|
|
Autor: benny
|
| Mitglied seit: 10.01.2005 |
| Beiträge: 23 |
| Themen: 1 |
| |
|
|
RE: Spread Trading
|
@Mike Kock
Die Minimierung des Risiko resultiert aus der Natur des Spread Trading - ein limit up oder limit down kann Sie nicht so sehr auf dem falschen Fuß erwischen wie bei ener outright Position. Da das Spread Trading eine Arbitage darstellt, ist das Risiko hier minimiert. Spreads sind weniger volatil und das Stopp Running wird hier vermieden.
@goso:
Die Praxis hat mich gelehrt: No risk, no profit, Spreads sind nicht risikolos, sondern bestenfalls risikoärmer -und selbst darüber könnte man diskutieren,
Immer wieder fallen im Zusammenhang mit Futures Spreads die Worte: Risikominimierung, weniger volatil, Arbitrage(?), ... . Ist dem tatsächlich so? Ist das Verhältnis von Gewinn zu eingegangenem Risiko einer Outright Position stets höher als eines Spreads?
Volatil: Ist eine Spreadposition wirklich volatilitätsärmer als Outright; d.h. bei gleichem Gewinnpotential kann man mit geringerer Schwankung (Standardabweichung der Returns) rechnen?
MfG
|
|
|
| geschrieben am 04.09.2009 - 08:31 |
 |
|
Autor: MikeKock
|
| Mitglied seit: 03.09.2009 |
| Beiträge: 14 |
| Themen: 1 |
| |
|
|
AW: AW: Spread Trading
|
Risiken
"Eines der besseren Beispiele dazu ist der Wheat/Corn May Spread (im Moment gerade auf der MRCI Site 4 free zu sehen), dort wird das Teil mit 10 Kontrakten gehandelt, dieses Jahr produzierte dieser Spread einen Verlust von USD 5.562,50, der durchschnittliche Gewinn ist bei USD USD 1245,19, die 14 Jahre zuvor war der Spread nie weiter als USD 900 unter Wasser, d.h. mit einem Worst Case Ausstiegsszenario hätte man den Verlust massiv minimieren können"
Gemeint ist dieser Spread und in Tat einfach der blanke Horror:

Ich sehe das Problem bei diesem Spread eher in dem Einstieg - es waren keine klaren Entrys für mich zu sehen, ich hatte ihn zwar auch auf der Liste, doch er lief vom Zeitfenster gerade wegs gegen mein Entry Level. Doch bei Moore Research waren keine Rekordernten in den letzten 15 Jahren verzeichnet gewesen (in Verbindung mit Exporteinbrüchen). Zwar zeigt die Saisonalität des Spreads ganz klar nach oben, doch was interessiert es den Markt - er lachte uns einfach nur an.
Es freut mich - hier nicht allein mit dem Spread Trading zu sein - man kann immer lernen!
Mike
|
|
|
| geschrieben am 03.09.2009 - 20:09 |
 |
|
Autor: goso
|
| Mitglied seit: 07.07.2005 |
| Beiträge: 260 |
| Themen: 1 |
| |
|
|
AW: Spread Trading
|
So ein kleines bisschen Spreadtrading treibe ich schon einige Jahre, ist zwar nicht mein Hauptbetätigungsfeld, aber gerade im Bereich der Commodity Futures gibt es da recht interessante Dinge (zB am Jahresanfang Driving Season gegen Heating Season zu handeln), im Regelfall stimmen die ganzen theoretischen Vorteile auch, allerdings habe ich auch schon erlebt wie es ist, wenn die Legs auseinandergehen und das ist dann wenig bis gar nicht amüsant.
Eines der besseren Beispiele dazu ist der Wheat/Corn May Spread (im Moment gerade auf der MRCI Site 4 free zu sehen), dort wird das Teil mit 10 Kontrakten gehandelt, dieses Jahr produzierte dieser Spread einen Verlust von USD 5.562,50, der durchschnittliche Gewinn ist bei USD USD 1245,19, die 14 Jahre zuvor war der Spread nie weiter als USD 900 unter Wasser, d.h. mit einem Worst Case Ausstiegsszenario hätte man den Verlust massiv minimieren können.
