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Bernanke gibt sich zuversichtlich

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wie gewohnt erfolgt zunächst ein gemeinsamer Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.


Für den US-amerikanischen Chicago Fed National Activity Index wurde für den Monat Juni ein Stand bei -1,80 festgehalten. Nota bene: im Vormonat hatte der Index noch bei -2,30 notiert.

Ben Bernanke, der Chef der amerikanischen Notenbank hat gestern vor dem dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses mögliche Strategien aufgezeigt, um die hohe Überschussliquidität an den Märkten zurückzuschrauben. Eine davon wäre in der Option von Rückkaufsvereinbarungen im Offenmarktgeschäft zu finden, eine andere stellt der Verkauf von langfristigen Staatsanleihen dar. Einige Chefökonomen sahen in den Äusserungen Bernankes eher eine Aufzählung von Instrumenten zur Steuerung des geldpolitischen Kurses als eine Exit-Strategie. Diese Meinung teile ich auch. Eine Straffung der Geldpolitik ist jederzeit möglich, doch welche Folgen wird die Weltwirtschaft davon tragen?
 

Wie auch immer, die deutschen Aktienmärkte haben erneut freundlich auf das gegenwärtige Wirtschaftsumfeld reagiert. Der Leitindex DAX gewann 1,27 Prozent auf 5.093,97 Punkte hinzu. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 1,55 Prozent auf 6.090,39 Zähler nach oben. Der TecDAX stieg um 2,41 Prozent auf 668,16 Stellen.
Die Käufer der deutschen Automobilwerte gaben sich sehr zuversichtlich. Die Anteilsscheine von BMW konnten sich um 4,48 Prozent auf 30,06 Euro verteuern. Auch die Notierungen von MAN zogen spürbar ab, hier stand zum Schluss ein Plus in Höhe von 2,76 Prozent auf 49,07 Euro auf den Anzeigetafeln. Weniger Glauben dagegen lag an die Erholung der Autozulieferer vor: Continental brachen um erschreckende 7,51 Prozent auf 25,38 Euro ein. Für Volkswagen ging es um 5,50 Prozent auf 249,50 Euro nach oben.
Die deutschen Rentenmärkte haben etwas angezogen. Der September-Bund-Kontrakt stieg um 18 Ticks auf 121,43 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,62 Prozent und 121,51 Prozent rund 662.125 Kontrakte umgesetzt. Der Bobl schloss um 11 Ticks höher auf 115,90 Prozent. Schatz ging um 3 Ticks fester auf 108,17 Prozent aus dem Handel.
 
An den US-amerikanischen Aktienmärkten wurden die Aussagen von Bernanke in Verbindung mit einigen guten Geschäftsberichten unterm Strich mit Käufen quittiert. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average kletterte um 0,77 Prozent auf 8.915,94 Zähler. Der S&P-500 legte um 0,36 Prozent auf 954,58 Punkte zu. Zu der NASDAQ: der Composite-Index verteuerte sich um 0,36 Prozent auf 1.916,20 Stellen. Der NASDAQ 100 schloss um 0,58 Prozent höher auf 1.553,01 Punkten.
Die Titel von LEXMARK wurden um 19,66 Prozent auf 15,08 US-Dollar tiefer verkauft. 
Die Anteilsscheine von Caterpillar sprangen um 7,67 Prozent auf 39,46 US-Dollar nach oben.
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben den gestrigen Tag ebenfalls mit Gewinnen beendet. Die zweijährigen Anleihen kletterten um 3/32 Punkte auf 100 12/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 0,921 Prozent. Für fünfjährige Anleihen ging es um 19/32 Punkte auf 101 10/32 Punkte nach oben, ihre Rendite wurde mit 2,342 Prozent angegeben.

Die japanischen Aktienmärkte tendieren heute morgen stärker. Nikkei-225 notiert zum Beobachtungszeitpunkt über der 9,700.00-Punkte-Linie.


Es folgen nun die Devisenhandelsstrategien, die mit grosser Sorgfalt für Sie erstellt werden. Das Forexone-Team wünscht Ihnen einen angenehmen Handelstag.


Bernanke gibt sich zuversichtlich
Datum:   22.07.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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