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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
einen wunderschönen guten Morgen, zunächst zu den am vergangenen Freitag bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen:
Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) wurde für den deutschen Grosshandelsumsatz im Juni gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ein nominales Absinken um 18,4 Prozent, real um 10,8 Prozent nach zuvor -5,1 Prozent bzw. +2,2 Prozent gemessen. Zieht man den kalender- und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat hinzu, so kletterte der Umsatz des Großhandels um nominale 1,1 Prozent, real wurde ein Anstieg um 2,0 Prozent, nach -3,2 Prozent bzw. -2,6 Prozent im Monat zuvor in die Bücher aufgenommen.
Eurostat verkündete den Anstieg der Arbeitslosenquote in der Euro-Zone im Juni auf 9,4 Prozent, was einem Zehnjahreshoch entspricht. Zur Ihrer Orientierung: im Monat zuvor hatte diese bei wertberichtigten 9,3 Prozent notiert, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren noch 7,5 Prozent festgehalten worden. Im Vorfeld wurde die aktuelle Veröffentlichung mit 9,7 Prozent erwartet. Im Bereich der gesamten EU wurde ein Anziehen auf 8,9 Prozent nach 8,8 Prozent verbucht. Im Vorjahresvergleichsmonat hatte diese noch bei 6,9 Prozent notiert.
Für die offizielle Vorabschätzung der Eurozone-Inflation wurde für Juli eine Jahresteuerung in Höhe von -0,6 Prozent gemessen, was einem Rekordtief entspricht. Im Vorfeld waren -0,4 Prozent erwartet worden. Im Juni hatte die Jahresteuerung bei -0,1 Prozent notiert.
Bezüglich des US-amerikanischen Bruttoinlandsproduktes wurde nach erster offizieller Schätzung für den zweiten Quartal eine Abnahme um 1,0 Prozent festgehalten. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld einen Rückgang im Bereich von -0,7 bis -1,5 Prozent erwartet, nachdem im Vorquartal das Minus -5.5 Prozent betragen hatte. Das ist positiv zu werten, da eine geringere Schrumpfung der US-Wirtschaft als erwartet vorliegt. Auch sank das um Lageränderungen bereinigte BIP um gerade einmal 0,2 Prozent, was zumindest ein Eckpfeiler der Produktionsbelebung in diesem Quartal sein könnte. Die persönlichen Konsumausgaben haben laut der ersten öffentlichen Schätzung in der Jahresrate um 2 Prozent nach 1,6 Prozent im Vorquartal zugenommen. Der Chain Deflator erhöhte sich um 0,2 Prozent. Im Vorfeld wurde mit einem Anstieg von 1,0 Prozent nach zuvor 2,8 Prozent gerechnet.
Bei dem US-amerikanischen Arbeitskostenindex wurde im zweiten Quartal ein Klettern um 0,4 Prozent nach zuvor 0,3 Prozent ermittelt. Im Vorfeld war mit 0,3 Prozent gerechnet worden.
Für den Chicagoer Einkaufsmanagerindex wurde im vergangenen Monat ein Stand von 43,4 in die Bücher aufgenommen, erwartet wurden für Juli 42 bis 44. Nota bene: im Monat zuvor hatte der Index bei 39,9 notiert.
Der Handelsverlauf an deutschen Aktienmärkten war von Gewinnmitnahmen geprägt. Der Leitindex DAX verliess den Handel um 0,53 Prozent schwächer auf 5.332,14 Punkten. Für den MDAX der mittelgrossen Werte ging es um moderate 0,43 Prozent auf 6.204,36 Zähler nach oben. Der TecDAX büsste leichte 0,07 Prozent auf 673,19 Stellen ein. Die Anteilsscheine von Beiersdorf konnten um 1,79 Prozent auf 35,33 Euro zulegen. Die Titel von K+S brachen um 3,83 Prozent auf 39,38 Euro ein. Die deutschen Rentenmärkte sind sehr fest aus dem Handel gegangen. Der September-Bund-Kontrakt verteuerte sich um 93 Ticks auf 122,28 Prozent. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,14 Prozent und dem Handelsschluss rund 822.792 Kontrakte die Hände gewechselt. Der Future des Bobl konnte um 42 Ticks auf 116,23 Prozent zulegen.
Uneinheitliche Schlussstände wurden an den US-amerikanischen Aktienmärkten vernommen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verteuerte sich um 0,19 Prozent auf 9.171,61 Punkte. Der S&P-500 legte bis zum Handelsschluss um 0,07 Prozent auf 987,48 Zähler hinzu. An der NASDAQ verliess der Composite-Index den Handel um 0,29 Prozent schwächer auf 1.978,50 Stellen. Der NASDAQ 100 büsste moderate 0,40 Prozent auf 1.603,36 Punkte ein. Für Chevron Corp. ging es um 2,61 Prozent auf 69,47 Euro nach oben. Ford konnten um satte 8,25 Prozent auf 8,00 US-Dollar steigen. Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben sich erneut sehr freundlich gezeigt. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent konnten um 1-2/32 auf 97-3/32 zulegen, ihre Rendite wurde mit 3,48 Prozent ausgewiesen. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond sprang um 1-28/32 auf 99-7/32 nach oben, er rentierte mit 4,30 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen zum Beobachtungszeitpunkt etwas schwächer.
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