Zürich/Frankfurt/New York/TokioSehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir starten frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die
gestern bekannt gegebenen Wirtschaftszahlen werfen, bevor wir uns den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten widmen.
Für die Produktion im Baugewerbe wurde im Eurozonenbereich im Monat September ein Absinken um 1,3 Prozent registriert. Bitte beachten Sie, dass die Produktion des Vormonats von 0,1 Prozent auf 0,4 Prozent wertberichtigt worden ist. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so wurde ein Absinken der Bauproduktion um 3,8 Prozent nach zuletzt -1,7 Prozent verbucht.
Für den gesamten EU-Raum wurde im September eine Abkühlung des Baugewerbes um 1,5 Prozent nach zuletzt noch vermeldeten 0,2 Prozent verbucht. Hier wurde von -0,2 Prozent nach oben wertberichtigt. Zieht man den Monatsvergleich des Vorjahres hinzu, so wurde für die Produktion im Bereich der gesamten EU ein Fallen um 3,1 Prozent nach zuvor -0,2 Prozent registriert.
Nach Aussagen der Mortgage Bankers Association of America wurde ein Rückgang des von ihr herausgegebenen Index gegenüber der Vorwoche um 6,2 Prozent auf 398,6 Punkte gemessen.
Dabei wurde ein Rückgang des Teilindex, der die Neuanträge zum Kauf von Häusern abbildet, um 12,6 Prozent auf 248,5 Punkte verbucht. Der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite legte um 2,6 Prozent auf 1.281,2 Zähler hinzu.
Für die Zahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen wurde im Oktober ein Stand von 708.000 verbucht. Zur Ihrer Orientierung: Die Volkswirte hatten im Vorfeld ein Ergebnis im Bereich von 760.000 bis 775.000 erwartet, nachdem im Monat davor noch 805.000 registriert worden waren. Bitte beachten Sie, dass damit der Vormonatswert von ehemals publik gemachten 786.000 nach oben revidiert worden ist.
Bei den US-amerikanischen Verbraucherpreisen wurde ein Absinken um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat und somit der stärkste Rückgang seit 62 Jahren bekannt gegeben. Im Vorfeld waren die Volkswirte von einem Minus von 0,8 Prozent ausgegangen. Für die Kernrate wurde ein Minus von 0,071 Prozent gegenüber dem Vormonat verbucht. Zieht man den Vorjahresmonatvergleich hinzu, so wurde ein Fallen der Kernrate um +2,2 Prozent registriert.
Die Anzahl der Wohnbaubeginne notiert in den Vereinigten Staaten im Oktober bei 791.000. Im Vorfeld wurden etwa 780.000 nach 828.000 im Vormonat erwartet. Bitte beachten Sie, dass damit das Ergebnis der Vormonats von zuvor veröffentlichten 817.000 nach oben wertberichtigt worden ist.
Die Offenlegung des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration zur US-amerikanischen Lagerhaltung ergab einen Anstieg der US-amerikanischen Rohölvorräte, der Crude Oil Inventories in der vorangegangenen Woche um 1,6 Mio. Barrel (nach zuvor +/-0,0 Mio. Barrel).
Für die Benzinvorräte, die Gasoline Inventories wurde im Wochenvergleich eine Ausweitung um 500.000 Barrel nach zuletzt einem Plus in Höhe von 2,0 Mio. Barrel verbucht.
Die Vorräte an Destillaten, die Distillate Inventories, zu denen auch das Heizöl gerechnet wird, sind gegenüber der Vorwoche um 1,5 Mio. Barrel nach zuvor +0,6 Mio. Barrel gefallen.
Aus dem Protokoll der Federal Reserve vom 29. Oktober ging ein erwartetes aber düsteres Ergebnis hervor. Demnach dürfte das reale Wirtschaftswachstum im aktuellen Jahr zwischen 0,0 und 0,3 Prozent liegen. Auch im Jahr 2009 ist kaum mit einer Belebung der amerikanischen Volkswirtschaft zu rechnen. Damit wurde nun das, was alle wissen, aber was sich bisher kaum jemand mit dem Namen auszusprechen gewagt hat, beschrieben: Rezession.
Das ganze Protokoll kann auf der Seite der Federal Reserve unter folgendem Link aufgerufen werden:
http://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/fomcminutes20081029.htm
Die
US-amerikanischen Aktienmärkte haben gestern auf breiter Front an Boden verloren.
Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verbilligte sich um 5,07 Prozent bzw. 427,47 Zähler auf 7.997,28 Punkte ein.
Der marktbreite S&P-500 gab um 6,12 Prozent auf 806,58 Punkte nach.
An der Technologiebörse NASDAQ büsste der Composite-Index 6,53 Prozent auf 1.386,42 Zähler ein.
Der NASDAQ 100 sank um 5,90 Prozent auf 1.087,60 Punkte.
Die Indizes markierten dabei die niedrigsten Schlusskurse seit mehreren Jahren.
Die Papiere der Citigroup brachen mit einem Minus in Höhe von 23,44 Prozent auf 6,40 US-Dollar regelrecht ein.
Die Titel von Bank of America sackten um 14,02 Prozent auf 13,06 US-Dollar ein.
Die US-Anleihenmärkte waren gestern von einer sehr festen Tendenz geprägt.
Dabei konnten die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von
3,750 Prozent um 1-14/32 auf 103-10/32 klettern, ihnen wurde eine Rendite von 3,36 Prozent zugeordnet. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond zog um 3-2/32 auf 109-18/32 an, er rentierte mit 3,95 Prozent.
Die
deutschen Aktienmärkte haben sich gestern sehr schwach vom Handelstag verabschiedet.
Der deutsche Leitindex gab dabei um 4,92 Prozent auf 4.354,09 Zähler nach. Dabei wechselte in DAX-Titeln auf Xetra ein Volumen in Höhe von rund 185,9 Mio. Aktien im Wert von rund 4,26 Mrd. Euro die Hände.
Für der MDAX mittelgroßer Werte ging es um 4,95 Prozent auf 4.926,61 Punkte nach unten.
Der TecDAX verlor sogar 7,56 Prozent auf 457,16 Zähler.
Die Händler gaben als Hauptgrund für die starken Verkäufe die BASF-Senkung das Gewinnzieles für das Jahr 2008 in kurzen Intervallen in Folge an, zumal wurde von Seiten der Ludwigshafener Unternehmensführung eine Produktionsdrosselung angekündigt. Die Titel sackten daraufhin um 13,65 Prozent auf 21,96 Euro ein.
Die Notierungen von Hypo Real Estate sanken um 21,60 Prozent auf 2,54 Euro.
Die Eurex/Renten-Futures konnten sich erheblich höher aus dem gestrigen Handelstag verabschieden. Der richtungweisende Dezember-Future auf den Bund zog um 83 Ticks auf 119,95 Prozent an. Dabei wechselten in einer engen Tageshandelsspanne zwischen 119,06 Prozent und 119,99 Prozent 728.000 Kontrakte die Hände. Der BOBL-Future stieg um 27 Ticks auf 114,31 Prozent.
Der
japanische Leitindex notiert heute morgen zum Beobachtungszeitpunkt erheblich schwächer in der Nähe der 7.700,00-Marke.
Der Dezember-Kontrakt im
Crude Oil hat gestern 77 Cents oder 1.4 Prozent auf $53.62 eingebüsst.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, die Veröffentlichungstermine wichtiger Wirtschaftsdaten heute können Sie hier entnehmen: http://www.forexone.ch/Aktuelle-Termine.1029.0.html Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag.