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Hin- und Herziehen ohne Ergebnisse prägt zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Geschehen
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in den letzten Handelstag dieser Woche. Zunächst zu den gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen bevor wir uns mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten beschäftigen:


für den Monat September vorausberechnete GfK Konsumklimaindex ist mit 3,7 Punkten nach von 3,5 wertberichtigten 3,4 Punkten im Monat zuvor in die Bücher aufgenommen worden.
Bei dem Konjunkturerwartungsindex wurde ein Anstieg um 6,5 Punkte auf -7,5 verbucht. Der Einkommenserwartungsindex notiert bei 8,8 Punkten, was ein Klettern um 7 Zähler impliziert. Die Anschaffungsneigung fiel mit 31,1 um 6 Punkte besser aus. Eine weitere Aufhellung der deutschen Wirtschaft ist somit bestätigt worden.

Die Offenlegung der Zahlen zum Geldvolumen in der Eurozone für den Monat Juli 2009 ergab folgendes Ergebnis: die Geldmenge M3 hat im Juli-Jahresvergleich um 3,0 Prozent nach zuvor 3,6 Prozent angezogen, wobei hier von +3,5 Prozent wertberichtigt worden ist. Dabei notiert das Dreimonatsmittel des M3-Wachstums bei 3,4 Prozent nach zuletzt 4,1 Prozent.
Die Geldmenge M1 erhöhte sich im Berichtsmonat im Vorjahresvergleich um 12,2 Prozent nach +9,4 Prozent im Monat zuvor. Für den Dreimonatsdurchschnitt sind 9,8 Prozent verbucht worden.
Für die Kreditvergabe im privaten Sektor wurde gegenüber dem Vorjahr ein Klettern um 0,6 Prozent nach plus 1,5 Prozent im Vormonat notiert. Somit ist mit der gegenwärtigen Veröffentlichung das Dreimonatsmittel bei 1,3 Prozent gemessen worden.

Ein Nachgeben des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts wurde mit der vorläufigen Fassung im zweiten Quartal festgestellt und zwar um -1 Prozent, womit die offizielle Vorabschätzung von -1,0 Prozent bestätigt worden ist. Im Vorfeld war ein Rückgang um -1,4 bis -1,6 Prozent gemessen worden.
Nach offiziellen Angaben erhöhten sich die vorläufigen persönlichen Konsumausgaben um 2 Prozent. Das Ergebnis ist als gut zu werten.

Für die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten ein Klettern auf 570.000 verbucht. Im Vorfeld wurden 550.000 bis 565.000 neue Anträge nach zuvor gemessenen 580.000 erwartet. Hier war von 576.000 wertberichtigt worden.

Gute Nachrichten kamen aus dem US-amerikanischen Unternehmenssektor. Demnach sind die Unternehmensgewinne im Vergleich zum Vorquartal um 67,6 Mrd. US-Dollar geklettert. Bereits im Vorquartal konnten diese um 59,1 Mrd. US-Dollar erhöht werden.

Bezüglich der US-amerikanischen Erdgasvorräten, den Nat Gas Inventories, wurde in der letzten Woche ein Klettern um 54 Bcf auf 3.258 Bcf gemessen. Zur Ihrer Orientierung: im Jahr zuvor hatten diese bei 2.742 Bcf notiert.


Die deutschen Aktienmärkte haben gestern erneut an Boden verloren. Der Leitindex Dax schloss um 0,94 Prozent leichter auf 5.470,33 Punkten. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es um 1,17 Prozent auf 6.727,24 Zähler nach unten. Der TecDax verlor 0,85 Prozent auf 697,73 Stellen.
Besonders schwach waren die Automobilwerte. Die Anteilsscheine von Daimler verloren 2,7 Prozent auf 31,51 Euro. Die Titel von BMW brachen um 2,9 Prozent auf 31,67 Euro ein.
Gefragt waren dagegen die Versorger. Die Notierungen von E.ON standen zum Handelsschluss um 1,4 Prozent fester auf 29,83 Euro. RWE konnten um 1 Prozent auf 65,12 Euro anziehen.
An den EUREX/Renten-Märkten wurden ebenfalls niedrigere Schlusstände beobachtet. Der September-Bund-Kontrakt schloss um 27 Ticks niedriger auf 122,57 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,40 Prozent und 122,94 Prozent rund 620.385 Kontrakte umgesetzt. Der September-BOBL-Future sank um 6 Ticks auf 116,28 Prozent.

Mit leichten Aufschlägen haben sich die US-amerikanischen Aktienmärkte aus dem gestrigen Handel verabschiedet. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average kletterte um 0,39 Prozent auf 9.580,63 Punkte. Der S&P-500-Index verliess den Handel um 0,28 Prozent fester auf 1.030,98 Zählern. An der Nasdaq konnte der Composite-Index um recht überschaubare 0,16 Prozent auf 2.027,73 Stellen anziehen. Der Nasdaq 100 erhöhte sich um 0,24 Prozent auf 1.640,97 Punkte.
Die Meldung des Tages war wohl eine Zwei-Prozent-Übernahme an der Citigroup durch John Paulson. Ihre Notierungen zogen um 9,07 Prozent auf 5,05 US-Dollar an. Die Titel von JPMorgan konnten sich im Fahrwasser dieser Meldung um leichte 0,35 Prozent auf 43,45 US-Dollar verteuern.
Keine leichten Zeiten für Dell: das Unternehmen musste einen Einbruch des Umsatzes im zweiten Quartal um 22 Prozent auf 12,8 Milliarden US-Dollar bekannt geben, ausgewiesen wurde ein Quartalsgewinn in Höhe von 0,24 US-Dollar je Aktie. Die Dell-Titel wurden daraufhin mit einem Aufschlag von rund sieben Prozent belohnt.
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben sich reduziert. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent gaben um 7/32 auf 101-11/32 nach, ihre Rendite wurde mit 3,46 Prozent festgehalten. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond verlor 15/32 auf 104-20/32, er rentierte mit 4,23 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen etwas fester. Der Leitindex Nikkei-225 steht zum Beobachtungszeitpunkt oberhalb der Marke von 10,500.00 Punkten.



Hin- und Herziehen ohne Ergebnisse prägt zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Geschehen
Datum:   28.08.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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