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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
zunächst erfolgt wie gewohnt ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor wir mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.
Für den deutschen Großhandelsumsatz wurde im Februar gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ein nominales Fallen um 14,9 Prozent, real um 12,2 Prozent nach zuvor -15,8 Prozent bzw. -11,1 Prozent gemessen. Zieht man den kalender- und saisonbereinigten Vergleich zum Monat zuvor hinzu, so blieb der Umsatz des Großhandels nominal unverändert. Real wurde ein Nachgeben um 1,1 Prozent gemessen, nach bereits verbuchten minus 3,5 Prozent bzw. -2,4 Prozent im Monat zuvor.
Bei der Zahl der Arbeitslosen ist in der Bundesrepublik Deutschland im März ein Rückgang um 34.000 auf 3,586 Mio. gemessen worden. Nota bene: das sind 78.000 mehr als im Vorjahr. Demnach ist die Arbeitslosenquote im März auf 8,6 Prozent gestiegen, nachdem sie im Monat zuvor noch bei 8,5 Prozent gestanden hatte.
Zu der offiziellen Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone: für den März geht man einer Jahresteuerung in Höhe von 0,6 Prozent aus, nachdem im Monat zuvor die Jahresteuerung bei 1,2 Prozent verbucht worden ist.
Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex wurde für März bei einem Stand von 31,4 festgehalten. Im Vorfeld wurde dieser im Bereich von 34,2 bis 36,0 erwartet, nachdem er im Monat zuvor noch bei 34,2 notiert hatte.
Bei dem US-amerikanischen Vertrauensindex (Consumer Confidence) ist im April ein Ergebnis bei 26,0 gemessen worden. Erwartet wurde der Index im Vorfeld im Bereich von 27 bis 28, nachdem er im Monat zuvor noch bei 25,3 gelegen hatte. Nota bene: hier ist von 25 wertberichtigt worden.
Der Tankan-Bericht hat im ersten Quartal ein Rekord-Minusergebnis ans Tageslicht gefördert. Er gab auf minus 58 Punkte nach, nachdem er im Vorquartal bei minus 24 Punkten gelegen hatte. Nota bene: es handelt sich um den tiefsten Indexstand seit dem Beginn der Datenreihe. Nach Aussagen von befragten Unternehmen sei die Lage insbesondere in der Automobilbranche ernst, aber auch der elektronische Maschinenbau und der Sektor der Eisen- und Stahlverarbeitung seien stark betroffen.
Die deutschen Aktienmärkte haben sich erheblich fester aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der deutsche Leitindex konnte um 2,39 Prozent auf 4.084,76 Zähler zulegen. Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann 2,45 Prozent auf 4.426,37 Punkte hinzu. Der TecDAX schloss um 2,16 Prozent teurer auf 479,91 Stellen. Sehr erfreulich war die Verteuerung von ThyssenKrupp um 7,51 Prozent auf 13,17 Euro. Zudem haben sich die Bankwerte sehr stark präsentiert. Die Anteilsscheine der Commerzbank kletterten um 7,77 Prozent auf 4,02 Euro nach oben. Die Papiere der Deutschen Bank stiegen um 4,48 Prozent auf 30,30 Euro. Die EUREX/Renten-Märkte haben freundlich tendiert. Der Juni-Future-Kontrakt auf den Bund konnte um 35 Ticks auf 124,46 Prozent steigen. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 123,92 Prozent und 124,56 Prozent rund 518.707 Kontrakte die Hände gewechselt. Der BOBL-Future kletterte um 20,5 Ticks auf 116,61 Prozent. An den US-amerikanischen Aktienmärkten verpuffte die Euphorie etwas bis zum Börsenschluss. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average konnte ein Plus in Höhe von 1,16 Prozent auf 7.608,92 Punkten halten. Der S&P-500 schloss um 1,31 Prozent fester auf 797,87 Stellen. An der NASDAQ ging es für den Composite-Index um 1,78 Prozent auf 1.528,59 Zähler nach oben. Der NASDAQ 100 kletterte um 1,33 Prozent auf 1.237,01 Stellen. Die Anteilsscheine des Aluminiumkonzerns Alcoa verteuerten sich um 9,72 Prozent auf 7,34 US-Dollar. Unter den übrigen Gewinnern waren vor allem die Banken zu finden und vor diesem Hintergrund soll man die momentane Lage auch bewerten. An dieser Stelle sein an die Bank of America mit einem Zugewinn in Höhe von 13,10 Prozent auf 6,82 US-Dollar hingewiesen. Die US-amerikanischen Staatsanleihen sind erneut fester aus dem Handel gegangen. Die zweijährigen Anleihen kletterten um 1/32 Punkte auf 100 3/32 Punkte, ihnen wurde eine Rendite in Höhe von 0,812 Prozent zugewiesen. Fünfjährige Anleihen stiegen um 6/32 Punkte auf 100 10/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 1,680 Prozent. Für die richtungweisenden zehnjährigen Anleihen ging es um 6/32 Punkte auf 100 15/32 Punkte nach oben, sie rentierten mit 2,695 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren konnten um 22/32 Punkte auf 98 27/32 Punkte zulegen, ihre Rendite lag bei 3,562 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte sind trotz des miserablen Tankan-Berichts sehr fest aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225 schloss um 3,0 Prozent höher auf 8.352 Punkten. Der marktbreite Topix stieg um 2,6 Prozent auf 794 Zähler.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag.
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