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Basiswissen Rohstoffe - Orangensaft
Orangensaft
Süßes und Saures aus Orangen und Mandarinen
Quelle: www.hebelzertifikate-trader.de
 

Typische Saisonalität:

(Hoch: Mai oder November// Tief: Februar oder September) Tendenziell werden die größten (Risiko-)Aufschläge kurz vor den ersten Frösten und der Hurrikan-Saison in Florida (November) und den Frösten in Brasilien (Mai) gezahlt.
 

Orangensaft entsteht aus süßen und sauren Orangen sowie aus Mandarinen. Seit 1945 wird tiefgefrorenes Orangensaft-Konzentrat hergestellt, wodurch die Lagerung, die Haltbarkeit und der Transport stark verbessert bzw. überhaupt erst ermöglicht wurden. Orangen werden heute in fast allen Weltteilen mit (sub-)tropischem Klima angebaut, doch fast 90 Prozent der Orangensaft-Produktion und 50 Prozent der weltweiten Orangenernte kommen aus Sao Paulo (Brasilien) und Florida (USA). Orangenbäume tragen etwa drei bis vier Jahre nach der Pflanzung die ersten Früchte, nach etwa acht Jahren kann ein maximaler Ernteertrag erreicht werden. Während die Orangenbäume in Sao Paulo nur durchschnittlich zwanzig Jahre produktiv sind, beträgt die Produktivität in Florida annähernd vierzig Jahre.
 
Schwierigkeiten & Risiken:

Orangen werden zwischen Oktober und Dezember geerntet. Da die Früchte jedoch niemals zum selben Zeitpunkt reifen, ist eine maschinelle Ernte nicht möglich und somit die Ernte sehr lohnintensiv. Die größten Probleme für den Plantagen-Bauern stellen die jährlichen Fröste und (im Fall von Florida) Hurrikans dar. Während leichte Fröste ?nur? die Qualität der Früchte mindern, kann schwerer Frost nicht nur die Früchte, sondern den ganzen Baum zerstören. Die hieraus entstehenden Schäden sind dann langfristiger Natur, da der Produktionsausfall frühestens nach fünf Jahren aufgefangen werden kann.

Neben den klimatischen Risiken spielen die hohen Kosten für den Einsatz chemischer Pflanzenschutzund Düngemittel eine große Rolle, da Orangen-Großplantagen als Monokulturen extrem anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge sind.

Wichtige Faktoren abseits der Saison:

Von Ende 2002 bis Mitte 2004 hat sich der Kurs des Orangensaft-Kontraktes mehr als halbiert. Begründet wurde dies durch eine sehr gute Ernte im Jahre 2003 (Produktionsüberschuss) und einer stark gesunkenen Nachfrage in den USA infolge eines geänderten Ernährungsbewusstseins (Atkins-Diät). Im Allgemeinen steigt der Konsum von Orangensaft mit zunehmendem Lebensstandard. In den letzten Jahren sind daher zunehmend ?aufstrebende? Länder wie China und ehemalige Ostblockländer als Importeure aufgetreten.
 
Langfrischart:
 
 
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Basiswissen Rohstoffe - Orangensaft
Datum:   09.01.2007
Autor:   Peter Müller
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