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Eurozone-Leistungsbilanz defizitär, deutsche Aktienmärkte präsentieren sich mit Verlusten
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir beginnen den neuen Handelstag frisch und ausgeruht. Lassen Sie uns zunächst wie gewohnt unsere Aufmerksamkeit den gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen widmen bevor wir uns den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten zuwenden.


Für die saisonbereinigte Leistungsbilanz in der Eurozone wurde im Juni ein Defizit von 5,3 Mrd. Euro ausgewiesen. Nota bene: im Monat zuvor war ein Minus von 0,1 Mrd. Euro aufgelaufen, hier wurde von zunächst offen gelegten -1,2 Mrd. Euro wertberichtigt; im Vorfeld wurde der Berichtsmonat deutlich besser mit minus 2,5 Mrd. Euro erwartet. Die Betrachtung ohne die Bereinigung liefert für das aktuelle Ergebnis ein Defizit von 0,3 Mrd. Euro.
Die Handelsbilanz notiert mit Überschuss bei 2,2 Mrd. Euro, die Dienstleistungsbilanz weist plus 0,5 Mrd. Euro aus, die Einkommensbilanz ist mit 2,8 Mrd. Euro defizitär, die Transferbilanz mit minus 5,2 Mrd. Euro ebenso.

Bei der Produktion im Baugewerbe wurde im Eurozone-Bereich im Monat Juni ein Absinken um 1,1 Prozent registriert. Die Vormonatsproduktion wurde bei -2,0 Prozent belassen. Auf Jahresbasis gab die Bauproduktion um 8,6 Prozent nach -7,6 Prozent (wertberichtigt von -8,0 Prozent) nach.
In der gesamten EU ergab der Berichtsmonat minus 3,3 Prozent nach zuletzt -2,5 Prozent (von -2,7 Prozent nach oben wertberichtigt). Der Vergleich zum entsprechendem Monat des Vorjahres liefert ein Fallen um 14,1 Prozent nach zuvor -9,4 Prozent (von -9,6 Prozent nach oben wertberichtigt).   

Zum Weltwirtschaftsklimaindikator für Q3/2009: hier wurden 78,7 nach 64,4 im zweiten Quartal in die Bücher aufgenommen. Zur Ihrer Orientierung: im Jahr zuvor hatte der Wirtschaftsklimaindex noch bei 73,4 notiert.
Dabei liegt der Index, der die aktuelle Lage abbildet, bei 42,0 nach 38,4 im Quartal zuvor. Im entsprechendem Quartal des Vorjahres waren 85,8 gemessen worden. Der Indikator für die Erwartungen konnte auf 114,0 nach noch 89,5 in der Vorveröffentlichung anziehen. Dieser hatte im Vergleichsquartal des Vorjahres noch bei 61,4 gestanden.


Die deutschen Aktienmärkte sind gestern mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Leitindex DAX hat um 0,36 Prozent auf 5.231,98 Punkte nachgegeben. Der MDAX büsste 0,57 Prozent auf 6.398,81 Zähler ein. Der TecDAX schloss um 0,73 Prozent schwächer auf 686,88 Stellen.
Einiges an Bewegung kam bei den Automobilwerten auf. Die Porsche-Vorzüge kletterten um 3,73 Prozent auf 54,20 Euro. Die Stammaktien von Volkswagen brachen um 13,98 Prozent auf 145,99 Euro ein. Dagegen erhöhten sich die Vorzugspapiere aus dem gleichen Hause um 14,99 Prozent auf 68,42 Euro.
Festere Schlusskurse wurden bei den EUREX/Renten-Futures beobachtet. Der September-Bund-Kontrakt gewann 44 Ticks auf 122,53 Prozent. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,22 Prozent und 122,74 Prozent rund 645.290 Kontrakte die Hände gewechselt. Der September-BOBL-Future stieg um 28 Ticks auf 116,15 Prozent.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte konnten aufwerten. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average stand zum Handelsschluss um 0,66 Prozent höher auf 9.279,16 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 zog um 0,69 Prozent auf 996,46 Zähler an. An der Nasdaq schloss der Composite-Index um 0,68 Prozent fester auf 1.969,24 Stellen. Der Nasdaq 100 ging um 0,64 Prozent teuerer auf 1.596,61 Punkten aus dem gestrigen Handelstag.
Für Exxon Mobil brachte der gestrige Handel Zugewinne in Höhe von 2,27 Prozent auf 68,00 US-Dollar mit sich.
Die Papiere von Microsoft konnten einen kleinen Gewinn in Höhe von 0,25 Prozent auf 23,64 US-Dollar bis zum Handelsende retten.
Alcoa büssten starke 3,41 Prozent auf 12,48 US-Dollar ein.
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben fester tendiert. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent konnten um 14/32 auf 101-12/32 anziehen, ihre Rendite lag bei 3,46 Prozent. Der mit einem Zins von 4,500 Prozent verzinste Longbond kletterte um 1-2/32 auf 103-17/32, er rentierte mit 4,29 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen mit deutlichen Aufschlägen. Der Leitindex Nikkei-225 notiert mit einem starken Plus in der Nähe der 10,350.00-Zähler-Marke.

Eurozone-Leistungsbilanz defizitär, deutsche Aktienmärkte präsentieren sich mit Verlusten
Datum:   20.08.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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