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Krieg der Währungen hat begonnen
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

lassen Sie uns wie gewohnt einen kurzen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen, dann werden wir wie üblich mit der Betrachtung von internationalen Kapitalmärkten fortfahren.

Für die deutschen Großhandelspreise ist im April gegenüber dem Vormonat ein Absinken um 0,9 Prozent nach -0,1 Prozent im Monat zuvor bekannt gegeben worden. Zieht man den Jahresvergleich in Betracht, so hat der Preisindex des Großhandels in der Bundesrepublik um 8,0 Prozent nach zuvor -5,7 Prozent abgegeben.

Bei den US-amerikanischen Verbraucherpreisen ist im März ein Fallen um 0,1 Prozent gemeldet worden. Im Vorfeld wurde ein Klettern um 0,0 bis 0,2 Prozent erwartet, nachdem im Vormonat die Preise der Konsumenten noch um 0,4 Prozent steigen konnten. Auf das Jahr betrachtet sind die US-Verbraucherpreise um 0,4 Prozent gefallen. Bitte sehen Sie das Ergebnis im folgenden Licht: es hat ein Krieg der Währungen begonnen, denn eine günstige Währung bietet Wettbewerbsvorteile auf den internationalen Handelsmärkten. Die Erfahrung zeigt, dass die Staaten mit einer billigen Währung die Krise besser bewältigen können.
Dabei stieg die Kernrate um 0,2 Prozent, erwartet wurde plus 0,1 Prozent. Bereits im Monat zuvor war die Kernrate um 0,2 Prozent gewachsen. Gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat ist die Kernrate um +1,8 Prozent gestiegen.

Zu dem New York Empire State Index der New York Fed: dieser steht im aktuellen Monat bei -14,65 und somit um einiges über den Erwartungen. Nota bene: im Monat zuvor hatte dieser bei -38,23 notiert. Erwartet wurde die aktuelle Veröffentlichung im Bereich von -35 bis -34.

Die US-amerikanische Kapazitätsauslastung bewegt sich im März bei 69,3 Prozent, nachdem im Vormonat noch ein Ergebnis bei 70,3 Prozent bekannt gegeben worden ist. Der zuletzt veröffentlichte Wert ist von 70,2 Prozent nach oben wertberichtigt worden.

Bei der US-amerikanischen Industrieproduktion wurde im März ein Absinken um 1,5 Prozent gemeldet, im Vorfeld war ein Rückgang im Bereich von 0,9 bis 1,0 Prozent erwartet worden. Nota bene: im Monat zuvor war ein Rückgang der Industrieproduktion in den USA um 1,5 Prozent gemeldet worden, womit das im vergangenen Monat veröffentlichte Ergebnis bestätigt worden ist.

Zu dem US-amerikanischen Housing Market Index: dieser ist im aktuellen Monat bei 14 und damit auf dem höchsten Niveau seit dem Monat Oktober 2008 veröffentlicht worden. Erwartet wurden 10, nachdem dieser im Monat zuvor noch bei 9 notiert hatte. Bitte beachten Sie, dass das aktuelle Klettern das größte seit Mai 2003 darstellt.

Das Beige Book hat eine Fortsetzung des konjunkturellen Abschwungs in den Vereinigten Staaten bestätigt, jedoch sei es in einigen Regionen zu einer Verlangsamung der Entwicklung gekommen. Einige Distrikte konnten von einer Stabilisierung der Lage in bestimmten Bereichen berichten, allerdings auf einem geringen Niveau.


Die deutschen Aktienmärkte haben sich uneinheitlich aus dem Handelstag verabschiedet. Der deutsche Leitindex gab um 0,16 Prozent auf 4.549,79 Zähler nach. Der MDAX der mittelgroßen Werte stieg um 0,42 Prozent auf 5.150,99 Stellen. Der TecDAX verteuerte sich um 1,63 Prozent auf 546,69 Zähler.
Die Anteilsscheine von Volkswagen sind gestern um 0,91 Prozent auf 241,78 Euro nach unten gerutscht.
Die deutschen Renten-Futures haben gestern erneut fester tendiert. Der Juni-Kontrakt  auf den Bund konnte um 37 Ticks auf 122,90 Prozent vorrücken. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,56 Prozent und 123,14 Prozent rund 537.555 Kontrakte die Hände gewechselt.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte konnten sich gestern vorwiegend verteuern. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average kletterte um 1,38 Prozent auf 8.029,62 Stellen. Der marktbreite S&P-500 sprang um 1,25 Prozent auf 852,06 Punkte nach oben. An der NASDAQ erklomm der Composite-Index 0,07 Prozent auf 1.626,80 Zähler. Der NASDAQ 100 verlor 0,44 Prozent auf 1.316,51 Stellen.
Die Wertpapiere von Intel sackten um 2,44 Prozent auf 15,62 US-Dollar in die Tiefe.
Die US-amerikanischen Staatsanleihen wiesen gestern eine stabilisierende und leicht steigende Grundtendenz auf. Die zweijährigen blieben unverändert bei 100 1/32 Stellen, ihnen wurde eine Rendite in Höhe von 0,847 Prozent zugewiesen. Die fünfjährigen kletterten um leichte 2/32 auf 100 7/32 Zähler, sie rentierten mit 1,704 Prozent. Die richtungsweisenden zehnjährige Anleihen konnten um 3/32 Punkte auf 99 25/32 Zähler vorrücken, ihre Rendite lag bei 2,775 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen um 1/32 Punkte auf 97 3/32 Stellen, sie rentierten mit 3,656 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte sind heute morgen uneinheitlich aus dem Handelstag gegangen. Der Leitindex Nikkei-225 kletterte um 0,14 Prozent auf 8.755,26 Stellen. Der marktbreite TOPIX gab um 0,38 Prozent auf 832,04 Punkte nach.

Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 

Krieg der Währungen hat begonnen
Datum:   16.04.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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