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Michigan signalisiert eine Stabilisierung der US-Verbraucherstimmung
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

zunächst erfolgt ein Blick auf die am Freitag veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor wir uns mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten beschäftigen.

Für den Gesamtumsatz im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland wurde im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Absinken um 20,0 Prozent notiert, nachdem im Monat zuvor das Minus noch bei 12,6 Prozent gelegen hatte. Der Inlandsumsatz fiel ebenfalls im Januar-Jahresvergleich, nämlich um 16,6 Prozent, bei dem Umsatz mit dem Ausland wurde ein Absinken um 23,8 Prozent gemessen. Zieht man den saison- und arbeitstäglich bereinigten Vergleich zum Monat zuvor hinzu, so verlor der Umsatz-Volumenindex im ersten Monat des Jahres 6,6 Prozent nach -5,8 Prozent im Dezember 2008. Im Inlandsgeschäft verlor der Index 3,7 Prozent, im Auslandsgeschäft sank er um 10,0 Prozent.

Bei den deutschen Großhandelspreisen ist im Februar gegenüber dem Vormonat ein Absinken um 0,1 Prozent nach -0,4 Prozent im Monat zuvor verbucht worden. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so wurde ein Fallen des Preisindex des Großhandels in der Bundesrepublik um 5,7 Prozent nach zuvor -5,9 Prozent verbucht.

Zu dem Arbeitskostenindex: er stieg in der Eurozone im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent. Nota bene: im Quartal zuvor wurde ein Anstieg um 4,2 Prozent verbucht, wobei hier von +4,0 Prozent wertberichtigt worden ist.
In der gesamten EU wurde für den Arbeitskostenindex im vierten Quartal ein Klettern um 4,6 Prozent festgehalten. Bereits im Quartal zuvor konnte der Index um 4,2 Prozent steigen, wobei hier von 4,1 Prozent nach oben wertberichtigt worden ist.

Ein Anstieg des Einzelhandelsumsatzes in der Eurozone um 0,1 Prozent wurde im Januar gegenüber dem Monat zuvor in der ersten Schätzung festgehalten. Im Jahresvergleich gab der Umsatz des Einzelhandels im Berichtsmonat um 2,2 Prozent nach.
Für den Einzelhandelsumsatz im Bereich der gesamten EU ist im Monatsvergleich ein Klettern um 0,6 Prozent festgehalten worden. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so wurde ein Absinken des Umsatzes im Einzelhandel um 1,2 Prozent festgehalten.

Bei der US-amerikanischen Handelsbilanz ist für den Januar ein Defizit von 36,03 Mrd. US-Dollar festgestellt worden. Im Vorfeld wurde ein Minus im Bereich von 38,2 bis 38,4 Mrd. US-Dollar erwartet. Nota bene: im Vormonat lag das Defizit bei 39,90 Mrd. US-Dollar, im Januar 2008 wurden -59,16 Mrd. US-Dollar notiert.

Für die US-amerikanischen Importpreise ist im Februar ein Absinken um 0,2 Prozent nach zuletzt -1,2 Prozent festgehalten worden. Hier ist von -1,1 Prozent wertberichtigt worden.
Ohne Öl wurde ein Fallen um 0,6 Prozent nach zuvor -0,8 Prozent festgehalten.

Die US-amerikanischen Exportpreise nahmen im vergangenen Monat um 0,1 Prozent nach einem zuvor verbuchten Klettern in Höhe von 0,5 Prozent ab.

Der vorläufige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan für die Vereinigten Staaten steht im aktuellen Monat bei 56,6. Das ist erwartungskonform, hier wurde auf ein Ergebnis im Bereich von 55,7 bis 56,3 spekuliert. Zur Ihrer Orientierung: im Monat zuvor lag der Index noch bei 56,3. Das aktuelle Ergebnis deutet auf eine Stabilisierung der US-Verbraucherstimmung hin.


Der Handelsverlauf an den deutschen Aktienmärkten ist uneinheitlich ausgefallen. Der deutsche Leitindex büsste am letzten Handelstag der vergangenen Woche 0,07 Prozent auf 3.953,60 Zähler ein. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 1,21 Prozent auf 4.462,42 Punkte nach oben. Der TecDAX konnte um 0,20 Prozent auf 427,63 Stellen klettern.
Die Papiere von K+S gingen um 3,46 Prozent höher auf 32,59 Euro aus dem Handel.
Die Anteilsscheine der Commerzbank konnten sich um 0,94 Prozent auf 2,67
Euro verteuern.
Die EUREX/Renten-Märkte haben sich schwächer aus der Freitager Session verabschiedet. Der Juni-Future-Kontrakt auf den Bund verlor 63 Ticks auf 123,60 Prozent. Dabei haben in einer engen Tageshandelsspanne zwischen 123,13 Prozent und 124,13 Prozent rund 794.000 Kontrakte die Hände gewechselt. Der Juni-BOBL sank um 29 Ticks auf 116,17 Prozent.
 
Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben die vergangene Handelswoche mit Gewinnen verlassen. Am Freitag kletterte der Leitindex Dow Jones Industrial Average um 0,75 Prozent auf 7.223,98 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,77 Prozent auf 756,55 Zähler zu. An der Technologiebörse NASDAQ wurde für den Composite-Index ein Anstieg um 0,38 Prozent auf 1.431,50 Stellen verbucht. Der NASDAQ 100 gewann 0,33 Prozent auf 1.168,52 Punkte.
Die Aktien von Bank of America büssten bis zum Handelsschluss 1,54 Prozent auf 5,76 US-Dollar ein.
Besonders erfreulich gestaltet sich die gegenwärtige Lage für die Anteilsscheine von General Motors. Nach dem rasanten Anstieg am Donnerstag wurde eine erneute Verteuerung in Höhe von 24,77 Prozent auf 2,72 US-Dollar für den amerikanischen Automobilbauer verbucht.
Die US-amerikanischen Anleihen sind uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Die zweijährigen Anleihen konnten um 3/32 Punkte auf 99 27/32 Punkte zulegen, sie rentierten mit 0,956 Prozent. Fünfjährige Anleihen kletterten um 5/32 Punkte auf 100 2/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 1,860 Prozent. Die zehnjährigen Anleihen gaben um 5/32 Punkte auf 98 29/32 Punkte nach, ihre Rendite wurde mit 2,876 Prozent festgehalten. Longbonds mit einer Laufzeit schlossen um 31/32 Punkte schwächer auf 96 31/32 Punkten, ihre Rendite wurde mit 3,667 Prozent angegeben.

Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen fester. Der Nikkei-225 notiert zum Beobachtungszeitpunkt auf 7,704.15 Zählern.

Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


Michigan signalisiert eine Stabilisierung der US-Verbraucherstimmung
Datum:   16.03.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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