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IWF spricht vom schwersten wirtschaftlichen Abschwung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

zunächst erfolgt wie gewohnt ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor im nachfolgenden mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.

Für die Leistungsbilanz in der gesamten EU brachte die zweite Veröffentlichung für das vierte Quartal ein defizitäres Ergebnis in Höhe von 57,3 Mrd. Euro ans Tageslicht. Zur Ihrer Orientierung: im vorangegangenen Quartal lag das Defizit bei 67,4 Mrd. Euro, betrachtet man den Vergleichsquartal des Vorjahres, so wurden damals 21,6 Mrd. Euro ausgewiesen.
Ein Überschuss konnte mit der Dienstleistungsbilanz der EU im vierten Quartal mit der zweiten Veröffentlichung ausgewiesen werden. Dieser bewegt sich bei 17,1 Mrd. Euro, nachdem im Vorquartal noch ein Überschuss von 18,5 Mrd. Euro gemessen worden ist. Nota bene: im Vergleichsquartal des Vorjahres wurde ein Plus in Höhe von 21,4 Mrd. Euro verbucht.

Zu dem öffentlichen Defizit in der Euro-Zone: dieses notiert bei 1,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nachdem noch 0,6 Prozent in 2007 gemessen worden sind. Auch sei die Verschuldung auf 69,3 Prozent des BIP nach zuvor 66,0 Prozent geklettert.
Im gesamten EU-27-Raum betrage das öffentliche Defizit 2,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nach 0,8 Prozent im Jahr zuvor. Hier sei die Verschuldung auf 61,5 Prozent des BIP nach im Vorjahr gemessenen 58,7 Prozent im geklettert.

Der Internationale Währungsfonds sprach in seinem World Economic Outlook vom schwersten Abschwung der Weltwirtschaft seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Zudem rechne das Institut im diesen und im kommenden Jahr mit einer nur schwachen Erholung. Für Deutschland werden minus 5,6 Prozent in diesem Jahr angenommen, so dass die Rezession erheblich problematischer als zuvor prognostiziert ausfallen dürfte.
Eine deutliche Revision bezüglich der Einschätzung der Schrumpfung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts für 2009 wurde ebenfalls vorgenommen. Hier sprach man von 1,3 Prozent, im Vorfeld wurden 0,5 Prozent erwartet.


Die deutschen Aktienmärkte sind gestern erneut fester aus dem Handelstag gegangen. Der deutsche Leitindex legte um 2,06 Prozent auf 4.594,42 Punkte zu. Der MDAX der mittelgroßen Werte kletterte um 2,29 Prozent auf 5.220,18 Zähler. Der Technologieindex TecDAX verteuerte sich um 2,89 Prozent auf 564,98 Stellen.
Die Anteilsscheine der Münchener Rück gaben um 0,67 Prozent auf 103,75 Euro nach.
Für die Titel der Postbank ging es um 7,87 Prozent auf 15,07 Euro nach oben.
Die deutschen Renten-Märkte haben sich gestern leichter präsentiert. Der Juni-Kontrakt auf den Bund-Future sank um 56 Ticks auf 122,29 Prozent. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,23 Prozent und 123,28 Prozent rund 850.143 Kontrakte die Hände gewechselt. Deutliche Abschläge prägten auch den Handel bei dem Juni-Bobl, dieser reduzierte sich um 41 Ticks auf 115,43 Prozent.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben vorwiegend leichter geschlossen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average büsste 1,04 Prozent auf 7.886,57 Punkte ein. Der marktbreite S&P-500 verlor 0,77 Prozent auf 843,55 Zähler. An der NASDAQ schloss der Composite-Index mit leichtem Plus in Höhe von 0,14 Prozent auf 1.646,12 Stellen. Der Auswahlindex NASDAQ 100 konnte jedoch um 0,50 Prozent auf 1.335,72 Punkte steigen.
Die Papiere von ExxonMobil sanken um 2,23 Prozent auf 64,75 US-Dollar nach unten.
Die Notierungen von Morgan Stanley verloren 8,97 Prozent auf 22,44 US-Dollar.
Die US-amerikanischen Staatsanleihen sind gestern schwächer aus dem Handel gegangen. Die zehnjährigen mit einem Kupon von 2,750 Prozent büssten 9/32 auf 98-13/32 ein, ihre Rendite betrug 2,94 Prozent. Der mit 3,500 Prozent verzinste Longbond gab um 1-1/32 auf 94-17/32 nach, er rentierte mit 3,81 Prozent.  
 
Die japanischen Aktienmärkte tendieren heute morgen zum Beobachtungszeitpunkt fester.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


IWF spricht vom schwersten wirtschaftlichen Abschwung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs
Datum:   23.04.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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