Die Praxis hat mich gelehrt: No risk, no profit, Spreads sind nicht risikolos, sondern bestenfalls risikoärmer -und selbst darüber könnte man diskutieren, ich erinnere mich nur an den Horrorverlust mit dem Handel VW Stamm gegen VW Vz.- und auch im Rohstoffmarkt habe ich schon die sprichwörtlichen Pferde kotzen gesehen, es gibt an den Märkten nichts, das es nicht geben kann, und genau davor muss man sich schützen, denn einen Verlust irgendwo zu realisieren, den Teil seines Kapitals, den man verliert zu bestimmen, ist in letzter Kosequenz die einzige Einflussmöglichkeit, die man als Trader hat, wohin der Kurs gehen wird, wie sich ein Spread entwickelt, was auch immer, ist ungewiss, denn kein Mensch wird ernsthaft behaupten mit Sicherheit die Zukunft vorhersehen zu können (von diversen Traumtänzern mit nostradamus'schen Fähigkeiten abgesehen)
Und genau darum ging es mir in meinem -zugegeben zynischen- Beitrag, auch ein Spread braucht ein Ausstiegsszenario, denn das Aussitzen wollen einer schlecht laufenden Position ist eine der 3 Todfeinde jedes Händlers, nämlich Hoffnung.
Ich persönlich erachte Spreadtraden gerade mit eher kleineren Konten als eher machbar als das Halten von Outrightpositionen und es hat unbestritten Vor- aber auch ein paar Nachteile, ohne brauchbares Risk- und darauf aufbauendem Moneymanagement wird man aber auch mit dem Traden von Spreads das Konto vernichten, und gerade deswegen habe ich mich wegen der Darstellung des geringern Risikos wegen der geringeren Margin geärgert.
Fazit: Spreadtrading ist auch für Leute mit kleineren Konten eine interessante Möglichkeit, man kann gerade mit einem solchem Konto mit Spreads eher am Rohstoffmarkt agieren als mit Outrights, aber das Risk muss kalkuliert und exakt definiert werden, die beste Strategie ist sonst wertlos. (Und das weiss ich aus eigener, teils seeeeehr teuer erkauften Erfahrung)
In diesem Sinne, ich freue mich dass sich jemand ernsthaft und seriös mit dieser Themtik auseinandersetzt und dies auch publiziert, aber bitte -speziell die Newcomer- daran erinnern, dass die Kontrolle des Verlusts der erste Schritt zum Gewinnen ist.
|
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von goso am 03.09.2009 - 20:00
|
|
| geschrieben am 03.09.2009 - 19:58 |
 |
|
Autor: MikeKock
|
| Mitglied seit: 03.09.2009 |
| Beiträge: 14 |
| Themen: 1 |
| |
|
|
Spread Trading
|
Nein - wie kommen Sie darauf - dann habe ich mich verkehrt ausgedrückt - SORRY - die Margin ist nur die Sicherheitshinterlegung und hat mit dem Risiko nicht so viel zu tun.
Doch für viele ist eine Margin in dieser Größenordnung viel zu hoch. Dabei vergessen Sie die Möglichkeiten des Spread Trading und der dort geringeren Margin. In diesem Fall von 1.960 US$ zu 455 US$. Kurz - sie haben also doch die Möglichkeit in einem sehr fairen Markt mit zu handeln und nicht nur zu zu sehen.
Die Minimierung des Risiko resultiert aus der Natur des Spread Trading - ein limit up oder limit down kann Sie nicht so sehr auf dem falschen Fuß erwischen wie bei ener outright Position. Da das Spread Trading eine Arbitage darstellt, ist das Risiko hier minimiert. Spreads sind weniger volatil und das Stopp Running wird hier vermieden.
All diese Punkte stellen eine Risikominierung dar.
Die Kontraktgröße für jeden einzelnen Trade wird aber komplett anders berechnet - da haben Sie recht. Jeder Trader geht da seinen eigenen Weg - Jo Ross - verwendet dabei in der Tat die Margin - Larry Williams den größten Verlusttrade, Van Tharp die Volatilität und dann gibt es auch noch viele andere Methoden, auch die - welche Sie beschrieben haben. Ich bevorzuge die Larry Willimas Methode und in einer besonderen Einstiegstechnik - mit dem ADX - die Volatilität von Van Tharp.
Money Management Strategien sind nur einsetzbar mit mindestens zwei Kontrakten - bei einer outright Position mit einem Kontrakt, ist dies halt nicht möglich. Wer also einen Account in Größe von 10.000 US$ hat und nicht gerade eine Marginauslastung von mehr als 30 Prozent anstrebt, muß diesen Zuckertrade vergessen. Anders beim Spread Trading - hier ist die Marginanforderung geringer und man kann in Verbindung mit dem Money Management mehr Kontrakte kaufen und seine bevoruzgte Tradingtechnik durchführen.
