Artikel » Handelsinstrumente
NAHB auf dem niedrigsten Stand seit dem Beginn der Datenreihe

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

lassen Sie uns zunächst einen gemeinsamen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen.

Die Jahresteuerung in der Eurozone notiert im Juni bei 4,0 Prozent. Im Vormonat wurde die jährliche Inflationsrate noch bei 3,7 Prozent gemessen, nachdem ein Jahr zuvor die Rate bei 1,9 Prozent gelegen hatte. Der Monatsvergleich wird mit +0,4 Prozent angegeben, nach zuvor verkündeten +0,6 Prozent.
Die Jahresteuerung für den gesamten Bereich der EU wurde für den Berichtsmonat bei 4,3 Prozent nach 4,0 Prozent im Vormonat und 2,1 Prozent im Jahr zuvor angegeben. Auf Monatssicht notiert die Inflationsrate für die gesamte EU ebenfalls bei 0,4 Prozent.

Die US-amerikanischen Verbraucherpreise sind im Juni um 1,1 Prozent geklettert. Erwartet wurde jedoch ein Anstieg um 0,7 bis 0,8 Prozent, nachdem im Monat zuvor die Preise der Konsumenten um 0,6 Prozent geklettert waren. Auf Jahressicht stiegen die US-Verbraucherpreise um 5,0 Prozent. Von Seiten der Marktteilnehmer wurde allerdings nur mit einer Jahresinflation in Höhe von 4,6 Prozent gerechnet.
Die Kernrate ist in den Vereinigten Staaten um 0,3 Prozent gestiegen. Die Erwartungen hatten hier bei +0,2 Prozent gelegen, was auch dem Anstieg im Vormonat entsprach. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Kernrate um +2,4 Prozent gestiegen, bei erwarteten plus 2,3 Prozent.

Die US-amerikanische Industrieproduktion konnte im vergangenen Monat um 0,5 Prozent gesteigert werden. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld auf ein Anstieg im Bereich von 0,0 bis 0,2 Prozent gesetzt, nachdem im Vormonat die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten um 0,2 Prozent zurückgegangen war. Bitte beachten Sie, dass damit der im letzten Monat veröffentlichte Wert bestätigt worden ist.

Die US-amerikanische Kapazitätsauslastung notiert im Juni bei 79,9 Prozent. Im Vorfeld wurde ein Ergebnis bei 79,4 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor 79,6 Prozent veröffentlicht worden sind. Damit wurde der zuletzt veröffentlichte Wert von 79,4 Prozent nach oben revidiert.

Die Bekanntgabe des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration zur US-amerikanischen Lagerhaltung ergab, dass die US-amerikanischen Rohölvorräte, die Crude Oil Inventories in der vorangegangenen Woche um 3,0 Mio. Barrel gestiegen sind, nach zuvor -5,9 Mio. Barrel.
Die Benzinvorräte, die Gasoline Inventories haben in den Vereinigten Staaten im Wochenvergleich um 2,4 Mio. Barrel zugenommen, nachdem zuletzt ein Plus in Höhe von 0,8 Mio. Barrel verbucht worden war.
Die Vorräte an Destillaten, die Distillate Inventories, die auch das Heizöl beinhalten, konnten gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 3,2 Mio. Barrel gesteigert werden, nach zuvor +1,8 Mio. Barrel.

Der NAHB-Index für dieVerkaufsaktivitäten von neuen Einfamilienhäuser ist auf 16 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1985 gefallen.

