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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wie gewohnt werfen wir zunächst ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor wir uns mit dem Forex Markt auseinandersetzen.
Die Industrieproduktion in der Eurozone verbuchte für den Monat August im Vergleich zum vorangegangenen Monat einen bereinigten Anstieg von 0,9 Prozent. Erwartet wurde hier ein Anstieg um 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Industrieproduktion 15,4 Prozent ab. Für die Industrie aller 27 EU Staaten ergab sich ein Anstieg von je 0,6 Prozent für den Monatsvergleich innerhalb eines Jahres. Im Jahresvergleich ist die Produktion um 13,5 Prozent gefallen.
Eine Abnahme wurde für den US-amerikanischen Umsatz im Einzelhandel im Monat September festgestellt; der fiel um 1,5 Prozent geringer aus. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld einen stärkeren Umsatzrückgang im Bereich von 2,1 bis 2,7 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor der Einzelhandelsumsatz um 2,2 Prozent gestiegen war. Die Berechnung ohne die Autoverkäufe ergab für den Einzelhandelsumsatz in den Vereinigten Staaten einen Anstieg um 0,5 Prozent, im Vorfeld wurde ein Ergebnis im Bereich von -0,3 bis +0,2 Prozent erwartet. Die negativen Effekte des Ablaufens der US-Abwrackprämie „Cash-for-Clunkers“ treten eindeutig in Erscheinung.
Zu den US-amerikanischen Importpreisen: diese haben im September um 0,1 Prozent nach zuletzt +1,6 Prozent zugelegt. Die Berechnung ohne Öl hat für die Einfuhrpreise in den USA ein Klettern um 0,6 Prozent nach zuvor +0,3 Prozent ergeben. Jetzt der Blick auf die US-amerikanischen Exportpreise: diese fielen im September insgesamt um 0,3 Prozent nachdem im letzten Monat 0,7 Prozent Plus ins Buch aufgenommenen wurden. Die Betrachtung ohne die landwirtschaftlichen Erzeugnisse lieferte für die Ausfuhrpreise einen konstant gebliebenen Wert nach zuletzt +0,7 Prozent, womit der Wert des Vormonats von zunächst offen gelegten +0,8 Prozent nach oben wertberichtigt worden ist.
Für die US-amerikanischen Lagerbestände ist im August ein Rückgang um 1,5 Prozent gemessen worden. Die Volkswirte hatten im Vorfeld ein Rückgang um 0,9 bis 1,2 Prozent erwartet. Nota bene: Für Juli wurde der Wert auf minus 1,1% wertberichtigt. Dabei notiere das Verhältnis Lagerhaltung zum Umsatz, das Inventories/Sales Ratio) in den Vereinigten Staaten bei 1,33.
In einem von der US-Notenbank veröffentlichten Protokoll („Minutes“) der Notenbanksitzung am 22. September heißt es, dass sich der wirtschaftliche Ausblick für die USA weiter verbessert. Bemängelt wurde die die weiterhin schwache Produktion und die niedrige Kapazitätsauslastung, was den Spielraum für Zinserhöhung verkleinert und nicht zwingend für eine höhere Attraktivität des US-Dollars sorgen sollte.
Die deutschen Aktienmärkte sind am gestern mit Kursgewinnen aus dem Handel hervorgegangen. Der Leitindex Dax zog um 2,45 Prozent auf ein neues Jahreshoch von 5.854,14 Punkten an. Der MDax der mittelgroßen Werte konnte sich um 1,94 Prozent auf 7.630,26 Zähler verteuern. Der Index der Technologiewerte TecDax kletterte um 1,92 Prozent auf 790,02 Stellen. Gestriger Überflieger waren die Anteilsscheine der BASF. In Reaktion auf die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal schoss die Aktie um 7,4 Prozent auf 40,52 Euro in die Höhe. Der Umsatz der Ludwigshafener werde im Berichtszeitraum bei 12,8 Mrd. Euro liegen, was einem Minus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Bei dem um Sondereinflüsse bereinigten EBIT wird ein Gewinn von 1,25 Mrd. Euro erwartet, was einem Rückgang von 20 Prozent entspricht. Zu den wenigen Verlierern gehörte gestern E.ON. E.ON schloss mit 1,57 Prozent leichter auf 26,94 Euro Die EUREX/Renten-Futures haben sich schwach entwickelt. Der Dezember-Bund-Kontrakt büßte 74 Ticks auf 121,80 Punkte ein. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,75 Prozent und 122,35 Prozent rund 896.213 Kontrakte die Hände gewechselt.
An den US-amerikanischen Aktienmärkten wurden auch steigende Kurse verzeichnet. So stieg der Leitindex Dow Jones Industrial Average um 1,47 Prozent auf 10.015,86 Punkte und schloss somit der erste Mal seit Oktober 2008 über 10.000 Punkten. Der S&P-500 schloss mit 1,75 Prozent Plus auf 1.092,02 Zähler. An der NASDAQ ging es für den Composite-Index um 1,51 Prozent auf 2.172,23 Zähler nach oben. Der NASDAQ 100 kletterte um 1,39 Prozent auf 1.754,26 Stellen nach oben. Die Anteilsscheine von J.P. Morgan Chase verteuerten sich um 3,29 Prozent auf 47,16 US-Dollar. Die Bank überraschte erneut mit einem unerwartet hohen Milliardengewinn. Summa Summarum verbuchte das Institut im dritten Quartal vor allem dank der starken InvestmentBanking-Sparte 3,6 Milliarden US-Dollar Gewinn bzw. 0,82 US-Dollar je Aktie. Die US-amerikanischen Staatsanleihen sind schwächer aus dem Handel gegangen. Die zweijährigen Anleihen verloren 1/32 Punkte auf 100 4/32 Punkte, ihnen wurde eine Rendite in Höhe von 0,927 Prozent zugewiesen. Fünfjährige Anleihen gaben um 7/32 Punkte auf 100 6/32 Punkte ab, ihre Rendite lag bei 2,335 Prozent. Für die richtungweisenden zehnjährigen Anleihen ging es um 17/32 Punkte auf 101 22/32 Punkte nach unten, sie rentierten mit 3,421 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren verloren 1 7/32 Punkte auf 103 26/32 Punkte und rentierten mit 4,270 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen fester. Der Leitindex Nikkei-225 notiert zum Beobachtungszeitpunkt auf 10.238,65 Punkten respektive 1,77 Prozent fester.
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