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Industrieauftragseingänge in der Euro-Zone geben “überraschend” nach, Bernanke nennt den Verbraucherschutz als einen neuen Eckpfeiler...
...US-amerikanischen Notenbank.


Zürich/Frankfurt/New York/Tokio



Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und erholt in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns wie gewohnt einen gemeinsamen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor wir uns mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten beschäftigen.


Auf Monatsbasis ist für die Auftragseingänge der Industrie in der Euro-Zone im Monat Mai ein unerwartetes Absinken um 0,2 Prozent nach zuvor verbuchten minus 0,7 Prozent gemessen worden (wertberichtigt von -1,0 Prozent). Im Vorfeld wurden hier plus 2 Prozent erwartet. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so sind die Auftragseingänge um 30,1 Prozent nach zuvor -35,3 Prozent eingebrochen (wertberichtigt von -35,5 Prozent).
Für den gesamten Bereich der EU ist auf Monatsbasis ein Anstieg der Auftragseingänge um 0,9 Prozent nach zuletzt -1,7 Prozent ins Buch aufgenommen worden (wertberichtigt von -0,5 Prozent). Auf Jahresbasis ist ein Einbruch um 28,0 Prozent nach -34,8 Prozent festgehalten worden, wobei hier von -35 Prozent wertberichtigt worden ist.

Für die Woche zum 17. Juli ist ein saisonbereinigter Anstieg bezüglich der Zahl der Hypothekenanträge verbucht worden. Der Index kletterte im Vergleich zur Vorwoche um 2,8 Prozent auf 528,9 Stellen. Zur Ihrer Orientierung: zu Beginn des Jahres hatte dieser noch bei 1.324,8 Zählern notiert.
Der Teilindex, der die Neuanträge zum Kauf von Häusern angibt, konnte um 1,3 Prozent auf 262,1 Punkte zulegen, der Subindex, der die Refinanzierung bestehender Kredite abbildet, stieg um 4,0 Prozent auf 2.089,7 Zähler.
Nach Angaben der MBA notiert der effektive Zinssatz für 30-jährige Hypotheken bei 5,55 Prozent und spiegelt somit ein Klettern um 26 Basispunkte gegenüber dem Ergebnis der Vorwoche.

Ben Bernanke hat neben der Vollbeschäftigung und der Preisstabilität nun auch den Verbraucherschutz als den dritten Eckpfeiler der Hauptaufgaben der Fed aufgeführt. Der Notenbankchef unterstrich noch einmal die Bedeutung der Notenbankunabhängigkeit. Wir erinnern uns: Obama übertrug der Notenbank weitere Rechte vor kurzer Zeit, das Übertragen von weiteren Rechten und Zuständigkeiten ist im Zuge der kommenden Reformen geplant. Des Weiteren nannte Bernanke das Fortandauern des niedrigen Zinsniveaus, was aber bereits eingepreist sein dürfte.

Endlich einmal einer, der die gleiche Meinung vertritt: Harry Dent hat eine tiefe Depression vorausgesagt. Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: http://www.welt.de/finanzen/article4166706/Boersenprophet-sagt-grosse-Depression-voraus.html  Nota bene, das Dosenovic-3-Phasen-Modell: Phase 1: zuerst steht es in den Zeitungen, um die Bevölkerung darauf zu vorbereiten; Phase 2: Abwehr, Anfeindungen von Seiten der Rosaroten-Brillen-Fraktion; Phase 3: Eintritt, Abfinden mit der Realität. 


Uneinheitliche Schlussstände an den deutschen Aktienmärkten: der Leitindex DAX kletterte um 0,54 Prozent auf 5.121,56 Punkte. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,81 Prozent auf 6.040,86 Zähler in den Keller. Der TecDAX verlor 0,61 Prozent auf 664,07 Stellen.
Für die Anteilsscheine von SAP ging es um 2,17 Prozent auf 31,08 Euro nach oben.
Die deutschen Rentenmärkte haben sich schwächer präsentiert. Der September-Bund-Kontrakt verlor 27 Ticks auf 121,16 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,04 Prozent und 121,70 Prozent rund 686.263 Kontrakte umgesetzt. Der Bobl mit der gleichen Laufzeit schloss um 16 Ticks schwächer auf 115,74 Prozent.

An den US-amerikanischen Aktienmärkten bröckeln die Kurse ein wenig. Nota bene: das kann noch eine ganze Weile so weiter gehen. Kennen Sie die Situation, in der Sie genau wissen, dass etwas nicht stimmt und das es so nicht weitergehen kann, aber Sie verschliessen die Augen vor der Realität, weil Sie den Schmerz nicht ertragen können, wenn Sie wieder wach sind? Das ist momentan an der Aktienmärkten los. Hiermit oute ich mich als überzeugter Bär. Aber: wir warten noch. Bluten sollen die anderen um herauszufinden, wann der richtige Zeitpunkt zum Einsteigen ist. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average büsste 0,39 Prozent auf 8.881,26 Punkte ein. Der marktbreite S&P-500 ging um 0,05 Prozent schwächer auf 954,07 Zählern aus dem Handel. An der NASDAQ konnte der Composite-Index Gewinne in Höhe von 0,53 Prozent auf 1.926,38 Stellen verbuchen. Der NASDAQ 100 stieg um 0,77 Prozent auf 1.565,00 Punkte.
Die Notierungen von Eli Lilly sanken um 1,92 Prozent auf 33,79 US-Dollar. 
Die Titel von Apple zogen um 3,39 Prozent auf 156,74 US-Dollar an. 
Die US-amerikanischen Kreditmärkte haben leichter tendiert. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent verloren 8/32 auf 96-24/32, ihre Rendite lag bei 3,52 Prozent. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond sank um 19/32 auf 97-1/32, er rentierte mit 4,43 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte sind höher aus dem Handel hervorgegangen. Der Leitindex Nikkei-225 stieg um 69.78 Punkte auf 9,792.94 Stellen. Der marktbreite verteuerte sich um 0.2 Prozent auf 908.69 Zähler.


Es folgen nun die Devisenhandelsstrategien, die mit grosser Sorgfalt für Sie erstellt werden. Das Forexone-Team wünscht Ihnen einen angenehmen Handelstag.


Industrieauftragseingänge in der Euro-Zone geben “überraschend” nach, Bernanke nennt den Verbraucherschutz als einen neuen Eckpfeiler...
Datum:   23.07.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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