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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir werfen einen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.
Für die Handelsbilanz in der Schweiz ist für den Monat September ein Ergebnis von 1,92 Mrd. bekannt gegeben worden, noch im Vormonat schlugen 1,79 Mrd. zu Buche.
Die Leitzinsen wurden von Seiten der Schwedischen Reichsbank bei 0,25 Prozent belassen.
Bezüglich der saisonbereinigten Leistungsbilanz der Eurozone wurde im August ein Defizit von 1,3 Mrd. Euro (nach plus 3,7 Mrd. Euro im Monat zuvor) in die Bücher aufgenommen. Die Berechnung ohne Bereinigung liefert für den Berichtsmonat ein Minus von 5,0 Mrd. Euro. Bei der Handelsbilanz wurde ein Überschuss von 6,0 Mrd. Euro ausgewiesen, die Dienstleistungsbilanz notiert im Plus bei 1,8 Mrd. Euro, die Einkommensbilanz ist mit minus 1,8 Mrd. Euro defizitär, die Transferbilanz notiert bei 7,2 Mrd. Euro.
Für den gesamten EU-Bereich weist die Leistungsbilanz in der zweiten Veröffentlichung für Q2/2009 ein Defizit von 49,2 Mrd. Euro aus. Zur Ihrer Orientierung: im Vorquartal hatte das Defizit bei -54,6 Mrd. Euro notiert, im Vergleichsquartal des Jahres zuvor waren -76,3 Mrd. Euro verbucht worden. Die EU-Dienstleistungsbilanz liegt im Q2/2009 in der zweiten Veröffentlichung bei plus 17,5 Mrd. Euro. Nota bene: im Vorquartal war ein Überschuss von 13,1 Mrd. Euro aufgelaufen, im Vergleichsquartal des Vorjahres wurde ein Plus in Höhe von 22,6 Mrd. Euro in die Bücher aufgenommen.
Die zweite Bekanntgabe der Zahlen zum öffentlichen Defizit und zur Verschuldung für 2008 lieferte für die Euro-Zone ein defizitäres Ergebnis in Höhe von 2,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nach 0,6 Prozent in 2007. Dabei kletterte die Verschuldung auf 69,3 Prozent des BIP nach zuvor 66,0 Prozent. Für den gesamten EU-Raum liegt das öffentliche Defizit bei 2,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nach 0,8 Prozent im Jahr zuvor. Die Verschuldung kletterte auf 61,5 Prozent des BIP, im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 58,7 Prozent gemessen.
Bezüglich des Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten ein Klettern auf 531.000 wahrgenommen. Im Vorfeld waren 517.000 bis 525.000 neue Anträge nach 520.000 erwartet worden, wobei bei dem letztgenannten Ergebnis von 514.000 wertberichtigt worden war.
Zu den US-amerikanischen Frühindikatoren: diese sind im vergangenen Monat um 1 Prozent geklettert. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld ein Ergebnis im Bereich von 0,9 bis 1,0 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor ein Plus von 0,4 Prozent verbucht worden war.
Bei den US-amerikanischen Erdgasvorräten, den Nat Gas Inventories ist in der letzten Woche ein Anstieg um 18 Bcf auf 3.734 Bcf gemessen worden. Bereits in der Vorwoche wurde ein Anstieg der Bestände in den Vereinigten Staaten um 58 Bcf wahrgenommen, im Vorjahr hatten diese bei 3.337 Bcf notiert.
Für die deutschen Aktienmärkte ging es gestern nach unten. Der Leitindex Dax verlor 1,21 Prozent auf 5.762,93 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte büsste 2,08 Prozent auf 7.305,48 Zähler ein. Der TecDax sank um 1,62 Prozent auf 763,13 Stellen. Die Anteilsscheine der Commerzbank sackten um 2,64 Prozent auf 8,10 Euro in die Tiefe. Deutsche Telekom gewannen 0,52 Prozent auf 9,685 Euro hinzu. Die Papiere von Eon haben 0,62 Prozent auf 27,05 Euro nachgegeben. Die EUREX/Renten-Futures sind vorwiegend leichter aus dem Handel hervorgegangen. Der Dezember-Bund-Kontrakt verlor 8 Ticks auf 121,16 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,01 Prozent und 121,43 Prozent rund 745.111 Kontrakte umgesetzt. Der Bobl konnte um einen Tick auf 115,26 Prozent klettern.
An den US-amerikanischen Aktienmärkten gab die Bullen den Ton an. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average konnte sich um 1,33 Prozent auf 10.081,31 Punkte verteuern. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 1,06 Prozent auf 1.092,91 Zähler zu. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index um 0,68 Prozent auf 2.165,29 Stellen nach oben. Der Nasdaq 100 schloss um 0,55 Prozent höher auf 1.763,15 Punkten. Für die Papiere von AT&T ging es dank guter Zahlen um 0,62 Prozent auf 26,10 US-Dollar nach oben. Xerox haussierten mit 4,02 Prozent um auf 8,03 US-Dollar zu schliessen. Am US-Rentenmarkt wurden Verluste in die Bücher aufgenommen. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent sanken um 6/32 auf 101-24/32, ihre Rendite lag bei 3,41 Prozent. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond gab um 14/32 auf 104-16/32 nach, er rentierte mit 4,23 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte sind uneinheitlich aus dem Handel hervorgegangen. Der Leitindex Nikkei-225 kletterte um 0,15 Prozent auf 10.282,99 Punkte. Der marktbreite TOPIX büsste 0,72 Prozent auf 902,03 Zähler ein.
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