In beiden Fällen ist ein klarer Trend in den Charts zu sehen. Hier wird also die Trendfolgemethode verwendet. Sie stimmen mir bestimmt zu, das es sehr schwer ist, mental nur mit einem Kontrakt zu handeln - oder?
Da ich mir sicher bin, das ich nicht in der Lage bin - Erleuchtung in irgend ein Leben zu bringen - hoffe ich um so mehr, dass einige Missverständnisse ausgeräumt wurden Gonso.
Doch da neue Antworten auch immer neue Fragen hervorbringen - zu mindest bei Menschen die erfolgreich durch das Leben laufen und davon gehe ich bei Ihnen Gonso aus - freue ich mich schon auf weitere Fragen.
Mike
|
|
|
| geschrieben am 03.09.2009 - 18:36 |
 |
|
Autor: goso
|
| Mitglied seit: 07.07.2005 |
| Beiträge: 260 |
| Themen: 1 |
| |
|
|
AW: Spread Trading
|
Zitat Original geschrieben von MikeKock
Zwar hätten Sie mit einer outright Position mehr Gewinn pro Kontrakt eingefahren – so rund 7.550 US$, doch dafür hätten Sie auch 1.960US$ an Margin hinterlegen müssen.
Dagegen sind beim Spread Trading nur eine Margin von nur 455 US$ notwendig - was im Vergleich zur outright Position 4 Positionen mehr bedeutet.
Der Gewinn ist sogar leicht höher und liegt bei 9.092 US$. Beide Positionen habe ich im selben Zeitraum von 29 Tagen verglichen. Doch der größte Vorteil liegt aber in der Möglichkeit ein Money Management durchzuführen, zwar minimiert sich der Gesamtgewinn, doch auch das Gesamtrisiko!
|
Sie quantifizieren das Gesamtriskio nach der Höhe der erforderlichen Margin? Meines -zugegeben äusserst bescheidenen- Wissens nach resultiert das Gesamtrisiko einer Position aus der Differenz zwischen Einstiegs- und Stoplosskurs * Kontraktumfang, ggf. multipliziert mit der Anzahl der Kontrakte.
Weiters fällt mir auf, dass sie schreiben, dass nur mit der Spreadposition MM möglich ist, jetzt bin ich entsetzt, traden alle Trader, die keine Spreads handeln, etwa ohne Moneymanagement?
Fragen über Fragen,ich hoffe sie bringen Erleuchtung in mein Leben.
|
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von goso am 03.09.2009 - 17:59
|
|
| geschrieben am 03.09.2009 - 17:56 |
 |
|
Autor: MikeKock
|
| Mitglied seit: 03.09.2009 |
| Beiträge: 14 |
| Themen: 1 |
| |
|
|
Spread Trading
|
Zucker - SB

Dieser Monatschart soll die ganze Pracht des Aufwärtstrends Ihnen zeigen und es kann noch leicht weiter gehen! Die 26 Cents sind nicht so utopisch wie viele denken. Sie sehen es selber im Chart – 2006 war es ein Kurslevel für vier Monate.
Für mich ist dieser Markt aber ein typischer Spread Trading Markt – wo das Chance Risiko Profil zu Gunsten des Traders ist. Die Spread Trading Idee im Zucker:

Zucker im Oktober long gegen Zucker im Juli short! Das Ergebnis sehen Sie nun im folgendem Chart!

Zwar hätten Sie mit einer outright Position mehr Gewinn pro Kontrakt eingefahren – so rund 7.550 US$, doch dafür hätten Sie auch 1.960US$ an Margin hinterlegen müssen.
Dagegen sind beim Spread Trading nur eine Margin von nur 455 US$ notwendig - was im Vergleich zur outright Position 4 Positionen mehr bedeutet.
Der Gewinn ist sogar leicht höher und liegt bei 9.092 US$. Beide Positionen habe ich im selben Zeitraum von 29 Tagen verglichen. Doch der größte Vorteil liegt aber in der Möglichkeit ein Money Management durchzuführen, zwar minimiert sich der Gesamtgewinn, doch auch das Gesamtrisiko!
Mike Kock
http://www.Mike-Kock.de
|
|
|
| geschrieben am 03.09.2009 - 17:37 |
 |
|
|
|
|
|
|