Zürich/Frankfurt/New York/Tokio Sehr geehrte Leserinnen und Leser,lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die
gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen.
Im Monatsvergleich sind die Auftragseingänge in der Industrie in der Euro-Zone im Juli um 4,0 % zurückgegangen nach zuvor +4,5 %. Dieses Ergebnis wurde von +4,4 % revidiert. Im Jahresvergleich sind die Auftragseingänge um 10,9 % geklettert, nachdem +14,0 % im Vormonat veröffentlicht worden sind.
Im Monatsvergleich sind die Auftragseingänge im gesamten Bereich der EU um 3,9 % gesunken nach +5,3 % im Vormonat. Dieses Ergebnis wurde von +4,9 % revidiert. Im Jahresvergleich sind die Auftragseingänge hier um 13,2 % gestiegen, verglichen mit +15,0 % im Juni-Jahresvergleich.
Der US-amerikanische Chicago Fed National Activity Index notiert für August bei -0,57. Im Monat zuvor hatte er noch bei +0,03 gestanden. Damit wurde der Vormonatswert von -0,10 nach oben über die Null revidiert.
Der belgische Geschäftsklimaindex ist im September auf 1,5 zurückgegangen von 3,3 im Monat zuvor. Dieser Index ist wichtig, denn ihm wird eine große Indikatorwirkung in Bezug auf den EU Wert zugesprochen.
Die heute morgen veröffentlichten deutschen Einfuhrpreise sind im August zum Vorjahr um 0,6 % gesunken nach zuletzt +0,4 %. Im Monatsvergleich sind die Preise auf der Importseite um 0,7 % zurückgegangen nach zuvor +0,3 %. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse ist der Index der deutschen Einfuhrpreise auf Jahresbasis um 0,3 % geklettert, gegenüber dem Vormonat jedoch um 0,1 % zurückgegangen.
Die Ausfuhrpreise sind in Deutschland zum Vorjahresmonat um 1,6 % gestiegen nach zuletzt schon +1,6 %. Auf Monatssicht blieben die deutschen Exportpreise dagegen erneut unverändert, wie auch schon im Vormonat.
Der
Handelsverlauf in den Vereinigten Staaten zeigte sich gestern von seiner schwächeren Seite. S&P500 schloss 8.02 Zähler leichter bei 1517.73 Punkten. Dow Jones Industrial verabschiedete sich um 61.13 Zähler tiefer bei 13759.06 Punkten vom Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gab 3.27 Zähler auf 2667.95 Punkte ab. Auf der Shortliste der Händler fanden sich gestern und hier muss man leider sagen, wieder einige Finanzwerte. Die Papiere der Citigroup gaben um 1,9 Prozent auf 46,59 Dollar nach. Die Deutsche Bank büßte 2,3 Prozent auf 126,34 Dollar ein. Eine Überraschung erlebten die Händler bei dem Wert von General Motors. Dieser lag zu Handelsbeginn deutlich im Plus um sich mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 34,74 Dollar aus dem Handelstag zu verabschieden, nachdem die Vertreter der Gewerkschaft UAW überraschend zum Streik aufgerufen haben. Die Beobachter hatten mit einer Einigung bei den Tarifparteien gerechnet. Den Equities wurde eine gewisse Festigkeit von Seiten der Anleihen verliehen. So schlossen zehnjährige Anleihen unverändert bei 100-31/32, ihre Rendite lag bei 4,62 Prozent. Der Longbond verteuerte sich um 4/32 auf 101-30/32, er rentierte mit 4,88 Prozent. Jedoch muss man anmerken, dass das Volumen dünn blieb, es betrug nur rund 70 Prozent eines normalen Handelstages.
Der
deutsche Aktienindex schloss 0,1 Prozent tiefer bei 7787 Punkten. Hier dominierte ein besonders starker Finanzwert das Tagesgeschehen. Die Rede ist von Papieren der Deutschen Börse, die 3,7 Prozent nach oben kletterten. Die BMW-Papiere konnten dank Barron`s weitere 3,6 Prozent zulegen, während DaimlerChrysler solide 1,3 Prozent dazugewannen. Der Bund Future wird von uns im heutigen Tagesverlauf zwischen 112,32 und 112,63 Punkten gesehen.
Nippons Börsen haben freundlich geschlossen. Der Nikkei-225-Index kletterte um 89,12 Zähler oder 0,6 Prozent auf 16.401,73 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 14.76 Zähler oder 1 Prozent auf 1,566.83 Punkte.
Der November-Kontrakt des
Crude Oil wechselte die Hände 73 Cents oder 0.9 Prozent tiefer bei $80.22 im after-hours-Handel an der Nymex. Anzumerken bleibt, dass der Kontrakt zum dritten Mal in Folge im Minus geschlossen hat.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf folgende Uhrzeiten, wenn die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgt: 10.00 Uhr MEZ: Hier ist die Veröffentlichung der Zahlen zum deutschen ifo Geschäftsklimaindex für September 2007 angesetzt. Zur Ihrer Orientierung: Erwartet wird der deutsche ifo Geschäftsklimaindex für September im Bereich von 105,1 nach den zuvor bekannt gegebenen 105,8. Der Index zur aktuellen Lage wird mit 111,0 erwartet nach 111,5 im Vormonat, während der Geschäftserwartungsindex mit 99,5 erwartet wird, nach noch zuvor veröffentlichten 100,4.
16.00 Uhr: Der Tag wird durch zwei wichtige Bekanntmachungen abgerundet:
- Zum einen ist hier die Veröffentlichung der Zahlen zum Verbrauchervertrauen ("Consumer Confidence") des Conference Boards für September 2007 angesetzt. Erwartet wird der US-amerikanische Vertrauensindex in einem Bereich von 104,5 bis 105,5, nachdem dieser einen Monat zuvor noch bei 105,0 notiert hat;
- Zum anderen erfolgt um diese Uhrzeit die Bekanntgabe der Zahlen zu den US-amerikanischen Verkäufen bestehender Häuser ("Existing Home Sales") für August 2007. Erwartet werden für August 5,55 bis 5,60 Mio. Hausverkäufe in den USA. Im Vormonat waren es noch 5,75 Mio. gewesen.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. Es folgen nun die
Devisenhandelsstrategien für den heutigen Tag, die wir mit bestem Fachwissen und Expertise für Sie erstellen.
http://www.termintrader.com/article_1158.html