diesen Tatbestand ablenken und dem Steuerzahler vermitteln: Die Kriegsgewinnler der Finanzbranche, müssen bluten. Wir tun was!!!!

Nur wenn ich das Trading mit CFD und den FOREX-Buden, die wie Pilze aus dem Boden schießen, betrachte, dann sehe ich in der Tat keine Wertschöpfung.
Das Geld was hier bewegt wird hat mit der realen Wirtschaft überhaupt nichts zu tun, wir spielen nur gegen unseren Forexbroker und hoffen das fair ist und nicht von der Bühne verschwindet.
Wer etwas Zeit und Interesse hat sollte sich mal die “Handelsräume“ seines Brokers anschauen.
Ich glaube einige von uns wären überrascht.
Ich persönlich sehe es als Spiel, nicht als wirtschaftliche Funktion Risiken anderer zu übernehmen.
Für mich dient es als reiner Kasinoersatz, ähnlich wie Pokern oder Pferderennen.
Natürlich informiere ich mich, teste Systeme und schätze meine Chancen ab.

Wenn sämtliche FOREX-Buden von Heut auf Morgen verschwinden würden, keiner würde es merken, bis auf ein paar Spieler.

Das positive ist: Von uns kann kein wirtschaftlicher Schaden verursacht werden, weil wir an der realen Wirtschaft nicht teilnehmen.


Deswegen müssten wir von der Finanztransaktionssteuer ausgenommen werden lachend lachend

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geschrieben am 13.07.2010 - 00:58 Nach oben
Autor: Rolf
Mitglied seit: 11.08.2008
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Themen: 0
RE: Massenverdummung
Viele Politiker sind hier einfach der Versuchung erlegen, quasi aus dem Nichts heraus Geld beschaffen zu können, was scheinbar keinem weggenommen werden muss. Die Milliarden, die eine Finanztransaktionssteuer einbringen soll, muss ja, so glaubt es die blinde Masse, niemand wirklich bezahlen außer natürlich den bösen reichen Spekulanten. Dass es aber unter den Spekulanten eben nicht nur Reiche gibt (das sind sicher nur sehr wenige), sondern auch jede Menge "kleiner Leute", deren Spekulationsgewinne das Einkommen eines normalen Arbeiters, manchmal auch das eines Hartz IV-Empfängers nicht übersteigen, wird gerne vergessen. Gerade unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten ist eine Finanztransaktionssteuer sehr ungerecht, da sie keinen Unterschied macht, ob jemand ein hohes Einkommen oder ein niedriges oder gar Verluste erzielt.

Ich fände die Einführung einer Finanztransaktionssteuer nur gerechtfertigt, wenn Arbeitnehmer vergleichbaren Kriterien in der Besteuerung unterworfen werden. Neben der normalen Einkommensbesteuerung (die für Spekulanten ja zusätzlich auch in Form der Einkommenssteuer bestehen bleiben wird) sollten wir eine Besteuerung einführen, die sich nach dem Gewicht der benutzten Arbeitswerkzeuge richtet, ein ganz geringer Beitrag von 0,01 Cent pro 100 g Arbeitswerkzeug. Das kann ja keinem weh tun, brächte aber auch Milliarden, Geld, das der Staat jetzt dringend braucht. Wer also im Büro am Computer sitzt, zahlt diese Steuer für das Gewicht seines Flachbildschirms und der Tastatur, wer einen LKW fährt, muss diese Steuer allerdings für seinen 7,5 Tonner berappen. Das ist dann zugegebenermaßen schon etwas mehr, aber vielleicht hilft es ja, unnötige Leerfahrten, die nur die linke Spur blockieren (wer kennt das nicht?) zu reduzieren. Also, ich finde, das ist ein gutes Modell, das alle Probleme löst. Wenn da die Gewerkschaften mitmachen, dann bin ich auch mit einer Finanztransaktionssteuer einverstanden. Aber auch nur dann.....

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Rolf am 12.07.2010 - 18:20
geschrieben am 12.07.2010 - 18:14 Nach oben
Autor: Tschim
Mitglied seit: 06.10.2006
Beiträge: 24
Themen: 2
AW: Massenverdummung
Da eine 0,05% ige Steuer den sofortigen Stop aller Spekulationen bedeuten würde kann sie in dieser Form gar nicht kommen. Es würde keinen einzigen liquiden Markt mehr geben, bzw. würde jeder Markt einbrechen, da 90% der Geschäfte Spekulation sind und keinen realwitschaftlichen Hintergrund haben.
Jedem der was davon versteht sollte das klar sein.

