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BoJ lässt den Leitzins unverändert
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und erholt in den letzten Handelstag dieser Woche. An dieser Stelle erfolgt wie gewohnt zunächst ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.  


Für die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten ein Absinken auf 631.000 gemeldet. Im Vorfeld wurden 620.000 bis 625.000 neue Anträge nach zuvor 643.000 erwartet, wobei hier von 637.000 wertberichtigt worden war.

Der Philly Fed Index steht im aktuellen Monat bei -22,6 (erwartet im Bereich von -18) und hat sich dadurch schwächer verbessert als im Vorfeld angenommen. Dennoch handelt es sich um den höchsten Stand seit September 2008.

Die US-amerikanischen Frühindikatoren konnten im April um 1,0 Prozent klettern, nachdem im Monat zuvor ein Absinken um 0,2 Prozent (von minus 0,3 revidiert) verbucht worden ist. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld auf einen Anstieg im Bereich von 0,7 bis 0,8 Prozent spekuliert.

Zu den US-amerikanischen Erdgasvorräten: in der letzten Woche wurde ein Klettern um 103 Bcf auf 2.116 Bcf wahrgenommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten diese bei 1.602 Bcf notiert.

Die Bank of Japan hat den Leitzins unverändert gelassen. Dieser notiert somit aktuell bei 0,10 Prozent. Das Ergebnis fiel einstimmig.  


Die deutschen Aktienmärkte haben gestern schwächer geschlossen. Der deutsche Leitindex verlor 2,74 Prozent auf 4.900,67 Punkte. Der MDAX büsste 2,48 Prozent auf 5.841,19 Zähler ein. Der TecDAX gab um 3,94 Prozent auf 614,32 Stellen nach.
Insbesondere die Stahlwerte standen unter großem Druck: die Notierungen von ThyssenKrupp notierten zum Handelsschluss um 4,16 Prozent schwächer auf 17,04 Euro; die Aktien von Salzgitter trugen mit einem Minus in Höhe von 4,90 Prozent auf 60,58 Euro die rote Laterne im deutschen Leitindex.
Die deutschen Rentenmärkte haben sich schwächer entwickelt. Der Juni-Bund-Kontrakt gab um 47 Ticks auf 120,32 Prozent nach. Dabei hatten in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,32 Prozent und 121,52 Prozent rund 659.573 Kontrakte die Besitzer gewechselt.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte litten unter der Angst der Händler vor den weiteren Konsequenzen der Wirtschaftskrise. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 1,54 Prozent auf 8.292,13 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 schloss um 1,68 Prozent leichter auf 888,33 Zählern. An der NASDAQ ging der Composite-Index um 1,89 Prozent schwächer auf 1.695,25 Stellen aus dem Handelstag. Der NASDAQ-100 verliess den Handel um 1,89 Prozent leichter auf 1.367,39 Punkten.
Unter den Einzeltiteln brachen die Anteilsscheine von Alcoa besonders gravierend um 4,11 Prozent auf 9,10 US-Dollar ein.
An den US-amerikanischen Staatsanleihenmärkten war die Sorge um die Bonität der Vereinigten Staaten gut abzulesen. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent sackten um 1-11/32 auf 98-3/32, ihre Rendite betrug 3,35 Prozent. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond verlor 2-26/32 auf 98-31/32 , er rentierte mit 4,31 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte haben sich schwächer in das Wochenende verabschiedet. Der Leitindex Nikkei-225 notierte zum Handelsschluss um 0,41 Prozent tiefer auf 9.225,81 Punkten. Der marktbreite TOPIX sank um 0,63 Prozent auf 875,88 Stellen.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein angenehmes Wochenende. 

BoJ lässt den Leitzins unverändert
Datum:   22.05.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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