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Thema:

Staatspleite USA

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Autor: mehrgeld
Mitglied seit: 24.02.2011
Beiträge: 173
Themen: 16
AW: RE: Staatspleite USA
da die meisten Säuglinge keine Kohlen haben und viele andere ebenso, sind die Schulden pro Bürger mit Kleingeld noch viel höher.
geschrieben am 03.08.2011 - 17:29 Nach oben
Autor: Harry
Mitglied seit: 24.09.2009
Beiträge: 4
Themen: 0
RE: Staatspleite USA
Hallo zusammen,

hier mal ein paar einfache Rechnungen - jeder kann sich dann selber seine Gedanken zu den Zahlen machen:


Staatsschulden der USA: > 14,5 Billionen $
Einwohner der USA: etwas über 310 Millionen

--> pro Einwohner der USA ergeben sich somit rechnerisch anteilige Schulden von über 46500 $ !!!
(Säuglinge, Rentner, Arbeitslose, Arbeiter, Staatsbedienstete, Hausfrauen, Soldaten .... einfach mal jeder Einwohner mitgerechnet)

Ich weiß jetzt zwar nicht den (durchschnittlichen) Zinssatz, den die USA für ihre Schulden berappen müssen, aber für jedes Prozent an Zinsen sind 145 Milliarden $ jährlich zu entrichten ...
Ich schätze, daß der reale Zinssatz mindestens 3 .. 4 % beträgt (vielleicht weiß es jemand von Euch genauer ?) -> dies bedeutet, daß wohl mindestens 450 bis 600 Milliarden $ jährlich alleine für die Zinszahlungen aufzubringen sind.

oder pro Einwohner gerechnet über 450 $ für jedes Prozent an Zinsen, d.h. bei 3 bis 4% Zinsen etwa 1300 .... 1800 $ jährlich pro Kopf !

schön ist in diesem Zusammenhang auch die Seite http://www.usdebtclock.org
dieser Seite ist auch zu entnehmen, daß die Schulden pro Steuerzahler ("Taxpayer" - bedeutet vermutlich pro Lohnsteuerzahler) über 130000 $ betragen ...


Nun kann sich jeder selber Gedanken machen, wie lange so etwas gut gehen kann ...

entweder deutliche Inflation oder großer Knall ?



Übrigens für Deutschland gilt: Staatsverschuldung über 2 Billionen Euro bei etwa 82 Millionen Einwohnern
--> ergibt über 24000 Euro Schulden pro Kopf !
--> ergibt für jedes Prozent zu zahlender Zinsen 20 Milliarden Euro, d.h. vermutlich auch schon über 60 ... 80 Milliarden Euro nur für die jährlichen Zinsen !!!

Ist auch nicht wesentlich besser als die USA - sehr bedenklich !
Zumindest wird jetzt langsam klar, warum wir so hohe Steuerabgaben haben und die Politiker es nicht schaffen, das Ruder endlich herumzureißen ... - aber das mag vielleicht auch noch andere Gründe haben .... zwinkern (über welche ich mich hier nicht näher äußern möchte - sonst wird mein Forumsbeitrag am Ende noch gelöscht)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Harry am 03.08.2011 - 16:33
geschrieben am 03.08.2011 - 16:27 Nach oben
Autor: kuefner101
Mitglied seit: 18.02.2010
Beiträge: 7
Themen: 0
AW: AW: AW: RE: Staatspleite USA
Gestern konnte man ja einmal sehen, wie der Markt auf die Einigung in den USA reagiert. Ich bin gespannt wie es in den nächsten Wochen weiter geht und hoffe die Situation beruhigt sich wieder etwas.
geschrieben am 03.08.2011 - 11:18 Nach oben
Autor: kendzia
Mitglied seit: 21.02.2010
Beiträge: 19
Themen: 1
AW: AW: RE: Staatspleite USA
Ja das ist wohl war. Es ist schweirig zu sagen, was in den nächsten Jahren passiert. Man kann nur das analysieren, was aktuell passiert. Momentan ist es einfach so, dass sich ein neuer Knall an den Börsen wohl nicht vermeiden lässt. Eine Basisinovation wird den aktuellen Trend wohl auch kaum noch aufhalten können.
geschrieben am 01.08.2011 - 16:31 Nach oben
Autor: rw-strategy1
Mitglied seit: 21.06.2009
Beiträge: 80
Themen: 0
AW: RE: Staatspleite USA
Definitiv! Der Zusammenbruch ist überall nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Letztlich bringt es aber herzlich wenig im Trading, wenn man sich vor Augen führt, dass es irgendwann zum Big Bang kommt. Ich kenne Leute, die haben sich dermaßen ruiniert, weil sie seit 2004 hartnäckig daran festgehalten haben, dass es einbrechen wird... Von denen handelt heute keiner mehr.

