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Bundeswirtschaftsministerium spricht von einer lebhaften Belebung der Bestelltätigkeit, gute Quartalsberichte, doch die Equitymärkte sind nicht zu übe
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir beginnen den letzten Handelstag dieser Woche ausgeruht und voller Elan. Wie gewohnt fällt etwas unserer Zeit der Betrachtung der gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen bevor die internationalen Kapitalmärkte unter die Lupe genommen werden.


Laut dem Bundeswirtschaftsministerium, dass von einer lebhaften Belebung der Bestelltätigkeit sprach, konnte für den Auftragseingang im Juli in der Bundesrepublik auf Monatsbasis ein saison- und preisbereinigter Anstieg um 4,5 Prozent gegenüber dem Monat zuvor verbucht werden. Bitte beachten Sie, dass es sich um den stärksten Anstieg seit zwei Jahren handelt, was gut darin sichtbar ist, dass im Vorfeld lediglich eine Zunahme um 0,9 Prozent erwartet worden ist. Auch im Monat zuvor konnte der Auftragseingang um nicht wertberichtigte 4,4 Prozent gesteigert werden.

Der Leitzins wurde von der Bank of England unverändert bei 0,5 Prozent belassen, was in den Augen der Marktteilnehmer keine Überraschung darstellt.

Auch die Europäische Zentralbank hat die Zinsen unverändert belassen, nämlich bei 1,0 Prozent.  Die Vorhersage der EZB: die Konjunktur könnte sich in dem verbleibenden Zeitraum dieses Jahres etwas aufhellen.

Für die Anzahl der Arbeitslosenhilfe-Erstanträge wurde in den Vereinigten Staaten ein Fallen auf 550.000 registriert. Im Vorfeld waren 575.000 neue Anträge nach 588.000 erwartet worden (wertberichtigt von 584.000).

Bei den US-amerikanischen Erdgasvorräten ist in der letzten Woche ein Klettern um 66 Bcf auf 3.089 Bcf gemessen worden. Zur Ihrer Orientierung: in der Woche zuvor waren plus 71 Bcf ins Buch aufgenommen worden, im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde ein Stand von 2.509 Bcf notiert.


Trotz vieler guter Zahlen und veröffentlichter Quartalsberichte, die sich sehen lassen können, wurden für die deutschen Aktienmärkte im gestrigen Handel nur sehr dünne Zugewinne verbucht. Der Leitindex DAX gewann 0,32 Prozent auf 5.369,98 Punkte hinzu. Der MDAX kletterte um 0,34 Prozent auf 6.415,88 Zähler. Beim TecDAX stand zum Ende ein Plus in Höhe von 0,33 Prozent auf 670,80 Stellen auf den Anzeigetafeln.
Die Titel von Henkel glänzten mit einem Zugewinn von 2,58 Prozent auf 27,02 Euro.
Die Aktien der Commerzbank verloren 0,59 Prozent auf 5,875 Euro.
Gute Zahlen liessen Fuchs Petrolub um starke 8,72 Prozent auf 48,36 Euro steigen.
Die EUREX/Renten-Futures konnten sich gut halten. Der September-Bund-Kontrakt zog um 5 Ticks auf 121,28 Prozent an. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,06 Prozent und 122,04 Prozent rund 839.525 Kontrakte die Hände gewechselt.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte waren gestern erneut Verkäufen ausgesetzt. Wissen Sie, verehrte Leserinnen und Leser, ich finde es immer problematisch, wenn gute Zahlen verpuffen. In letzter Zeit ist so einiges verpufft: der Obama-Faktor (der gute Mann dürfte nach der Übergabe der entsprechenden Machtinstrumente in die Hand der FED, mir fällt das Wort nicht ein… jetzt habe ich es wieder: nicht mehr so wichtig geworden sein), gut ausgefallene Quartalsberichte, gute Makrozahlen. Leider hat noch keine der Zentralbanken eine Exitstrategie geliefert, um die Liquidität aus den Märkten zu schöpfen, die momentan quasi im Geld schwimmen, so dass Obama vielleicht mit der Übergabe der Verantwortung nicht einmal das Schlechteste getan hat (für seine Regierungsperiode). Man darf gespannt sein, wie sich das in Zukunft entwickeln wird, aber das dürfte unter den gehievten Händlern einer der Hauptgründe für die kleiner werdenden Käufe sein. Ich drücke das einmal, im Hinblick auf die Anleihenmärkte, so aus: man weiss, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr so viele globale Ersparnisse anlocken können (ihre bisherige Strategie) um ihre Defizite zu decken. Spätestens seit die Chinesen die Strategieschraube hinsichtlich der Leitwährung anziehen, dürfte einiges in Bewegung kommen und das recht vehement.  
Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verlor 0,27 Prozent auf 9.256,26 Punkte. Der marktbreite S&P-500 schloss um 0,56 Prozent leichter auf 997,08 Zählern. An der NASDAQ büsste der Composite-Index 1,00 Prozent auf 1.973,16 Stellen ein. NASDAQ 100 gab um 0,88 Prozent auf 1.600,29 Zähler nach.
Die Wertpapiere von JPMorgan verbilligten sich um 2,47 Prozent auf 40,75 US-Dollar.
Procter & Gamble brachen um 4,54 Prozent auf 51,46 US-Dollar ein.
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben sich mit einer uneinheitlichen Tendenz präsentiert. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent verloren 3/32 auf 94-27/32, ihre Rendite lag bei 3,76 Prozent. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond zog um 5/32 auf 95-10/32, er rentierte mit 4,54 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen leicht festern. Der Leitindex Nikkei-255 steht zum Beobachtungszeitpunkt in der Nähe der 10,400.00-Marke. 

Bundeswirtschaftsministerium spricht von einer lebhaften Belebung der Bestelltätigkeit, gute Quartalsberichte, doch die Equitymärkte sind nicht zu übe
Datum:   07.08.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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