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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir starten frisch und erholt in den letzten Handelstag dieser Woche. Zunächst werfen wir gemeinsam einen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor wir mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.
Für den Einzelhandelsumsatz in der Eurozone im April wurde gegenüber dem Monat zuvor in der ersten offiziellen Schätzung ein Anstieg um 0,2 Prozent festgestellt. Im Jahresvergleich ist der Umsatz dagegen um 2,3 Prozent gefallen. Der Einzelhandelsumsatz im Bereich der gesamten EU konnte im Monatsvergleich um 0,5 Prozent gesteigert werden. Der Jahresvergleich offenbarte ein Nachgeben des Umsatzes um 1,4 Prozent.
Die britische Notenbank hat den Leitzins gestern unverändert bei 0,5 Prozent belassen. Die britischen Währungshüter hatten den letzten geldpolitischen Schritt mit der Entscheidung über die Ankäufe von privaten und staatlichen Anleihen in einem Gesamtvolumen von 125 Milliarden Pfund eingeleitet.
Auch die Europäische Zentralbank hat keinen Zinsschritt vollzogen, der Leitzins notiert weiterhin unverändert bei 1,00 Prozent.
Bei der US-amerikanischen Arbeitsproduktivität im Nonfarm Business wurde im ersten Quartal ein saisonbereinigter und annualisierter Anstieg um 1,6 Prozent verbucht. Im Vorfeld wurde ein Klettern um 1,2 Prozent erwartet, nachdem im vierten Quartal das Defizit noch bei 0,6 Prozent notiert hatte.
Zu der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten: die Behörden gaben hier einen Fall auf 621.000 bekannt, erwartet wurden im Vorfeld 620.000 neue Anträge nach 625.000, wobei hier von 623.000 wertberichtigt worden ist. Die US-amerikanischen Erdgasvorräte, die Nat Gas Inventories, konnten in der letzten Woche um 124 Bcf auf 2.337 Bcf gesteigert werden. Bereits in der Vorwoche hatten die Bestände um 106 Bcf zugelegt, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sie bei 1.791 Bcf notiert.
Uneinheitliche Tendenz bei den deutschen Aktienmärkten: der deutsche Leitindex schloss um 0,20 Prozent höher auf 5.064,80 Punkten. Für den MDAX ging es um 0,67 Prozent auf 5.897,14 Zähler nach unten. Der TecDAX verliess den Handel um 0,59 Prozent teuerer auf 648,75 Stellen. Die am Tage zuvor angeschlagenen ThyssenKrupp konnten sich um 3,58 Prozent auf 20,27 Euro erholen. Die Anteilsscheine von Bayer wurden durch eine Analysteneinschätzung um 3,25 Prozent auf 41,92 Euro nach oben getrieben. Schwächer haben die deutschen Rentenmärkte den gestrigen Handel verlassen. Der Juni-Bund-Kontrakt büsste 73 Ticks auf 119,10 Prozent ein. Ein großes Volumen in Höhe von rund 1.241.057 Kontrakten hatte dabei die Hände gewechselt. Im Tagesverlauf wurde auf der Unterseite die 119,04-, auf der Oberseite die 119,97-Marke touchiert. Der Juni-BOBL verlor 59 Ticks auf 114,62 Prozent.
Festere Tendenz lag an den US-amerikanischen Aktienmärkten vor. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average ging um 0,86 Prozent höher auf 8.750,24 Punkten aus dem gestrigen Handel. Der marktbreite S&P-500 wertete um 1,15 Prozent auf 942,46 Zähler auf. An der NASDAQ stieg der Composite-Index um 1,32 Prozent auf 1.850,02 Stellen, während der NASDAQ 100 um 1,17 Prozent auf 1.492,74 Punkte aufwerten konnte. Besonders stark präsentierte sich dabei die American International Group, deren Notierungen um 11,56 Prozent auf 1,64 US-Dollar anziehen konnten. Die Titel von JPMorgan standen zum Handelsschluss um 4,03 Prozent höher auf 35,35 US-Dollar. Die US-amerikanischen Staatsanleihenmärkte sind gestern unter Druck geraten. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent verloren 1-10/32 auf 95-5/32, ihre Rendite wurde bei 3,71 Prozent gemessen. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond wurde um 2-3/32 auf 94-20/32 nach unten befördert, er rentierte mit 4,58 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte sind heute morgen fester aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Nikkei-225 wertete um 99.05 Stellen oder 1 Prozent auf einen Schlussstand von 9,768.01 Punkten auf. Der marktbreite Topix konnte sich um 5.57 Punkte oder 0.6 Prozent auf 916.56 Zähler verteuern. Stützend wirkten dabei insbesondere die Ölwerte wie Inpex.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein angenehmes und geruhsames Wochenende.
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