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Aktienindizes rutschen in die Tiefe ab, Bund präsentiert sich in einer knappen Spanne
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in eine neue Handelswoche. Lassen Sie uns zunächst einen Blick auf die am vergangenen Freitag veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.


Bezüglich der Erzeugerpreise der Industrie wurde in der Euro-Zone im Monat August im Vergleich zum Vormonat ein Klettern um 0,4 Prozent nach zuvor -0,7 Prozent in die Bücher aufgenommen. Auf Jahresbasis haben die Erzeugerpreise der Industrie um 7,5 Prozent nach zuvor -8,4 Prozent nachgegeben.
Im gesamten EU-Bereich wurde für die Industrieerzeugerpreise im Monatsvergleich ein Anstieg um 0,2 Prozent nach zuvor -0,6 Prozent verbucht. Auf Jahresbasis haben die Erzeugerpreise der Industrie um 7,1 Prozent nach zuvor -8,0 Prozent eingebüsst.

Für die US-amerikanische Arbeitslosenquote ist im September ein Ergebnis von 9,8 Prozent eingetragen worden. Im Vorfeld wurde hier mit 9,8 bis 9,9 Prozent nach 9,7 Prozent im Monat zuvor gerechnet.

Bei der Zahl der Beschäftigten und zwar ohne die Landwirtschaft wurde in den Vereinigten Staaten im Monat September ein Rückgang um 263.000 gemessen. Die Marktteilnehmer hatten den Rückgang im Bereich von 175.000 bis 225.000 erwartet, nachdem der Vormonatsrückgang von 216.000 auf nun 201.000 wertberichtigt worden war.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne wurden in den Vereinigten Staaten im Monat September mit +0,01 US-Dollar bzw. 0,1 Prozent im Vormonatsvergleich auf nun 18,67 US-Dollar festgehalten. Erwartet wurden +0,1 bis 0,2 Prozent, nachdem im Monat zuvor die Stundenlöhne um 0,4 Prozent angezogen haben. Nota bene: hier war von zunächst publik gemachten +0,3 Prozent wertberichtigt worden.

Bei der Zahl der durchschnittlichen Wochenstunden ist in den Vereinigten Staaten im September ein Wert von 33,0 notiert worden, was unter den Erwartungen liegt.

Ein Fallen ist auch für die US-amerikanischen Industrieaufträge im August und zwar um 0,8 Prozent notiert worden. Im Vorfeld war ein Rückgang bis zu 1,7 Prozent erwartet worden, nachdem im Monat zuvor die Industrieaufträge um 1,4 Prozent zugelegt haben (von +1,3 Prozent nach oben wertberichtigt).


Die deutschen Aktienmärkte haben erneut schwächer geschlossen. Der Leitindex Dax verlor am letzten Handelstag der vergangenen Woche 1,56 Prozent auf 5.467,90 Punkte. Der MDax ging um 2,82 Prozent schwächer auf 6.994,16 Zählern aus dem Handel. Der TecDax büsste 2,52 Prozent auf 720,07 Stellen ein.
Für die Papiere von BMW ging es um 1,79 Prozent auf 31,83 Euro nach unten.
Commerzbank brachen regelrecht ein, hier stand zum Handelsende ein Tagesverlust in Höhe von 9,00 Prozent auf 7,635 Euro auf den Anzeigetafeln. 
Die EUREX/Renten-Futures haben fester geschlossen. Der Dezember-Bund-Kontrakt erhöhte sich um 17 Ticks auf 122,66 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,49 Prozent und 122,79 Prozent rund 938.357 Kontrakte umgesetzt. Der Dezember-Bobl stieg um 8 Ticks auf 115,98 Prozent.

Enttäuschende Konjunkturdaten haben die US-amerikanischen Aktienmärkte auf die Talfahrt geschickt. Der Leitindex Dow Jones Industrial büsste 0,23 Prozent auf 9.487,67 Punkte ein und zementierte somit auf Wochenbasis einen Verlust in Höhe von 1,84 Prozent. Der marktbreite S&P-500 sank um 0,45 Prozent auf 1.025,21 Zähler. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index um 0,46 Prozent auf 2.048,11 Stellen nach unten. Nasdaq 100 fiel um 0,24 Prozent auf 1.662,49 Punkte.
Die Anteilsscheine von First Solar schlossen um 4,49 Prozent auf 150,00 US-Dollar höher.
Die Notierungen von General Electric sind um 3,82 Prozent auf 15,36 US-Dollar eingebrochen.
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben etwas an Boden verloren. Die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent büssten 10/32 auf 103-10/32 ein, ihre Rendite wurde mit 3,23 Prozent angegeben. Der mit 4,50 Prozent versehene Longbond rutschte um 31/32 auf 108-14/32 nach unten ab, er rentierte mit 4,01 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte tendieren heute morgen schwächer. Der Leitindex Nikkei-225 ist zum Beobachtungszeitpunkt unter die Marke von 9,700.00 Punkten gerutscht.


Aktienindizes rutschen in die Tiefe ab, Bund präsentiert sich in einer knappen Spanne
Datum:   05.10.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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