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Keine Besserung der Arbeitsmarktlage in den Vereinigten Staaten in Sicht

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio



Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in den letzten Handelstag dieser Woche. Bevor wir uns den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten widmen möchten wir uns zunächst mit den gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen beschäftigen.

Für die US-amerikanischen Erzeugerpreise ist im Januar ein Anstieg um 0,8 Prozent bekannt gegeben worden. Im Vorfeld wurde von Seiten der Marktteilnehmer ein Anstieg im Bereich von 0,2 bis 0,3 Prozent erwartet, nachdem im Vormonat die Preise der Erzeuger um 1,9 Prozent gesunken waren. Bei der Kernrate ist eine Zunahme um 0,4 Prozent verbucht worden. Zur Ihrer Orientierung: hier wurde ein schwaches Plus in Höhe von 0,1 Prozent nach zuletzt noch +0,2 Prozent erwartet.

Zu der saisonbereinigten Zahl der Erstanträge auf Leistungen bezüglich der US-Arbeitslosenversicherung: die Zahl blieb konstant bei 627.000. Die Marktteilnehmer hatten auf 620.000 neue Anträge nach zuvor 627.000 spekuliert, wobei dieses Ergebnis von 623.000 wertberichtigt worden ist. Festzuhalten bleibt: es bleibt trostlos, denn nach den starken Zunahmen der vergangenen Wochen deutet nichts auf eine Besserung der US-amerikanischen Arbeitsmarktlage hin.

Eine sehr dramatische Entwicklung liegt beim Philly Fed Index vor. Dieser wurde für den Januar bei -41,3 gemessen, im Vorfeld war ein Ergebnis im Bereich von -26 erwartet worden. Der Index hatte im Vormonat bei -24,3 notiert. Der Index, der die Beschäftigung abbildet, wurde mit minus 45,8 verbucht, im Monat zuvor war noch ein Ergebnis von minus 39,0 festgehalten worden. Nota bene: mit der gestrigen Veröffentlichung liegt der niedrigste Wert seit dem Beginn der Erhebung der Datenreihe vor, der auf das Jahr 1968 datiert ist.

Bei den US-amerikanischen Frühindikatoren ist im Januar ein Klettern um 0,4 Prozent verbucht worden. Im Vorfeld wurden plus 0,1 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor eine Zunahme in Höhe von 0.2 Prozent festgehalten worden war; hier ist jedoch von 0,3 Prozent nach unten wertberichtigt worden.

Für die US-amerikanischen Erdgasvorräte, die Nat Gas Inventories ist in der letzten Woche ein Rückgang um 24 Bcf auf 1.996 Bcf festgehalten worden. Zur Ihrer Orientierung: in der vorangegangenen Woche wurde eine Abnahme der Bestände um 159 Bcf gemessen, im Vorjahresvergleich hatten diese bei 1.819 Bcf notiert.

Bei den US-amerikanischen Rohölvorräten, den Crude Oil Inventories, ist in der vorangegangenen Woche ein Rückgang um 200.000 Barrel, nach zuvor  plus 4,7 Mio. Barrel, verbucht worden.
Die Benzinvorräte, die Gasoline Inventories, sind im Wochenvergleich um 1,1 Mio. Barrel, nach einem zuletzt festgehaltenen Minus in Höhe von 2,6 Mio. Barrel, geklettert.
Dagegen wurde bei den Destillatenvorräten, den Distillate Inventories, ein Absinken gegenüber der Woche zuvor (-1,0 Mio. Barrel) um 800.000 Barrel verbucht.


Die deutschen Aktienmärkte haben sich gestern etwas fester präsentiert. Der deutsche Leitindex konnte um 0,24 Prozent auf 4.215,21 Punkte anziehen. Für den MDAX mittelgroßer Werte ging es um 0,17 Prozent auf 4.960,29 Zähler nach oben. Der TecDAX gewann zum Handelende um 0,40 Prozent auf 481,93 Punkte zu.
Für die Wertpapiere von MAN ging es nach vom Markt positiv aufgenommenen Zahlen um 5,62 Prozent auf 34,75 Euro nach oben. Die Notierungen von Continental zogen um 0,30 Prozent auf 13,25 Euro an, auch hier taten gute Zahlen das ihrige.  
Die EUREX/Renten-Märkte sind erneut schwächer aus dem Handel gegangen. Der März-Future-Kontrakt auf den Bund büsste 52 Ticks auf 124,81 Prozent ein. Dabei wechselten in einer Tageshandelsspanne zwischen 124,37 Prozent und 125,45 Prozent rund 808.600 Kontrakte die Hände. Der Bobl-Future sank um 51,5 Ticks auf 116,78 Prozent.
 
Weitere Abgaben prägten gestern den Handelsverlauf an den US-amerikanischen Aktienmärkten. Der Leitindex Dow Jones Industrials Average büsste bis zum Handelsende 1,19 Prozent auf 7.465,95 Punkte ein. Der marktbreite S&P-500 verlor in Höhe von 1,20 Prozent auf 778,94 Zähler. An der Technologiebörse NASDAQ notierte der Composite-Index beim Ertönen der Schlussglocke um 1,71 Prozent schwächer auf 1.442,80 Stellen. Der NASDAQ 100 verließ den Handelstag um 1,76 Prozent leichter auf 1.167,89 Zählern.
Die Anteilsscheine der Bank of America trugen mit einem Abschlag in Höhe von 14,00 Prozent auf 3,93 US-Dollar die rote Laterne im amerikanischen Leitindex. Das Börsenkauderwelsch einmal bei Seite gelegt, aber das, sehr geehrte Leserinnen und Leser, das ist eine Hausnummer. Kaum besser erging es den anderen Finanztiteln: die Wertpapiere der Citigroup gingen mit einem Abschlag in Höhe von 13,75 Prozent auf 2,51 US-Dollar aus dem Handel.
Es ist soweit, die Aktien von General Motors büssten weitere 2,91 Prozent auf glatt 2 US-Dollar ein. Wie bereits oft erwähnt, vor einiger Zeit war noch die Sorge um den Fall der Notierung unter die 5 US-Dollar-Marke die Thematik, welche die Diskussionen um den amerikanischen Automobilkonzern geprägt hatte.
Die US-Anleihenmärkte haben sich im späten New Yorker Handel leichter gezeigt. Die zehnjährigen Papiere mit einem Kupon von 2,750 Prozent büssten 24/32 auf 99-7/32 ein, ihnen wurde ein Rendite in Höhe von 2,84 Prozent zugesprochen. Der mit 3,500 Prozent verzinste Longbond gab um 2-2/32 auf 97-2/32 nach, er rentierte mit 3,66 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte sind heute äußerst schwach aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225 büsste 1,87 Prozent auf 7.416,38 Zähler ein. Der marktbreite TOPIX verlor auf 739,53 Punkte. Nota bene: hier liegt der niedrigste Schlusskurs seit 25 Jahren vor.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein angenehmes Wochenende. 


Keine Besserung der Arbeitsmarktlage in den Vereinigten Staaten in Sicht
Datum:   20.02.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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