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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
wir starten frisch und ausgeruht in den letzten Handelstag dieser Woche und widmen zunächst etwas Zeit den gestern gemachten Wirtschaftsmeldungen bevor wir mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den Vereinigten Staaten auf 455.000 geklettert. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld ein niedrigeres Ergebnis von 440.000 neuen Anträgen nach zuvor 445.000 erwartet.
Für die US-amerikanischen Frühindikatoren wurde im August ein erwartungskonformes Absinken um 0,5 Prozent registriert. Bitte beachten Sie, dass im Vormonat ein Minus in Höhe von 0,7 Prozent notiert worden war.
Der Philly Fed Index liegt im Monat September bei 3,8. Die Marktteilnehmer hatten diesen im Vorfeld im Bereich von -10 erwartet, nachdem er im Vormonat noch bei -12,7 gestanden hatte.
Die Bekanntgabe des wöchentlichen Erdgasberichts der Energy Information Administration zur US Lagerhaltung ergab, dass die US-amerikanischen Erdgasvorräte, die Nat Gas Inventories in der letzten Woche um 67 Bcf auf 2.972 Bcf gestiegen sind. Zur Ihrer Orientierung: In der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den Vereinigten Staaten um 58 Bcf geklettert, im Vorjahr hatten sie bei 3.114 Bcf notiert.
Die US-Notenbank hat über einen Ein-Tages-Tender 50 Milliarden Dollar in den Geldmarkt geleitet.
Die US-Equity-Märkte haben mit guten Gewinnen geschlossen. Der Dow Jones Industrial konnte zum Handelsende ein Plus in Höhe von 3,86 Prozent auf 11.018,80 Zählern vorweisen. Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 4,27 Prozent auf 1.205,71 Punkte. An der NASDAQ konnte sich der Composite-Index um 4,78 Prozent auf 2.199,10 Punkte besser stellen. Für den NASDAQ 100 ging es um 3,98 Prozent auf 1.697,42 Punkte in Richtung Norden. Die Aktien von Wachovia konnten um 58,99 Prozent auf 14,50 US-Dollar zulegen. Die Anteilsscheine von Palm stiegen um 17,75 Prozent auf 8,49 US-Dollar. Und schließlich Lehman Brothers: hier ging es um weitere 52,67 Prozent auf 0,14 Dollar nach unten. Die US-Anleihen haben sich im späten Geschäft schwach präsentiert. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 4,00 Prozent gaben um 1-7/32 auf 103-21/32 nach, ihre Rendite lag bei 3,56 Prozent. Der mit 4,50 Prozent verzinste Longbond verlor 2-1/32 auf 105-8/32, er rentierte mit 4,19 Prozent.
Die deutschen Aktienmärkte haben sich am gestrigen Handelstag uneinheitlich präsentiert. Der DAX konnte leicht um 0,04 Prozent auf 5.863,42 Punkte zulegen, wobei man anmerken muss, dass ein Großteil der gestrigen Bewegung auf das Haussieren der VW-Aktie zurückzuführen ist. Dabei haben in Dax-Titeln auf Xetra rund 275,4 Mio. Aktien im Wert von rund 12,48 Mrd. Euro die Hände gewechselt. Für den MDAX mittelgroßer Werte ging es um 1,04 Prozent auf 7.419,80 Punkte nach unten. Der TecDAX notierte zum Handelsende um 0,05 Prozent im Minus auf 712,04 Punkten. Die Anteilsscheine von Volkswagen kletterten um 26,57 Prozent auf 304,00 Euro. Was hinter der Marktbewegung steckt, dies weiß der Käufer. Die Aktien der Allianz verloren 5,53 Prozent auf 89,40 Euro. Die deutschen Renten-Futures haben sich etwas leichter aus dem gestrigen Handel verabschiedet. Der Dezember-Kontrakt des Bund-Futures gab um 78 Ticks auf 114,85 Prozent nach. In einer Tageshandelsspanne zwischen 114,83 Prozent und 115,58 Prozent haben rund 948.644 Kontrakte die Hände gewechselt. Der BOBL-Futures verlor 83 Ticks auf 109,25 Prozent.
Nippons Börsen haben sich gestern schwach gezeigt. Der Nikkei-225 büsste 2,2 Prozent oder 160 Stellen auf 11.489 Punkte ein. Für den marktbreiten Topix ging es um 2,1 Prozent oder 24 Punkte auf 1.0981.121 Stellen runter. Dabei standen die Finanz- und Exportwerte im Fokus der Leerverkäufer. Die Anteilsscheine von Sumitomo Mitsui Financial Group verloren 6,6 Prozent auf 582.000 Yen. Noch schlimmer erwischte es Sony, dessen Notierungen um 8,7 Prozent auf 3.270 Yen nachgaben. Heute morgen tendiert Nikkei-225 zum Beobachtungszeitraum um 393,32 Stellen oder 3,42 Prozent fester bei 11.882,62 Punkten außerordentlich gut im Plus.
Der Oktober-Kontrakt im Crude Oil konnte gestern um 72 Cents auf $97.88 pro Barrel zulegen.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, der Wirtschaftstag wird heute durch folgende Bekanntgaben geprägt, denen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte:
08:00 Uhr MEZ: Die Publikmachung der Zahlen zu den deutschen Erzeugerpreisen für August 2008 findet um 08:00 Uhr statt.
Bitte beachten Sie zudem, dass heute der Große Verfallstag, auch Dreifacher Hexensabbat genannt, ist, an dem der Verfall zahlreicher derivativer Instrumente an den internationalen Terminbörsen angesetzt ist und dass es aus diesem Grund zu sehr starken und abrupten Marktbewegungen kommen kann.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein angenehmes und erholsames Wochenende.
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