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Kritiker weisen auf mögliche Finanzexzesse hin
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir werfen einen gemeinsamen Blick auf die gestern gemachten Wirtschaftsmeldungen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.


Für das deutsche saison- und kalenderbereinigte Quartalswachstum wurde ein Wert bei 0,7 Prozent nach +0,4 Prozent berechnet.

Bezüglich des ifo Geschäftsklimaindex für die Bundesrepublik wurde für den aktuellen Monat ein Ergebnis von 93,9 in die Bücher aufgenommen, nachdem im Monat zuvor noch 92,0 gemessen worden waren. Der Index wurde im Vorfeld im Bereich um 92,6 erwartet.
Der Index zur Geschäftslage steht bei 89,1 nach zuvor 87,4. Bei dem Index zur Geschäftserwartung wurden 98,9 nach 96,8 im Vormonat festgehalten.

Auf Monatsbasis konnten die Industrieauftragseingänge in der Euro-Zone im Monat September um 1,5 Prozent nach zuvor 0,6 Prozent zulegen. Auf Jahressicht haben die Auftragseingänge um 16,5 Prozent nach -23,2 Prozent nachgegeben.
Auf Monatsbasis kletterten die Auftragseingänge in der gesamten EU um 1,7 Prozent nach +2,0 Prozent im Monat zuvor. Auf Jahressicht haben die Auftragseingänge um 16,4 Prozent nach -22,4 Prozent eingebüsst.

Bei dem US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt wurde in der vorläufigen Fassung für Q3/2009 ein Klettern um 2,8 Prozent vernommen, womit die offizielle Vorabschätzung von 3,5 Prozent nach unten wertberichtigt worden ist. Die Marktteilnehmer hatten ein Anstieg um 2,8 bis 2,9 Prozent erwartet, nachdem im Vorquartal das Wachstum bei -0,7 Prozent gelegen hatte. 

Für den US-amerikanischen State Street Investor Confidence Index wurde im November ein Stand von 100,8 gemessen. Nota bene: im Vormonat hatte der Index bei 108,4 notiert.

Ein Wert von 49,5 wurde für den US-amerikanischen Vertrauensindex im November in die Bücher aufgenommen. Die Volkswirte hatten im Vorfeld ein Ergebnis im Bereich von 46,3 bis 47,5 erwartet, nachdem im Monat zuvor 48,7 verbucht worden waren.

Wichtiges zum Fed-Protokoll: es wird eine hohe Arbeitslosigkeit geben. Zudem wachsen die Befürchtungen von Seiten der Kritiker, dass mit den letzten Schritten das Fundament für Finanzexzesse gelegt worden ist.


Vorwiegend schwächer sind die deutschen Aktienmärkte aus dem gestrigen Handelstag gegangen. Der Leitindex Dax büsste 0,55 Prozent auf 5.769,31 Punkte ein. Der MDax der mittelgrossen Werte sank um 0,63 Prozent auf 7.324,15 Zähler. Der TecDax kletterte um 0,24 Prozent auf 781,10 Stellen.
Für Metro ging es um 1,43 Prozent auf 42,60 Euro nach unten.
Die Anteilsscheine der Commerzbank schlossen um 3,38 Prozent leichter auf 6,44 Euro.
Der Dezember-Bund-Kontrakt konnte um 30 Ticks auf 122,79 Prozent zulegen. Dabei wurde in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,48 Prozent und 122,82 Prozent ein Volumen in Höhe von 621.747 Kontrakten umgesetzt.

Leichte Schwächeanfälle wurden für die US-amerikanischen Aktienmärkte beobachtet. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average büsste 0,16 Prozent auf 10.433,71 Punkte ein. Der S&P-500 verlor 0,05 Prozent auf 1.105,65 Zähler. An der Nasdaq sank der Composite Index um 0,31 Prozent auf 2.169,18 Stellen. Der Nasdaq 100 verlor 0,37 Prozent auf 1.786,25 Punkte.
Die Aktien der Bank of America büssten 1,17 Prozent auf 16,10 US-Dollar ein.
Die Papiere von Analog Devices verteuerten sich um 6,44 Prozent auf 29,74 US-Dollar.
Nach oben ging es auch für die US-amerikanischen Staatsanleihen. Die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von 3,375 Prozent stiegen um 13/32 auf 100-20/32, ihre Rendite wurde mit 3,30 Prozent angegeben. Der mit 4,375 Prozent verzinste Longbond konnte um 16/32 auf 102-4/32 zulegen, er rentierte mit 4,25 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte sind heute morgen MEZ fester aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Nikkei-225 konnte um 0,43 Prozent auf 9.441,64 Punkte aufwerten. Der marktbreite TOPIX stieg um 0,49 Prozent auf 833,29 Stellen.


Kritiker weisen auf mögliche Finanzexzesse hin
Datum:   25.11.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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