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Alcoa mit starken Zahlen
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,


wie gewohnt werfen wir zunächst ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor wir uns mit den Devisenmärkten auseinandersetzen.

In der Eurozone ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2009 um 0,2 Prozent gesunken. Im Jahresvergleich liegt das Wachstum bei - 4,8 Prozent nach - 4,9 Prozent im Quartal zuvor.

Für den Auftragseingang in der deutschen Industrie ist im August auf Monatssicht ein saison- und preisbereinigter Anstieg um 1,4 Prozent gegenüber dem Monat zuvor gemeldet worden. Im Vorfeld wurde ein Anstieg um etwa 1,1 Prozent erwartet, nachdem in der Veröffentlichung zuvor der Auftragseingang um wertberichtigte 3,1 Prozent gesunken war.

Der Verband der US-Hypothekenbanken meldete für die Woche zum 2.Oktober einen saisonbereinigten Anstieg der Zahl der Hypothekenanträge. Der Index kletterte laut der Mortgage Bankers Association of America (MBA) im Vergleich zur Vorwoche um 16,4 Prozent auf 756,3 Stellen. Zur Ihrer Orientierung: zu Beginn des Jahres hatte dieser noch bei 1.324,8 Zählern notiert.
Der Teilindex, der die Neuanträge zum Kauf von Häusern angibt, konnte um 13,2 Prozent auf 306,1 Zähler zulegen, der Subindex, der die Refinanzierung bestehender Kredite abbildet, stieg um 18,2 Prozent auf 3.377,1 Stellen.
Nach Angaben der MBA notiert der effektive Zinssatz für 30-jährige Hypotheken bei 5,11 Prozent und spiegelt somit ein Klettern um 5 Basispunkte gegenüber dem Ergebnis der Vorwoche.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte sind in der vorangegangenen Woche um 1,0 Mio. Barrel gefallen. Auch bei den Benzinvorräten wurde ein Anstieg in Höhe von
0,1 Mio. Barrel verbucht.

Der um 21 Uhr MEZ veröffentlichte Status US-amerikanischer Verbraucherkredite zeigt einen starken Einbruch. Diese verringerten sich um 11,98 Mrd. Dollar auf 2,46 Bio. US-Dollar . Im Vorfeld wurde ein Rückgang um 9,5 Mrd. bis 15 Mrd. US-Dollar erwartet, nachdem in der Veröffentlichung zuvor ein Absinken um 21,6 Mrd. US-Dollar verbucht worden ist.



Die deutschen Aktienmärkte haben sich gestern etwas schwächer aus dem Handel verabschiedet. Der deutsche Leitindex verlor 0,3 Prozent auf 5.640,75 Punkte. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 42,27 Punkte bzw. 0,58 Prozent auf 7.342,46 Zähler nach oben. Der TecDAX schloss um 0,47 Prozent leichter auf 747,91 Stellen.
Positives gab es von BMW zu berichten: 0,7 Prozent mehr Fahrzeuge der eigenen Marke, Mini und Rolls-Royce wurden ausgeliefert. Helfen konnte das der Aktie selbst nicht. Mit 0,76 Prozent Minus schlossen die Papiere bei 32,15 Euro. Schlusslicht im DAX waren die Papiere von Metro mit 3,23 Prozent Minus und einem Schlussstand von 37,15 Euro. Hier wurden 5,2% der Aktien aus dem Besitz von Großaktionär Otto Beisheim auf dem Markt platziert worden. Die insgesamt 17 Mio. Aktien wurden im Rahmen einer Privatplatzierung veräußert.
Die EUREX/Renten-Märkte haben freundlich tendiert. Der Dezember-Future-Kontrakt auf den Bund konnte um 0,37 Prozent auf 122,80 Punkte steigen.
Das Tagestief lag bei 122,31 Prozent und das -hoch bei 122,91 Prozent. Der BOBL-Future kletterte um 24 Ticks auf 116,10 Prozent.


An den US-amerikanischen Aktienmärkten verblieben die Leitindizes in Wartestellung vor den Quartalszahlen von Alcoa. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average sank um minimale 0,06 Prozent auf 9.725,58 Punkte. Der S&P-500 schloss um 0,27 Prozent auf 1.057,57 Stellen fester. An der NASDAQ ging es für den Composite-Index um 0,32 Prozent auf 2.110,33 Zähler nach oben. Der NASDAQ 100 kletterte um 0,30 Prozent auf 1.710,45 Punkte nach oben.
Die Anteilsscheine des Aluminiumkonzerns Alcoa verteuerten sich um 2,23 Prozent auf 14,20 US-Dollar im regulären Handel. Erst nach Börsenschluss wurde bekannt, dass Alcoa nach drei Verlustquartalen in Folge mit dem letzten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. Genauer: 352 Mio. Gewinn bei 4,62 Milliarden US-Dollar Umsatz standen im letzten Quartal zu Buche, verglichen mit einem Verlust  von 459 Mio. US-Dollar im zweiten Quartal.
Glänzen konnten auch die Papiere der Bank of America, welche um 2,06 Prozent auf 17,35 US-Dollar stiegen.
Die US-amerikanischen Staatsanleihen sind erneut fester aus dem Handel gegangen. Die zweijährigen Anleihen kletterten um 3/32 Punkte auf 100 9/32 Punkte, ihnen wurde eine Rendite in Höhe von 0,852 Prozent zugewiesen. Fünfjährige Anleihen stiegen um 12/32 Punkte auf 100 31/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 2,164 Prozent. Für die richtungweisenden zehnjährigen Anleihen ging es um 22/32 Punkte auf 103 24/32 Punkte nach oben, sie rentierten mit 3,177 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren konnten um 1 9/32 Punkte auf 108 22/32 Punkte zulegen, ihre Rendite lag bei 3,998 Prozent.

 
Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen fester. Der Leitindex Nikkei-225 notiert zum Beobachtungszeitpunkt auf  9.822,09 Punkten respektive 0,24 Prozent im Plus.


Alcoa mit starken Zahlen
Datum:   08.10.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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