 
Die US-Aktienmärkte haben sich gestern in bester Jubellaune gezeigt. Der Dow Jones Industrial verteuerte sich um 2,52 Prozent auf 11.239,28 Punkte.
Der S&P-500-Index konnte um 2,51 Prozent auf 1.245,36 Punkte klettern.
Der Composite-Index stieg um 3,12 Prozent auf 2.284,85 Punkte. Der NASDAQ 100 konnte um 2,53 Prozent auf 1.843,87 Punkte zulegen.
Die Anteilsscheine der Bank of America stiegen um 22,41 Prozent auf 22,67 Dollar. Die Aktien der Citigroup verteuerten sich um 12,91 Prozent auf 16,47 Dollar.
Die Papiere von Chevron gaben um 3,39 Prozent auf 86,39 Dollar nach.
Die US-Anleihen haben sich gestern im späten Handel schwächer präsentiert.
Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 3,875 Prozent verloren 30/32 auf 99-16/32, ihre Rendite lag bei 3,94 Prozent. Der mit 4,375 Prozent verzinste Longbond verlor 1-28/32 auf 96-23/32, seine Rendite kletterte auf 4,58 Prozent.

Die deutschen Aktienindices haben sich mit Gewinnen aus dem Handelstag verabschiedet. Der DAX schloss um 1,21 Prozent höher auf 6.155,37 Punkten.
Insgesamt wechselten 201,4 Mio. Dax-Aktien in einem Gesamtvolumen von 7,85 Mrd. Euro die Hände auf Xetra.
Der MDAX  mittelgroßer Werte legte 0,97 Prozent auf 8.224,94 Punkte zu.
Der TecDAX gewann 1,80 Prozent auf 701,47 Punkte.
Die Anteilsscheine von VW konnten sich um 7,9 Prozent auf 187,90 Euro verteuern.
Die Aktien der Postbank büssten 7,3 Prozent auf 46,77 Euro ein.
SAP kletterten um 4,8 Prozent auf 34,93 Euro.
Die EUREX/Renten-Futures haben sich zum Handelsende leichter präsentiert. Der September-Kontrakt des Bund-Futures verlor 14 Ticks auf 112,17 Prozent. In einer Tageshandelsspanne zwischen 112,19 Prozent und 112,76 Prozent wurden 886.379 Kontrakte umgesetzt. Der BOBL-Futures büsste 22 Ticks auf 106,76 Prozent ein.

Jubelstimmung herrschte auch an Nippons Börsen. Nikkei 225 gewann 127.15 Zähler oder 1 Prozent auf 12,887.95 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann 14.37 Zähler oder 1.2 Prozent auf 1,263.65Punkte.


Der August-Kontrakt im Crude Oil hat gestern $4.14 oder 3 Prozent auf $134.60 eingebüsst.


Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf die folgenden Uhrzeiten, wenn die Bekanntgaben wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgen:

11:00 Uhr MEZ: Die Publikmachung der Zahlen zur europäischen Produktion im Baugewerbe (Construction Output) für Mai 2008 findet um 11:00 Uhr statt.

14:30 Uhr: Um diese Uhrzeit erfolgen:

- die Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen (Building Permits) für Juni 2008. Hier werden 0,970 bis 0,980 Mio. Baugenehmigungen erwartet, nachdem es im Monat zuvor noch 0,969 Mio. gewesen sind.

- die Offenlegung der Zahlen zu den US-amerikanischen Wohnbaubeginnen (Housing Starts), ebenfalls für Juni 2008.

- die Bekanntgabe der Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Initial Jobless Claims) für die Vorwoche

Bitte agieren Sie bei der Veröffentlichung der ersten beiden Wirtschaftsdatensätze sehr vorsichtig.

16:00 Uhr: Der Wirtschaftstag wird durch die Veröffentlichung des Philadelphia Fed Indices (Philadelphia Fed Survey) für Juli 2008 fortgeführt. Die Marktteilnehmer erwarten den Philly Fed Index bei -15,0 bis -15,2, nachdem im Vormonat der Index noch bei -17,1 gestanden hatte.

16:35 Uhr: Die Veröffentlichung des wöchentlichen Erdgasberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US-amerikanischen Lagerhaltung rundet den Wirtschaftstag ab.

Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


NAHB auf dem niedrigsten Stand seit dem Beginn der Datenreihe
Datum:   17.07.2008
Autor:   Slavisa Dosenovic
Aufrufe:   706
Druckansicht   druckbare Version anzeigen
weiterempfehlen   Artikel empfehlen
0 Kommentar(e)   Kommentar schreiben