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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
wir starten frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns an dieser Stelle zunächst einen gemeinsamen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen.
Weitere 800 Milliarden Yen oder 5,3 Milliarden Euro wurden von der japanischen Zentralbank in den Markt gepumpt und somit für zusätzliche Liquidität gesorgt. Die Bank of Japan versucht den Mechanismen entgegenzuwirken, die dadurch ihre Wirkungen entfalten, da die Bereitschaft der Banken sich einander Geld zu leihen stark abgenommen hat.
Für die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wurde im September ein saisonbereinigtes Ergebnis um -29.000 auf 3,081 Mio. verbucht. Ohne die Bereinigung ergibt sich ein Absinken um 3,6 Prozent auf 3,081 Mio.
Für die offizielle Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone wurde für September eine Jahresteuerung in Höhe von 3,6 Prozent veranschlagt. Im Vormonat notierte diese bei 3,8 Prozent.
Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex ist überraschend gut ausgefallen und notiert im September bei 56,7. Im Vorfeld wurde dieser im Bereich von 53 bis 54 erwartet, nachdem er im Vormonat noch bei 57,9 gestanden hatte.
Für den US-amerikanischen Vertrauensindex wurde im September ein Ergebnis bei 59,8 veröffentlicht (Erwartet wurden 55,0.). Im Monat zuvor lag dieser bei 58,5. Damit wurde die ursprüngliche Veröffentlichung von 56,9 nach oben wertberichtigt.
Jean-Claude Trichet hob die Bedeutung einer engen länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Notenbanken hervor. Des Weiteren unterstrich Trichet, dass sich die Geldpolitik der Preisstabilität auf mittlere Sicht unterzuordnen habe, während man mit der Liquiditätspolitik versuche, die Geldmarktsätze in der Nähe des Leitzins zu stabilisieren.
Die US-Aktienmärkte konnten sich nach einem sehr volatilen Handelsverlauf mit Gewinnen aus dem gestrigen Handelstag verabschieden. Der Dow Jones Industrial Average legte um 4,68 Prozent auf 10.850,66 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte beim Ertönen der Schlussglocke um 5,27 Prozent teurer auf 1.164,72 Zählern. An der Technologiebörse Nasdaq kletterte der Composite-Index um 4,97 Prozent auf 2.082,33 Stellen. Der NASDAQ 100 stieg um 5,91 Prozent auf 1.584,60 Punkte. Die Anteilsscheine der Citigroup kletterten um 15,55 Prozent auf 20,51 US-Dollar, hier werteten die Händler den Kauf vieler Segmente der US-Bank Wachovia als einen strategischen Gewinn für die Finanzunternehmung. Die Papiere von Bank Wells & Fargo konnten aufgrund der stabilen Bilanz um 12,87 Prozent auf 37,53 Dollar US-Dollar klettern. Die Aktien von Morgan Stanley gewannen 9,58 Prozent auf 23 US-Dollar. Die US-Anleihen haben ihre Vortagesgewinne wieder abgegeben. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 4,00 Prozent gaben 2-3/32 auf 101-13/32 nach, ihre Rendite lag bei 3,83 Prozent. Der mit 4,50 Prozent verzinste Longbond verlor 3-15/32 auf 103-4/32, er rentierte mit 4,31 Prozent.
Die deutschen Aktienmärkte konnten sich gestern etwas stabilisieren, doch die Vortagesverluste wurden nicht wettgemacht. Der deutsche Leitindex DAX kletterte um 0,41 Prozent auf 5.831,02 Punkte. Über das elektronische Handelssystem Xetra wechselten insgesamt 264,9 Mio. Aktien im Wert von rund 7,96 Mrd. Euro. die Hände. Der MDAX mittelgroßer Werte rückte etwas stärker um 2,00 Prozent auf 6.956,77 Zähler vor. Der am Tag zuvor stark eingebrochene TecDAX notierte beim Handelsschluss lediglich um 1,54 Prozent höher auf 685,90 Zähler. Die Notierungen der Commerzbank schossen um 5 Prozent auf 10,40 Euro in den Keller. Was stark beunruhigend ist, ist die Verbilligung der Daimler-Aktien um 4,1 Prozent auf 35,40 Euro. Die Papiere von HRE erholten sich nach den sehr starken Vortagesverlusten um lediglich 17,9 Prozent auf 4,15 Euro. Die deutschen Rentenfutures haben sich schwächer aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der richtungweisende Dezember-Future auf den Bund verlor 98 Ticks auf 114,89 Prozent. In einer Tageshandelsspanne zwischen 114,76 Prozent und 115,94 Prozent wurde ein Volumen von 1.022.205 Kontrakten umgesetzt. Der BOBL-Future verlor 73,5 Ticks auf 109,72 Prozent.
Nippons Börsen haben sich gestern erneut schwächer aus dem Handelstag verabschiedet. Der Leitindex Nikkei-225 büsste 4,1 Prozent bzw. 484 Punkte auf 11.260 Zähler ein. Der marktbreite Topix sank um 3,6 Prozent bzw. 40 Punkte auf 1.087 Punkte. Der japanische Leitindex notiert zum Beobachtungszeitpunkt heute morgen in der Nähe der 11.430-Linie.
Der November-Kontrakt im Crude Oil konnte gestern um $4.27 oder 4.4 Prozent auf $100.64 steigen. Damit reagierte der Ölpreis auf die Wiederaufnahme der Gespräche um das Rettungspaket für die US-Wirtschaft.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf folgende Uhrzeiten, wenn die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgt:
08:00 Uhr MEZ: Hier ist die Bekanntgabe der Zahlen zum deutschen Einzelhandelsumsatz für August 2008 angesetzt.
09:55 Uhr: Die Offenlegung der Zahlen zum deutschen Einkaufsmanagerindex für September 2008 findet um 09:55 Uhr statt.
10:00 Uhr: Die Bekanntmachung der Leistungsbilanz der Eurozone für Oktober 2008 durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist auf 10:00 Uhr terminiert.
11:00 Uhr: Die Veröffentlichung der europäischen Zahlen zur Arbeitslosigkeit für August 2008 erfolgt eine Stunde später.
14:15 Uhr: Die Bekanntgabe der Zahlen zum US-amerikanischen ADP Arbeitsmarktbericht der Automatic Data Processing Inc. (ADP National Employment Report) für September 2008 findet um 14:15 Uhr statt. Erwartet wird ein Rückgang von 53.000, nachdem im Vormonat ein Absinken der Beschäftigtenzahl um 33.000 notiert worden ist. 16:00 Uhr: Die Offenlegung der Zahlen zum ISM Index des verarbeitenden Gewerbes (ISM Manufacturing Index) aus den Vereinigten Staaten für September 2008 erfolgt um 16:00 Uhr. Der Index wird im Bereich von 49,5 bis 50,1 Prozent erwartet, nachdem er einen Monat zuvor bei 49,9 Prozent gestanden hatte.
Um die gleiche Uhrzeit erfolgt die Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Bauausgaben (Construction Spending) für August 2008. Im Vorfeld wird ein Rückgang der US-Bauausgaben um 0,4 bis 0,5 Prozent nach noch -0,6 Prozent im Vormonat erwartet.
16:35 Uhr: Der Wirtschaftstag wird durch die Veröffentlichung des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US-amerikanischen Lagerhaltung abgerundet.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag.
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