Eine schlagartige Vervielfachung der Kosten bzw. wird der Handel unrentabel da der Druchschnittsgewinn profitabler Trader und Handelssysteme nur wenige Pip beträgt.

Weltweit wird sowas nie eingeführt, daher werden Länder die das einführen ihr Geschäft verlieren und damit auch die geplanten Steuereinnahmen.

Zielführend könnte so eine Steuer nur sein wenn sie den Handel nicht maßgebend beeinflusst. D.h. höchstens 0,001%

Ich glaub aber die EU wird entgegen vieler Expertenmeinungen im Alleingang so einen Schwachsinn durchziehen, und sich bald wieder einmal selber in den A... beissen.
geschrieben am 20.06.2010 - 16:45 Nach oben
Autor: christian100
Mitglied seit: 17.03.2009
Beiträge: 148
Themen: 2
RE: Massenverdummung
Hallo Erfolgloser,

so ist das nunmal. Die bösen reichen Spekulanten müssen bestraft werden.

Während wir uns Gedanken machen, welcher Broker wohl der fairste ist, mit guten Spreads, einer niedrigen Kommission und wenig Slippage zuverlässig unsere Orders in den Markt bring, während wir über Broker mit gegen uns handelnden Dealingdesks schimpfen, während wir versuchen für uns und unsere Kunden das beste heraus zu holen und den letzten Pip Kosten noch irgendwo zu sparen kommt der Staat und baut seinen eigenen Dealingdesk auf. Er braucht sich noch nicht einmal die Mühe machen gegen uns zu spielen. Eigentlich braucht er - wie fast immer - gar nichts zu tun.

Und was sind schon 0,05%? Das tut doch keinem weh...oder? Moment, ich rechne mal gerade. Verdammt, dass sind ja 5 Pips!

Aber wen interssiert das schon? Wer außer Euch, die das lesen, weiß den schon was ein Pip ist? Welcher "normale" Bürger hält Euch den nicht für einen Zocker, der nur zu faul zum Arbeiten ist? Habt Ihr mal versucht mit einem fleißigen, vorsichtigen, konservativen und etwas trägen Durchschnittsdeutschen, der sich für 1.400 Euro netto im Monat jeden Tag den hintern aufreißt, Eure Freude über einen Trade zu teilen, der Euch innerhalb weniger Minuten mehr als einen Monatslohn auf Euer Konto gespühlt hat?

Nehmt es den Reichen und gebt es den Armen. Im Sherwood Forest mag das seine Berechtigung gehabt haben. Dort raubte Robin Hood die aus, die vor lauter Geld kaum mehr laufen konnten und gab die Beute denen, die wirklich nichts zu essen haten. Die beteiligten Parteien haben sich aber in dem heutigen Spiel verschoben. Die, die damals nichts zu essen hatte, müssen heute nicht mehr verhungern und werden durch ein vorbildliches soziales Netz, zu dem ich gerne meinen Beitrag leiste, aufgefangen. Die Reichen, die damals ausgeraubt wurden, bezahlen heute ohnehin schon mehr als 50% ihres Einkommens an die Obrigkeit. Und ausgeraubt werden regelmäßig nicht nur die Reichen sondern gleichermaßen auch die Armen. Da fragt man sich doch, wer uns denn da eigentich ausraubt. Die Lösung ist einfach: Jemand der uns nur glauben machen will er wäre Robin Hood und der als einziger in diesem Spiel wirklich leere Kassen hat. Es interessiert ihn schon lange nicht mehr, wen er da gerade plündert, solange er nur dass meiste von der Beute behalten kann, um damit sich und seine Mannen und seine oft sinnlosen Aktionen zu finanzieren.

Aber es funktioniert, weil die Masse zu dumm ist dieses plumpe Spiel zu durschauen und weil wir uns gegeneinder ausspielen lassen. Zu Zeiten Robin Hoods löste man solche Probleme mit dem Schwert, nicht mit einet Tüte Chips vor dem Ferseher...

Beste Grüße
Christian

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zuletzt von christian100 am 20.06.2010 - 15:37
geschrieben am 20.06.2010 - 15:26 Nach oben
Autor: Erfolgloser
Mitglied seit: 25.11.2009
Beiträge: 57
Themen: 7
Massenverdummung




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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Peter am 19.06.2010 - 11:24
geschrieben am 18.06.2010 - 20:14 Nach oben
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