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Konjunktursensitive Werte verlieren, Versorger auf der Gewinnerstrasse

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

lassen Sie uns zunächst gemeinsam einen Blick auf die gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen werfen.

Der US-amerikanische Chicago Fed National Activity Index wurde für den Monat Juni mit -0,60 veröffentlicht. Bitte beachten Sie, dass damit der Vormonatswert von -0,96 weiter ins Minus wertberichtigt worden ist. Zur Ihrer Orientierung: Im Vormonat hatte der Index noch bei -1,06 notiert.

Die US-amerikanischen Frühindikatoren sind im Juni um 0,1 Prozent gefallen. Im Vorfeld wurde ein Bereich von -0,1 bis -0,3 Prozent erwartet, nachdem im Vormonat ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent verzeichnet worden war.


Die US-Aktienmärkte haben sich etwas leichter präsentiert. Dow Jones Industrial verlor 0,25 Prozent auf 11.467,34 Punkte. S&P-500-Index büsste kaum nennenswerte 0,05 Prozent auf 1.260,01 Punkte ein. An der Technologiebörse schloss der NASDAQ 100 um 0,19 Prozent leichter auf 1.819,76 Punkten. Der Composite-Index verlor 0,14 Prozent auf 2.279,53 Punkte.
Die Papiere der Bank of America kletterten um 3,89 Prozent auf 28,56 Dollar, nachdem das Finanzinstitut im zweiten Quartal ein weiteres Mal einen Gewinneinbruch um rund 40 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar ins Buch aufnahm.
Die US-Anleihen haben sich im späten Geschäft fester präsentiert. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,875 Prozent kletterten um 5/32 auf 98-15/32, ihre Rendite lag bei 4,07 Prozent. Der mit 4,375 Prozent verzinste Longbond konnte um 3/32 auf 95-23/32 steigen, er rentierte somit auf 4,64 Prozent.

Der deutsche Aktienindex schloss gestern um 0,66 Prozent höher auf 6.424,84 Punkten, blieb aber weiterhin unter der Marke von 6.500 Stellen. Rund 113,6 Mio. Dax-Aktien für insgesamt 4,56 Mrd. Euro wechselten auf XETRA die Hände.
Der MDAX mittelgroßer Werte kletterte um 1,23 Prozent auf 8544,59 Punkte. Der TecDAX konnte um 1,97 Prozent auf 737,88 Punkte steigen.
Die Anteilsscheine der Deutschen Bank konnten sich im Fahrwasser von Bank of America um 1,57 Prozent auf 57,50 Euro verteuern.
Der Versorgerwert E.ON kletterte ungewöhnlich stark um 1,25 Prozent auf 117,78 Euro.
Deutsche Postbank verbuchten mit einem Minus von 2,9 Prozent auf 47,38 Euro den höchsten Verlust im DAX.
Der konjunktursensitive Wert MAN verlor 3,1 Prozent auf 68,08 Euro.
Der September-Kontrakt auf den Bund büsste 37 Ticks auf 110,31 Prozent ein. In einer Tageshandelsspanne zwischen 110,14 Prozent und 110,95 Prozent wurden 773.157 Kontrakte umgesetzt. Der BOBL-Future verlor 16,5 Ticks auf 105,67 Prozent.

Nippons Börsen wurden von einer harschen Kauflaune regiert. Der Leitindex Nikkei 225 stieg um 381.26 Stellen oder 3 Prozent auf 13,184.96 Punkte und verbuchte somit den höchsten Tagesgewinn seit dem 29. Mai. Der breiter gefasste Topix verabschiedete sich um 35.31 Stellen oder 2.8 Prozent höher auf 1,287.74 Punkten aus dem Handelstag. Itochu Corporation, ein Wert aus dem Ölsektor, führte den Gewinntag ab.


Der August-Kontrakt im Crude Oil hat gestern einen Anstieg um $2.16 oder 1.7 Prozent auf $131.04 verbucht.


Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf die folgenden Uhrzeiten, wenn die Bekanntgaben wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgen:

15:00 Uhr MEZ: Der Wochenausweis der Fremdwährungsreserven durch die Europäische Zentralbank (EZB) findet um 15:00 Uhr statt.

16:00 Uhr: Die Veröffentlichung der Zahlen zum US-amerikanischen State Street Investor Confidence Index für Juli 2008 rundet den Wirtschaftstag ab.

Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 

Konjunktursensitive Werte verlieren, Versorger auf der Gewinnerstrasse
Datum:   22.07.2008
Autor:   Slavisa Dosenovic
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