Artikel » Handelsinstrumente
JPMorgan Chase schickt die amerikanischen Finanzwerte auf Talfahr
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio

 
 Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wir starten frisch und erholt in einen neuen Handelstag. Bevor wir uns den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten widmen, müssen wir ein wenig Zeit dem Studium der gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen widmen.

Die Erzeugerpreise der Industrie sind in der Euro-Zone im Oktober zum Vormonat um 0,6 % gestiegen nach zuvor +0,4 %. Im Jahresvergleich sind die Preise der Erzeuger in der Industrie um 3,3 % geklettert nach zuvor +2,7 %.
Im Bereich der gesamten EU sind die Erzeugerpreise der Industrie im Monatsvergleich um 0,9 % gestiegen nach zuvor +0,5 %. Im Jahresvergleich sind die Preise der Erzeuger in der Industrie um 3,5 % gestiegen nach zuvor +2,9 %.

Die Bank of Canada senkt ihre Zinsen um 25 Basispunkte auf nunmehr 4,25 % von zuvor 4,50 %.

Der heute morgen bekannt gegebene Dienstleistungsindex für die Eurozone notiert in der zweiten Veröffentlichung für November bei 54,1, nachdem er im Vormonat noch bei 55,8 gestanden hat. Damit wurde die offizielle Vorabschätzung vom 23. November von 53,7 nach oben revidiert.


Die US-Börsen waren von nachgebenden Finanzwerten geprägt. JPMorgan Chase hat die Gewinnerwartungen für mehrere Banken gekürzt, was für fallende Kurse gesorgt hat. Zudem äußerte sich der US-Vize-Finanzminister Anthony Ryan noch einmal zu der Immobilienkrise und betonte, dass es noch lange dauern wird, bis das Vertrauen in die Finanzmärkte wieder hergestellt sei.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,49 Prozent auf 13248 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P-500-Index ging um 0,65 Prozent schwächer bei 1462 Zählern aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,66 Prozent auf 2619 Punkte ein. Der gestrige Tag dürfte die Hoffnung der Anleger auf eine Jahresendrallye zunichte gemacht haben, aber man kann es nie wissen.
An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 5/32 auf 103-2/32, ihre Rendite lag bei 3,874 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 8/32 auf 110-31/32 ein, sie rentierten mit 4,337 Prozent.

Der deutsche Aktienindex hielt sich mit einem Tagesverlust von 0,4 Prozent auf 7809 Punkten recht wacker.
Deutsche Telekom gewannen 1,1 Prozent, nachdem ein Gerichtsentscheid im Bezug auf die Tochter T-Mobile gefällt wurde. Diese darf das Apple-iPhone wieder mit zweijährigem Mobilfunkvertrag und gesperrter SIM-Karte vertreiben.
Ganz anderes Tennis wurde bei ThyssenKrupp gespielt. Die Notierungen fielen nach mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen der Unternehmung um 6 Prozent.

In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 128.69 Zähler oder 0.8 Prozent höher bei 15,608.88 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 11.13 Punkte oder 0.7 Prozent auf 1,526.63 Punkte.
Mitsubishi UFJ stiegen um 30 Yen oder 2.7 Prozent auf 1,152 Yen und kontrastieren dadurch die US-Finanzwerte. Wir werden sehen, was der heutige Tag bringt.


Der Januar-Kontrakt im Crude Oil verteuerte sich angesichts der Tatsache, dass alles daraufhin deutet, dass die OPEC die Fördermenge nicht erhöhen möchte, um $1.07 oder 1.2 Prozent auf $89.39.


Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf folgende Uhrzeiten, wenn die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgt:

11.00 Uhr MEZ: Hier erfolgt die Bekanntgabe der Zahlen zum europäischen Einzelhandel in der endgültigen Fassung für September und in erster Schätzung für Oktober 2007.

14.15 Uhr: Die Veröffentlichung der Zahlen zum US-amerikanischen ADP Arbeitsmarktbericht der Automatic Data Processing Inc. ("ADP National Employment Report") für November 2007 ist auf 14.15 Uhr angesetzt.

14.30 Uhr: Um diese Uhrzeit erfolgt die Veröffentlichung von zwei wichtigen Wirtschaftsdatensätzen, nämlich

- die Bekanntmachung der revidierten Zahlen zur US-amerikanischen Produktivität der Arbeit ("Productivity"). (Hierbei wird ein Anstieg um 5,5 bis 5,8 % nach 4,9 % in der ersten Veröffentlichung und +2,2 % im Vorquartal erwartet.)
 
und

- die Veröffentlichung der revidierten Zahlen zu den US-amerikanischen Lohnstückkosten ("Unit labor costs"). Bitte beachten Sie, dass sich beide Publikationen auf das dritte Quartal 2007 beziehen.

16.00 Uhr: Der Tag wird durch

- die Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Industrieaufträgen ("Factory Orders") für Oktober 2007 (Erwartet wird ein Anstieg im Bereich 0,1 bis 0,4 % nach zuvor +0,2 %)

und

- die Bekanntmachung der Zahlen zum ISM Dienstleistungsindex ("ISM Non-Manufacturing Index") aus den USA für November 2007 fortgeführt. Der ISM Service-Index wird bei 55,0 % nach zuvor 55,8 % erwartet.

16.30 Uhr: Die Veröffentlichung des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US-amerikanischen Lagerhaltung rundet den Tag ab.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. Es folgen nun die Devisenhandelsstrategien für den heutigen Tag, die wir mit bestem Fachwissen und Expertise für Sie erstellen.  http://www.termintrader.com/article_1249.html



JPMorgan Chase schickt die amerikanischen Finanzwerte auf Talfahr
Datum:   05.12.2007
Autor:   Slavisa Dosenovic
Aufrufe:   1160
Druckansicht   druckbare Version anzeigen
weiterempfehlen   Artikel empfehlen
0 Kommentar(e)   Kommentar schreiben