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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
wir widmen zunächst etwas Zeit den gestern gemachten Wirtschaftsmeldungen bevor wir uns mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten beschäftigen.
Die Bekanntgabe der Zahlen zu den europäischen Auftragseingängen in der Industrie für Juli 2008 ergab, dass die Auftragseingänge in der Euro-Zone im Monatsvergleich um 1,0 Prozent nach zuvor -0,5 Prozent klettern konnten. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so sind die Auftragseingänge um 1,6 Prozent nach -7,2 Prozent gestiegen. Im gesamten Bereich der EU steigen diese um 2,3 Prozent nach zuletzt noch 0,0 Prozent im Monat zuvor. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so wurde ein Klettern um 2,8 Prozent nach zuvor -6,7 Prozent verzeichnet.
Für den US-amerikanischen State Street Investor Confidence Index wurde im September ein Ergebnis bei 70,7 registriert, nachdem der Index einen Monat zuvor noch bei 73,1 notiert hatte.
Die US-Equity-Märkte konnten sich erneut nicht halten und setzten ihre Reise nach unten fort. Die Händler sprachen vor allem vom Zweifel an dem angekündigten Rettungsplan. Wir möchten uns die Schlussstände gemeinsam anschauen: der Dow Jones Industrial Index gab um 1,47 Prozent auf 10.854,17 Punkte nach. Der marktbreite S&P-500-Index ging um 1,56 Prozent schwächer auf 1.188,22 Zählern aus dem Handel. An der Technologiebörse NASDAQ verlor der Composite-Index 1,18 Prozent auf 2.153,34 Punkte. Der NASDAQ 100 notierte beim Ertönen der Schlussglocke um 1,05 Prozent tiefer auf 1.648,40 Punkten. Die Schwächen der US-Automobilindustrie sind mittlerweile gravierend. Die Papiere von GM sanken um 7,43 Prozent auf 10,72 Dollar. Für Ford ging es etwas schwächer um 1,82 Prozent auf 4,86 Dollar nach unten. Die Anteilsscheine von Alcoa sanken um 4,51 Prozent auf 25,59 Dollar. Die US-Anleihen haben sich im späten Geschäft etwas freundlicher präsentiert. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 4,00 Prozent konnten um 4/32 auf 101-15/32 klettern, ihre Rendite betrug 3,82 Prozent. Der mit 4,50 Prozent verzinste Longbond stieg um 8/32 auf 101-17/32, er rentierte mit 4,40 Prozent.
Die deutschen Aktienmärkte haben sich erneut schwächer aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der deutsche Leitindex verlor 0,64 Prozent auf 6.068,53 Punkte. An Dax-Titeln auf Xetra wechselten rund 170,6 Mio. Aktien im Wert von rund 6,85 Mrd. Euro die Hände. Der MDAX mittelgroßer Werte sank um 3,03 Prozent auf 7.425,21 Punkte. Für den TecDAX ging es um 1,01 Prozent auf 735,05 Punkte runter. Sehr stark zeigten sich die Versorgerwerte. Die Aktien von RWE konnten um 1,74 Prozent auf 66,50 Euro klettern, die Papiere von E.ON verteuerten sich um 1,38 Prozent auf 34,63 Euro. Die Anteilsscheine der Deutschen Bank verloren 3,1 Prozent auf 53,82 Euro. Repräsentativ war es aber beim Blick auf die übrigen Finanzwerte nicht. Die deutschen Renten-Futures haben sich gut behauptet präsentiert. Der Dezember-Kontrakt des Bund-Futures konnte um 10 Ticks auf 113,40 Prozent steigen. In einer engen Tageshandelsspanne zwischen 113,21 Prozent und 113,67 Prozent haben rund 849.144 Kontrakte die Hände gewechselt. Der BOBL-Futures kletterte um 30 Ticks auf 108,60 Prozent.
Nippons Aktienmärkte zeigen sich zum Beobachtungszeitraum wenig verändert.
Der November-Kontrakt im Crude Oil büsste im gestrigen Handelsverlauf $2.76 oder 2.5 Prozent auf $106.61 ein.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, der Wirtschaftstag wird heute durch folgende Bekanntgaben geprägt, denen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte:
10:00 Uhr MEZ: Die Publikmachung der Zahlen zum deutschen ifo Geschäftsklimaindex für September 2008 findet um 10:00 Uhr statt. Die Marktteilnehmer erwarten den Index für September bei 94,0 nach zuvor 94,8. Für den Index zur aktuellen Lage ist im Vorfeld ein Ergebnis von 101,5 nach 103,2 im Vormonat angesetzt, während der Geschäftserwartungsindex mit 87,0 nach 87,0 erwartet wird.
Um die gleiche Uhrzeit erfolgt die Veröffentlichung der Leistungsbilanz der Eurozone für den Monat Juli 2008 durch die EZB. 16:00 Uhr: Die Anhörung des Vorsitzenden der US Federal Reserve Bank Ben Bernanke vor dem Wirtschaftsausschuss des US Congress und die Offenlegung der Zahlen zu den US-amerikanischen Verkäufen bestehender Häuser (Existing Home Sales) für August 2008 sind auf 16:00 Uhr angesetzt.
16:35 Uhr: Der Wirtschaftstag wird durch die Veröffentlichung des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US-amerikanischen Lagerhaltung abgerundet.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag.
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