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Marktdaten geraten zunehmend in den Hintergrund

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio



Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in eine neue Handelswoche. Lassen Sie uns zunächst ein gemeinsamen Blick auf die am Freitag veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor wir uns den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten widmen. Bitte behalten Sie im Hinterkopf, dass diese weitgehend von den Marktteilnehmern ignoriert worden sind.

Für den deutschen Einzelhandelsumsatz wurde im September im Vergleich zum Vorjahr ein nominaler Anstieg um 4,1 Prozent nach zuvor +-0,0 Prozent verbucht. Dieses Ergebnis wurde von 0,3 Prozent wertberichtigt. Real wurde ein Anstieg um 1,2 Prozent nach zuletzt noch -3,3 Prozent notiert.

Im kalender- und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat ist der Umsatz des Einzelhandels um nominal 2,5 Prozent nach zuletzt noch +2,4 Prozent gesunken. Real wurde ein Absinken um 2,3 Prozent nach +1,9 Prozent im Monat zuvor verbucht.

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone notiert im September konstant bei 7,5 Prozent. Zur Ihrer Orientierung: Ein Jahr zuvor hatte diese noch bei 7,3 Prozent gelegen.

Die Arbeitslosenquote im Bereich der 27 EU-Mitglieder stieg, für diese wurde im Berichtsmonat ein Anstieg auf 7,0 Prozent verbucht. Bitte beachten Sie, dass diese im Vergleichsmonat des Vorjahres ebenfalls bei 7,0 Prozent gelegen hatte.

Die offizielle Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone geht für Oktober von einer Jahresteuerung von 3,2 Prozent aus. Bitte beachten Sie, dass im Vormonat ein Stand der Jahresteuerung bei 3,6 Prozent verzeichnet worden ist.

Für die persönlichen Auslagen in den Vereinigten Staaten wurde im September ein Absinken um 0,3 Prozent notiert. Die Volkswirte hatten ein Rückgang im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozent antizipiert, nachdem im Monat zuvor die persönlichen Auslagen auf einem unveränderten Niveau notiert hatten.

Die persönlichen Einkommen sind in den USA im September um 0,2 Prozent geklettert. Im Vorfeld wurde ein Klettern um 0,1 bis 0,2 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor die Einkommen um 0,4 Prozent gestiegen waren. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor bekannt gegebenen +0,5 Prozent leicht nach unten wertberichtigt.

Der US-amerikanische Arbeitskostenindex notiert im dritten Quartal erwartungskonform um 0,7 Prozent höher nach einem zuvor schon verbuchten Anstieg um +0,7 Prozent.

Für den Chicagoer Einkaufsmanagerindex wurde im Oktober ein Ergebnis von 37,8 verbucht. Im Vorfeld wurde dieser im Bereich von 48 bis 50 erwartet, nachdem er im Vormonat noch bei 56,7 notiert hatte.

Für den endgültigen Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan wurde im vergangenen Monat ein Ergebnis von 57,6 notiert. Zur Ihrer Orientierung: im Vormonat hatte der Index bei 57,5 gestanden.


Die US-Aktienmärkte haben sich sehr fest in das Wochenende verabschiedet. Der Leitindex Dow Jones Industrial konnte um 1,6 Prozent bzw. 144 Stellen auf 9.325 Punkte klettern. Der marktbreite S&P-500 stieg um 1,5 Prozent bzw. 15 Punkte auf 969 Zähler. Der Nasdaq-Composite ging um 1,3 Prozent oder 22 Punkte fester auf 1.721 Punkten aus dem Handel.
Die Anteilsscheine von Chevron konnten sich nach der Vorlage guter Quartalszahlen um 0,6 Prozent auf 74,60 US-Dollar verteuern.
Die Aktien von Wal-Mart stiegen um 1,9 Prozent auf 55,80 US-Dollar.
Die US-Anleihen haben sich im späten New Yorker Handel uneinheitlich präsentiert.
Dabei konnten die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von
4,00 Prozent um 1/32 auf 100-9/32 steigen, ihre Rendite betrug 3,96 Prozent. Der mit 4,50 Prozent verzinste Longbond verlor 21/32 auf 102-4/32, seine Rendite wurde mit 4,37 Prozent angegeben.

Die deutschen Aktienmärkte haben sich ebenfalls sehr fest aus dem letzten Handelstag verabschiedet. Der deutsche Leitindex konnte um 2,4 Prozent bzw. 119 Stellen auf 4.988 Zähler klettern. Dabei wechselte in DAX-Titeln auf Xetra ein Volumen in Höhe 234,4 Mio. Aktien im Wert von rund 8,79 Mrd. Euro die Hände. Der MDAX mittelgroßer Werte stieg um 1,77 Prozent auf 5.503,6 Punkte. Für den TecDAX ging es um 4,94 Prozent auf 535,5 Zähler nach oben.
Die Anteilsscheine von BASF kletterte um 8,4 Prozent auf 26,07 Euro.
Die Papiere von Porsche zogen um 5,9 Prozent auf 69,39 Euro an.
Die Eurex/Renten-Futures sind sehr schwach aus dem Handelstag am Freitag gegangen. Der richtungweisende Dezember-Future auf den Bund büsste 111 Ticks auf 115,92 Prozent ein. In einer Tageshandelsspanne zwischen 115,88 Prozent und 117,46 Prozent wurde ein Volumen in Höhe von  866.652 Kontrakten umgesetzt. Der BOBL-Future verlor 50 Ticks auf 112,25 Prozent.

Tokioter Aktienbörsen haben sich sehr schwach in das Wochenende verabschiedet. Der Leitindex Nikkei-225 verlor 5 Prozent bzw. 453 Zähler auf 8.577 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab um 3,6 Prozent bzw. 32 Stellen auf 867 Punkte nach.
Die Börsen in Japan blieben heute wegen des Feiertages Tag der Kultur geschlossen.


Der Dezember-Kontrakt des Crude Oil konnte am vergangenem Freitag um  $1.85 oder 2.8 Prozent auf $67.81 steigen und festigte somit eine Verteuerung in Höhe von 5,7 Prozent vergangene Woche.


Sehr geehrte Leserinnen und Leser, die Veröffentlichungstermine wichtiger Wirtschaftsdaten heute können Sie hier entnehmen:  http://www.forexone.ch/Aktuelle-Termine.1029.0.html


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 

Marktdaten geraten zunehmend in den Hintergrund
Datum:   14.11.2008
Autor:   Slavisa Dosenovic
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