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Basiswissen Rohstoffe - Kakao
Kakao
Strukturelles Defizit
Quelle: www.hebelzertifikate-trader.de
 

Typische Saisonalität:

(Hoch: September, November/ Tief: Februar, Juni, November) In der Zeit von Juli bis September wird in der wichtigsten Erzeugerregion für Kakao, Westafrika, geerntet. Da die Kakao-Pflanze sehr spezielle klimatische Anforderungen stellt, kommt es regelmäßig während dieser Zeit zu einer Berg- und Talfahrt. Das Juni-Tief fällt sehr häufig in den Zeitpunkt der Lieferung des Juli-Kontraktes, das September-Hoch markiert das Ende der Kakaoernte.
 

Anbau:

Der Kakao-Baum wächst nur in den wärmsten Zonen dieser Erde, den Äquatorialländern. Neben Westafrika (68 Prozent) wird Kakao in Südostasien (19 Prozent) und Mittel- und Südamerika (13 Prozent) angebaut. Die ertragreichen Sorten stammen aus Westafrika, Edelkakao kommt vorwiegend aus der Karibik und Indonesien.

Nach der Pflanzung trägt der Kakao-Baum die ersten Früchte nach etwa drei bis fünf Jahren, die volle Produktivität, die er nach ungefähr zehn Jahren erreicht, kann er etwa fünfundzwanzig Jahre halten. Der ?typische? Kakao-Baum wird im Jahr zweimal geerntet, die Haupternte (80 Prozent) an der Elfenbeinküste ist von Oktober bis März, die Nebenernte (20 Prozent) fällt in die Sommermonate Mai bis August. Die Erntezeit weiterer wichtiger Produzenten: Ghana (Sep/Mär, Mai/Aug), Indonesien (Sep/Dez, Mär/Jul), Brasilien (Okt/Mär, Jun/Sep) und Nigeria (Sep/Mär, Jun/Aug).

Der Kakao-Baum stellt eine Reihe von sehr speziellen Anforderungen an die klimatischen Bedingungen, wodurch er sehr empfindlich auf starke Temperaturschwankungen und Niederschläge/ Feuchtigkeit reagiert.

Während das Jahr 2003/2004 zu einem deutlichen Überangebot an Kakao führte (stark fallende Preise in 2004), wird es in 2005 ein Produktionsdefizit geben. Ähnlich wie auch Kaffee befindet sich der Kakaomarkt in einem strukturellen Defizit. Die Intensivierung des Anbaus führte neben einem gestiegenen Ertrag zu steigenden Kosten für Dünger, Pflanzenschutz und Energie bei einem gleichzeitig relativ tiefen Kakaopreis. Hierdurch konnten viele Plantagen nicht mehr wirtschaftlich adäquat betrieben werden oder mussten aufgegeben werden. Durch die bereits in der Einführung angesprochenen instabilen politischen Zustände in der Elfenbeinküste (40 Prozent Marktanteil) unterliegt der Kakaomarkt besonderen spekulativen Komponenten und ist extrem volatil.
 
Langfristchart:
 
 
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Basiswissen Rohstoffe - Kakao
Datum:   09.01.2007
Autor:   Peter Müller
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