Artikel » Handelsinstrumente
Katastrophales US-Verbrauchervertrauen
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir werfen gemeinsam einen kurzen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.


Für die Anzahl der Arbeitslosen ist in der Bundesrepublik Deutschland im vergangenen Monat ein saisonbereinigter Rückgang um 48.000 auf 3,41 Mio. berechnet worden, bei der Betrachtung ohne die Bereinigung kletterte die Zahl um rund 31.000. Somit sind 250.000 weniger Personen als noch im Vorjahr arbeitslos gemeldet worden. Die Arbeitslosenquote gab im Juni auf 8,1 Prozent nach.

Zu der offiziellen Vorabschätzung für die Teuerung in der Eurozone für den Monat Juni: hier rechnet man mit einer Jahresteuerung in Höhe von -0,1 Prozent, nachdem im Vormonat die Jahresteuerung bei 0,0 Prozent notiert hatte.

Bei den Verbraucherpreisen im Bereich der OECD wurde im Mai im Vergleich zum Vorjahr ein Klettern um 0,1 Prozent festgestellt. Nota bene: im Monat zuvor hatte die Jahresrate bei 0,6 Prozent notiert, bei der Betrachtung auf Monatsbasis hatte die Teuerung im Mai bei 0,2 Prozent und somit wie im Monat zuvor gelegen.

Bezüglich des Chicagoer Einkaufsmanagerindex ist im Juni ein Stand von 39,9 verbucht worden. Im Vorfeld wurde der Index im Bereich von 38,5 bis 40 erwartet, nachdem er im Monat zuvor noch bei 34,9 notiert hatte.

Der US-amerikanische Vertrauensindex ist im Juni mit 49,3 berechnet worden, im Vorfeld ist er im Bereich von 55,2 bis 57 erwartet worden, nachdem im Monat zuvor noch 54,8 ins Buch aufgenommen worden waren. Das ursprüngliche Ergebnis wurde somit von 54,9 nach unten wertberichtigt. Das Ergebnis ist so zu deuten: die wirtschaftliche Erholung, die jetzt kommen würde, würde von den Konsumenten getragen werden. Das ist unwahrscheinlich.


An den deutschen Aktienmärkten ging es uneinheitlich zur Sache. Der Leitindex DAX büsste 1,56 Prozent auf 4.808,64 Punkte ein. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,51 Prozent auf 5.754,01 Zähler nach unten. Der TecDAX wertete um 0,31 Prozent auf 626,89 Stellen auf.
Erneut sind Porsche und Volkswagen auf sehr grosses Interesse bei den Händlern gestossen. Die Stammaktien von VW sackten um 4,00 Prozent auf
241,14 Euro ab. Porsche standen zum Handelsschluss um 2,88 Prozent höher auf 47,80 Euro.
Abwärtstendenz an den deutschen Rentenmärkten: der September-Bund-Kontrakt büsste 24 Ticks auf 121,03 Prozent ein. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,77 Prozent und 121,24 Prozent rund 659.386 Kontrakte umgesetzt. Der BOBL stand zum Handelsschluss um 7 Ticks schwächer auf 115,44 Prozent.
 
Verkäufe haben den Handel an den US-amerikanischen Aktienmärkten geprägt. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average stand zum Handelsschluss um 0,97 Prozent schwächer auf 8.447,00 Punkten. Der marktbreite S&P-500 verlor 0,85 Prozent auf 919,32 Zähler. An der NASDAQ gab der Composite-Index um 0,49 Prozent auf 1.835,04 Stellen nach. Der NASDAQ 100 schloss um 0,44 Prozent leichter auf 1.477,25 Punkten.
Die Aktien von Caterpillar verloren 4,89 Prozent auf 33,04 US-Dollar.
American International Group sind mit einem Minus in Höhe von 12,78 Prozent auf 1,16 US-Dollar abgestraft worden.
Die US-amerikanischen Staatsanleihenmärkte sind schwächer aus dem gestrigen Handelstag hervorgegangen. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent büssten 11/32 auf 96-24/32 ein, ihre Rendite wurde bei 3,52 Prozent gemessen. Der Longbond schloss um 16/32 schwächer auf 98-28/32, er rentierte mit 4,32 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen etwas schwächer, Nikkei-225 hält sich oberhalb der 9,900.00-Marke. 


Katastrophales US-Verbrauchervertrauen
Datum:   01.07.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
Aufrufe:   467
Druckansicht   druckbare Version anzeigen
weiterempfehlen   Artikel empfehlen
0 Kommentar(e)   Kommentar schreiben