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Beige Book: Immobilienmarkt positiv, Einzelhandel bleibt das Sorgenkind, Arbeitsmarkt schwach, Inflationsdruck minimal
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wie gewohnt erfolgt zunächst ein Blick auf die gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen bevor wir uns gemeinsam den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten widmen.


Für die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter wurde im Juni ein Absinken um 2,5 Prozent festgestellt. Im Vorfeld wurde ein Nachgeben im Minusbereich von 0,5 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor die Auftragseingänge noch um 1,3 Prozent gestiegen waren. Nota bene: der Wert des Vormonats wurde somit von zuvor veröffentlichten 1,8 Prozent wertberichtigt.

Zu dem Beige Book: laut der US-amerikanischen Notenbank hat eine Verlangsamung des Abwärtstrends der US-amerikanischen Wirtschaft in den zwölf Fed-Bezirken seit Mitte Juni stattgefunden. Dennoch rechnet diese mit einer länger andauernden Phase der Schwächeperiode. Insbesondere positiv sei die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt zu nennen, während der Bereich um den Einzelhandel weiterhin das Sorgenkind bleibe.
Auch sei der Arbeitsmarkt und zwar im ganzen Land, auf extrem schwachen Beinen zu betrachten, so dass weitere Arbeitsplätze gestrichen wurden. Bezüglich des Inflationsdrucks bezeichnete die Notenbank diesen in den meisten Bezirken als minimal.


Die deutschen Aktienmärkte haben sich gestern sehr fest präsentiert. Der Leitindex DAX kletterte um 1,85 Prozent auf 5.270,32 Punkte. Der MDAX konnte um 1,08 Prozent auf 6.054,15 Zähler zulegen. Der TecDAX stieg um 1,37 Prozent auf 658,70 Stellen.
Nennenswert sind die Zugewinne der Anteilsscheine von Daimler, die sich um 4,55 Prozent auf 31,46 Euro verteuern konnten.
Die Notierungen von Bayer zogen aufgrund des guten Geschäftsberichts um 5,44 Prozent auf 42,23 Euro an.
Weiter anziehende Kurse wurden auch an den deutschen Rentenmärkten festgehalten. Der September-Bund-Kontrakt stieg um 19 Ticks auf 120,74 Prozent. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,57 Prozent und 121,05 Prozent rund 633.340 Kontrakte die Hände gewechselt. Der Future des Bobl schloss um 9 Ticks höher auf 115,45 Prozent.

Weniger optimistisch haben sich die Händler an den US-amerikanischen Aktienmärkten gegeben. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verlor 0,29 Prozent auf 9.070,72 Punkte. Der S&P-500 sank um 0,46 Prozent auf 975,15 Zähler. An der NASDAQ büsste der Composite-Index 0,39 Prozent auf 1.967,76 Stellen ein. Der NASDAQ 100 schloss um 0,37 Prozent schwächer auf 1.599,61 Punkten.
Der Kurs von Yahoo! ist gestern um 12,08 Prozent auf 15,14 US-Dollar eingebrochen, die Marktteilnehmer bestraften hier die Kooperation zwischen Microsoft und Yahoo!.
Die Aktien von  Time Warner gingen um 1,81 Prozent leichter auf 26,52 US-Dollar aus dem gestrigen Handel.
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben sich gestern uneinheitlich präsentiert, doch die Papiere am langen Ende der Zinskurve konnten mit Gewinnen schliessen. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent kletterten um 5/32 auf 95-20/32, ihre Rendite lag bei 3,66 Prozent. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond legte um 16/32 auf 95-20/32 zu, seine Rendite betrug 4,52 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte haben erneut höher geschlossen. Der Leitindex Nikkei-225 zog um 0,5 Prozent auf 10,165.21 Punkte an und markierte somit den höchsten Schlusskurs seit dem Oktober des vergangenen Jahres. Der marktbreite Topix-Index ging um 0,7 Prozent höher bei 936.94 Punkten aus dem Handel.


Beige Book: Immobilienmarkt positiv, Einzelhandel bleibt das Sorgenkind, Arbeitsmarkt schwach, Inflationsdruck minimal
Datum:   30.07.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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