Wenn das Kartenhaus zusammenbricht wird man wissen, dass es jetzt soweit ist und wird sich entsprechend positionieren können. Aber darüber zu philosophieren, was in 2, 5 oder vielleicht auch erst 10 Jahren kommt, bringt nichts.

Man sollte zudem im Hinterkopf behalten, dass auch das nicht hundert Prozent sicher ist, denn wenn auf einmal eine neue Basisinnovation kommt, wie seinerzeit das Auto oder jüngst das Internet, bedeutet dies einen Boom und dann fliegen jenen, die sich short zu sicher waren, ihre Positionen geflissentlich um die Ohren.
geschrieben am 01.08.2011 - 06:29 Nach oben
Autor: paul1.forex@gmail.com
Mitglied seit: 28.07.2011
Beiträge: 5
Themen: 1
RE: Staatspleite USA
so wie es aussieht haben sie sich wohl im letzten Moment geeinigt, aer ich denke auch das der große Knall irgendwann zwangsläufig kommen wird.
geschrieben am 31.07.2011 - 16:48 Nach oben
Autor: mehrgeld
Mitglied seit: 24.02.2011
Beiträge: 173
Themen: 16
AW: AW: Staatspleite USA
da das Schuldenmachen nicht ewig weitergehen kann, muss es irgendwann zum Knall kommen.
Zwar kann es sein, dass sich die Akteure diesmal wieder einigen, aber dann kommt der Knall eben ein paar Jahre später. Die Umstellung auf deutlich weniger Schuldenmachen oder gar einen ausgeglichenen Haushalt wird sehr wahrscheinlich eine Anpassungsrezession auslösen. Da kommt die USA nicht drum rum. Und gerade Deutschland wird wegen seiner starken Exportlastigkeit davon stärker betroffen sein als andere Länder.
geschrieben am 28.07.2011 - 13:46 Nach oben
Autor: rw-strategy1
Mitglied seit: 21.06.2009
Beiträge: 80
Themen: 0
AW: Staatspleite USA
Zitat
Original geschrieben von paul1.forex@gmail.com

Ich würde gern einmal ein paar weitere Meinungen hören, was die Folgen einer Staatspleite der USA sind. Natürlich nicht nur auf die USA selber bezogen sonder auch auf den europäischen Markt. Hierbei geht es mir auch eher um die Entwicklung der Aktienmärkte als die Aussichten für den Forexbereich. Freu mich schon auf interessante Diskussionen.



Auch auf die Gefahr hin, dass ich vielleicht schon in 2-3 Wochen der Depp bin, der es nicht glauben wollte: Ich gehe zu 99,9% davon aus, dass es den Fall der Zahlungsunfähigkeit (noch) nicht geben wird. Die werden sich im letzten Augeblick einigen und dann dürfte der Markt einen Erleichterungssprung hinlegen.

Eine Staatspleite würde den Konsumenten treffen, weil diverse Zahlungen (Renten etc.) ausfallen würden. Und das wäre der Stoß in den Abgrund für die amerikanische Wirtschaft. Die werden wohl eher schon bald Quantitative Easing Nr. 3 anwerfen, um die schwächelnde Wirtschaft zu stützen.

Anmerkung zum Abschluss: Niemand sollte Meinungen handeln, sondern sich an dem Orientieren, was statistisch wahrscheinlich ist und was tatsächlich am Markt passiert.

vG, rené

P.S.: 95/96 gab es eine ähnliche Situation in den Staaten.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von rw-strategy1 am 28.07.2011 - 12:16
geschrieben am 28.07.2011 - 12:09 Nach oben
Autor: paul1.forex@gmail.com
Mitglied seit: 28.07.2011
Beiträge: 5
Themen: 1
Staatspleite USA
Ich würde gern einmal ein paar weitere Meinungen hören, was die Folgen einer Staatspleite der USA sind. Natürlich nicht nur auf die USA selber bezogen sonder auch auf den europäischen Markt. Hierbei geht es mir auch eher um die Entwicklung der Aktienmärkte als die Aussichten für den Forexbereich. Freu mich schon auf interessante Diskussionen.
geschrieben am 28.07.2011 - 11:40 Nach oben
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