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Japanische Einzelhandelsumsätze brechen stark ein
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in den letzten Handelstag dieser Woche. Lassen Sie uns zunächst gemeinsam einen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor wir mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.

Der für nächsten Monat vorausberechnete GfK Konsumklimaindex ist bei 2,4 Punkten nach wertberichtigten 2,5 Punkten im Monat zuvor ermittelt worden.
Der Konjunkturerwartungsindex gab im Berichtsmonat um 4,9 Punkte auf -32,8 Zähler nach. Der Index für die Einkommenserwartung notiert um 0,4 Punkte schwächer bei -11,4 Punkten. Die Anschaffungsneigung sank von 14,6 Punkten auf 13,9 Punkte.

Die Bekanntgabe der Zahlen zum Geldvolumen in der Eurozone für Februar 2009 ergab, dass die Geldmenge M3 im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent nach zuvor 6,0 Prozent gefallen ist. Hier ist von 5,3 Prozent wertberichtigt worden. Das Dreimonatsmittel des M3-Wachstums notiert bei 6,5 Prozent nach 7,1 Prozent.
Für die Geldmenge M1 ist im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 6,3 Prozent nach +5,1 Prozent im Monat zuvor ermittelt worden. Hier lag der Durchschnitt der letzten drei Monate bei 4,9 Prozent.
Die Kreditvergabe im privaten Sektor hat gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent nach +5,0 Prozent im Vormonat abgenommen. Hier notiert das Dreimonatsmittel bei 5,0 Prozent.

Bei dem US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der endgültigen Fassung zum vierten Quartal ein Fallen um 6,3 Prozent ermittelt worden. Nota bene: hier wurde die vorläufige Fassung von - 6,2 Prozent nach unten wertberichtigt. Im Vorquartal hatte das Wachstum bei -0,5 Prozent notiert.

Ein Anstieg wurde bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten auf 652.000 ermittelt. Im Vorfeld waren 650.000 neue Anträge nach zuvor 644.000 erwartet worden, wobei hier von 646.000 wertberichtigt worden ist.

Für die US-amerikanischen Erdgasvorräte, die Nat Gas Inventories ist in der letzten Woche ein Klettern um 3 Bcf auf 1.654 Bcf festegestellt worden. Zur Ihrer Orientierung: in der Woche zuvor waren die Bestände um 30 Bcf gesunken, im Vorjahr hatten sie bei 1.282 Bcf notiert.

Bei den japanischen Einzelhandelsumsätzen ist im Februar der stärkste Einbruch seit dem Jahr 2002 festgestellt worden. Die Umsätze sackten im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,8 Prozent nach unten ab.


Die deutschen Aktienmärkte sind erneut fester aus dem Handel gegangen. Der deutsche Leitindex konnte um 0,85 Prozent auf 4.259,37 Punkte zulegen. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,09 Prozent auf 4.533,37 Stellen nach oben. Der TecDAX schloss um 3,84 Prozent höher auf 489,14 Zählern.
Die Anteilsscheine von Volkswagen konnten sich um 7,61 Prozent auf 255,00 Euro verteuern.
Der zweite Wert, der die positive Stimmung anführte, war die Commerzbank. Ihre Aktien sprangen um 6,54 Prozent auf 4,07 Euro nach oben.
An den EUREX/Renten-Märkten wurde eine freundliche Tendenz festgestellt. Der Juni-Future-Kontrakt auf den Bund konnte um 33 Ticks auf 123,16 Prozent zulegen. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,53 Prozent und 123,30 Prozent rund 534.558 Kontrakte die Hände gewechselt. Der BOBL-Future kletterte um 17 Ticks auf 115,75 Prozent.
 
Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben fester geschlossen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average stieg um 2,25 Prozent auf 7.924,56 Punkte. Der marktbreite S&P-500 ging um 2,33 Prozent fester auf 832,86 Stellen aus dem Handel. An der NASDAQ verteuerte sich der Composite-Index um 3,80 Prozent auf 1.587,00 Punkte. Für den NASDAQ 100 ging es um 3,61 Prozent auf 1.281,30 Zähler nach oben.
Auf dem Weg zum Pennystock befinden sich die Anteilsscheine der American International Group. Sie verloren 8,33 Prozent auf 1,10 US-Dollar.
Sehr erfreulich dagegen war die Entwicklung bei General Motors, für dessen Notierungen es um 14,05 Prozent auf 3,41 US-Dollar nach oben ging. Hier stützten die Hoffnungen auf weitere Finanzspritzen von Seiten der US-Regierung für die schwer angeschlagene US-amerikanische Automobilbranche.
Die US-amerikanischen Staatsanleihen haben sich fester aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Dabei konnten die zweijährigen Anleihen um 3/32 Punkte auf 99 30/32 Punkte klettern, ihnen wurde eine Rendite in Höhe von 0,899 Prozent zugewiesen. Fünfjährige Anleihen stiegen um 9/32 Punkte auf
99 25/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 1,791 Prozent. Die zehnjährigen Anleihen schlossen um 13/32 Punkte auf 100 2/32 Punkten fester, sie rentierten mit 2,740 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren konnten um 1 17/32 Punkte auf 97 6/32 Punkte zulegen, sie rentierten mit 3,654 Prozent.

Der japanische Leitindex hat den letzten Handelstag dieser Woche knapp behauptet verlassen. Er verlor leichte 0,11 Prozent. Gegen den Trend entwickelten sich die Aktien von Honda mit einem Plus in Höhe von 3,8 Prozent.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein angenehmes Wochenende. 


Japanische Einzelhandelsumsätze brechen stark ein
Datum:   27.03.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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