|
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir starten frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns zunächst einen kurzen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.
Für die Zahl der Erwerbstätigen in der Bundesrepublik ist im August gemäß der ILO-Arbeitsmarktstatistik ein Wert bei 40,01 Mio. bekannt gegeben worden, womit dieser um 0,5 Prozent schwächer unter dem Niveau des Vorjahres notiert. Im Vergleich zum Monat zuvor gab die Zahl der Erwerbstätigen um 11.000 nach, saisonbereinigt ergab sich ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent.
Bei den Einnahmen der öffentlichen Haushalte in der Bundesrepublik wurde im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres im Vergleich zum Halbjahr 2008 ein Nachgeben um 1,7 Prozent auf 497 Mrd. Euro gemessen. Im selben Zeitraum wurde ein Anstieg der öffentlichen Ausgaben um 8,1 Prozent auf 555 Mrd. Euro in die Bücher aufgenommen. In ersten Halbjahr 2009 notierte die Nettokreditaufnahme bei +64,4 Mrd. Euro, nachdem im ersten Halbjahr 2008 ein Wert von -19,2 Mrd. Euro verbucht worden war. Zum Stand der Kreditmarktschulden: diese haben zum Ende des Quartals bei 1,60 Mrd. Euro notiert, nachdem sie noch vor einem Jahr bei 1,52 Mrd. Euro gemessen worden waren.
Bezüglich der Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September ein Rückgang um 125.000 auf 3,4 Mio. verbucht worden, womit ein Anstieg um 266.000 im Vergleich zum Vorjahr notiert worden ist. Die Arbeitslosenquote wurde im September um 0,3 Prozent niedriger auf 8,0 Prozent festgehalten.
Bei der offiziellen Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone ist für den Monat September eine Jahresteuerung in Höhe von -0,3 Prozent ermittelt worden. Zur Ihrer Orientierung: im Vormonat hatte diese noch bei -0,2 Prozent gestanden.
Im vergangenen Monat wurde für die Zahl der privat Beschäftigten und zwar außerhalb der Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten ein Absinken um 254.000 gemessen, nachdem im Monat zuvor das Minus noch bei 298.000 notiert hatte.
Bezüglich des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts ist in der endgültigen Fassung zum Q2/2009 ein Fallen um 0,7 Prozent notiert worden.
Bei dem Chicagoer Einkaufsmanagerindex ist im September ein Wert von 46,1 in die Bücher aufgenommen worden. Die Marktteilnehmer hatten den Index im Vorfeld im Bereich von 52 bis 53,5 erwartet, nachdem dieser im Monat zuvor noch bei 50 notiert hatte.
Uneinheitlich sind die deutschen Aktienmärkte gestern aus dem Handel hervorgegangen. Der Leitindex Dax büsste 0,67 Prozent auf 5.675,16 Punkte ein. Der MDax der mittelgroßen Werte konnte sich um 0,36 Prozent auf 7.358,53 Zähler verbessern. Der Index der Technologiewerte TecDax legte um 0,68 Prozent auf 757,80 Stellen hinzu. Die Titel der Allianz kletterten angetrieben von Analystenmeinungen um 1,84 Prozent auf 85,37 Euro. Bei den Anteilsscheinen von Bayer sorgte eine Herabstufung des Kurszieles für einen Verlust in Höhe von 3,05 Prozent auf 47,35 Euro, womit dieser Wert zu den gestrigen Sorgenkindern im deutschen Aktienindex gehörte. Leicht schwächer haben die EUREX/Renten-Futures tendiert. Der Dezember-Bund-Kontrakt büsste 13 Ticks auf 121,66 Prozent ein. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,58 Prozent und 122,00 Prozent rund 888.267 Kontrakte umgesetzt. Der Dezember-Bobl sank um 6 Ticks auf 115,44 Prozent.
Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben vorwiegend schwächer geschlossen, nicht zuletzt verwiesen die Händler auf den Einkaufsmanager-Index. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verlor 0,31 Prozent auf 9.712,28 Punkte. Der marktbreite S&P-500 schloss um 0,33 Prozent leichter auf 1.057,07 Zählern. Der marktbreite Composite-Index büsste leichte 0,08 Prozent auf 2.122,42 Stellen ein. Nasdaq 100 verliess den Handel um 0,08 Prozent günstiger auf 1.718,99 Punkten. Nike haussierten mit 7,67 Prozent auf 64,70 US-Dollar. Für Bank of America ging es um 1,40 Prozent auf 16,92 US-Dollar nach unten. Die US-amerikanischen Kreditmärkte sind schwächer aus dem Handel gegangen. Die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent verloren 2/32 auf 102-22/32, ihre Rendite wurde mit 3,30 Prozent angegeben. Der mit einem Zins von 4,500 Prozent versehene Longbond gab um 8/32 auf 107-30/32 nach, er rentierte mit 4,04 Prozent. Die japanischen Aktienmärkte haben heute an Boden abgegeben. Der Leitindex Nikkei-225 büsste 1,53 Prozent auf 9.978,64 Punkte ein. Der marktbreite TOPIX ging um 1,51 Prozent schwächer auf 896,12 Stellen aus dem Handel.
|