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Ifo Geschäftsklimaindex bringt keine Erleuchtung, sondern fordert das Offenkundige ans Tageslicht
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir werfen wie gewohnt einen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.


Für den ifo Geschäftsklimaindex der Bundesrepublik wurde für September ein Ergebnis von 91,3 gemessen, nachdem der Wert des Vormonats noch bei 90,5 notiert hatte. Im Vorfeld wurde der Index im Bereich von 92 erwartet.
Bezüglich der Geschäftslage wurde der entsprechende Index bei 87,0 nach 86,2 in die Bücher aufgenommen, hinsichtlich der Geschäftserwartung wurden 95,7 nach 95 im Vormonat bekannt gegeben. Die offiziellen Stellen sprachen von einer Erholung und vermieden den Ausdruck des Aufschwungs.

Bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten ein unerwartetes Absinken auf 530.000 festgehalten. Die Volkswirte hatten im Vorfeld auf ein Ergebnis in der Range 550.000-560.000 gesetzt, nachdem zuvor 551.000 neue Anträge notiert worden waren (wertberichtigt von 545.000).

Ein moderates Fallen auf 5,1 Mio. wurde nach dem erfreulichen Anstieg der letzten Berichtsperioden bei der Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe im August vermerkt. Hier hatte man im Vorfeld auf ein Bereich von 5,2 bis 5,35 Mio. gesetzt, nachdem im Vormonat 5,24 Mio. Häuser veräussert worden waren.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte wurden in der letzten Woche um 67 Bcf auf 3.525 Bcf gesteigert. Bereits in der Woche zuvor wurde ein Klettern der Bestände um 66 Bcf verbucht, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten diese noch bei 3.016 Bcf notiert.

    
Erheblich bröckelnde Notierungen wurden gestern an den deutschen Aktienmärkten festgehalten. Der Leitindex Dax verliess den Handel um 1,70 Prozent leichter auf 5.605,21 Punkten. Der MDax verbilligte sich um 2,10 Prozent auf 7.205,88 Zählern. Der TecDax büsste 2,33 Prozent auf 746,05 Stellen ein.
Sehr schwach haben die Anteilsscheine der Deutschen Bank geschlossen, hier erhielt man zum Handelsschluss 2,82 Prozent weniger als zum Beginn der gestrigen Handelssession, zuletzt standen 51,83 Euro auf den Anzeigetafeln der Frankfurter Börse.
Die Infineon-Aktien brachen regelrecht ein, hier schlug ein Verlust in Höhe von 5,36 Prozent auf 3,53 Euro zu Buche.
Die Notierungen von Salzgitter verloren 2,61 Prozent auf 69,13 Euro.
Die EUREX/Renten-Futures haben sich unter hohem Volumendruck fester entwickelt. Der Dezember-Bund-Kontrakt wertete um 25 Ticks auf 121,06 Prozent auf. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,66 Prozent und 121,22 Prozent rund 873.704 Kontrakte gehandelt. Der Dezember-Bobl schloss um 9 Ticks fester auf 115,33 Prozent.

Schwache Schlusskurse wurden auch von den US-amerikanischen Aktienmärkten vernommen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average gab um 0,42 Prozent auf 9.707,44 Punkte nach. Der S&P-500 rutschte um 0,95 Prozent auf 1.050,78 Zähler nach unten. An der Nasdaq büsste der Composite-Index 1,12 Prozent auf 2.107,61 Stellen ein. Nasdaq 100 schloss um 0,84 Prozent leichter auf 1.709,76 Punkten.
Die Titel des Softwareherstellers Red Hat konnten aufgrund von gut ausgefallenen Zahlen um 12,34 Prozent auf 27,95 US-Dollar zulegen.
Für Microsoft ging es um 0,86 Prozent auf 25,94 US-Dollar ebenfalls nach oben.
Die US-Kreditmärkte haben sich gestern fester entwickelt. Die zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent kletterten um 13/32 auf 102-4/32, ihre Rendite wurde mit 3,37 Prozent angegeben. Der mit 4,500 Prozent  versehene Longbond stieg um 17/32 auf 105-21/32, er rentierte mit 4,17 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte sind sehr schwach aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Nikkei-225 verlor 2,64 Prozent auf 10.265,98 Punkte. Der marktbreite TOPIX büsste starke 2,90 Prozent auf 922,67 Zähler ein.


Ifo Geschäftsklimaindex bringt keine Erleuchtung, sondern fordert das Offenkundige ans Tageslicht
Datum:   25.09.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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