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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir starten gemeinsam frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Bevor wir uns mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten beschäftigen, erfolgt ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen.
Für den deutschen Großhandelsumsatz ist im Januar ein Fallen um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gemessen worden. Zieht man den kalender- und saisonbereinigten Vergleich hinzu, so wurde ein Absinken des Umsatzes des Großhandels um 0,4 Prozent verbucht.
Zu dem Dienstleistungsindex für die Eurozone: dieser ist in der zweiten Veröffentlichung für Februar bei 39,2 festgehalten worden. Nota bene: damit ist die offizielle Vorabschätzung von 38,9 nach oben wertberichtigt worden, nachdem der Index bezüglich der Dienstleistungen im Monat zuvor noch bei 42,2 notiert hatte.
Bei dem Einkaufsmanagerindex für die Eurozone ist in der zweiten Veröffentlichung für Februar ein Ergebnis von 36,2 ermittelt worden. Dieser hatte bereits im Vormonat bei 36,2 notiert, womit im Vorfeld auch gerechnet worden ist.
Die Zahlen zum US-amerikanischen ADP Arbeitsmarktbericht der Automatic Data Processing Inc. für Februar 2009 ergaben, dass in diesem Zeitraum die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten um 697.000 gesunken ist. Im Monat zuvor hatte das Minus noch 614.000 betragen, hier wurde von 522.000 weiter ins Minus wertberichtigt.
Ein leicht besseres Ergebnis wurde bei dem US-amerikanischen ISM Non-Manufacturing Index für Februar mit 41,6 Prozent ermittelt. Im Vorfeld wurde auf ein Ergebnis von 41,3 Prozent nach zuvor 42,9 Prozent spekuliert.
Mit dem Beige Book wurden die Erwartungen bestätigt. Man erwartet eine wirtschaftliche Erholung nicht vor der Jahreswende 2009/2010. In vielen Distrikten wurde eine Zunahme des Konsums festgehalten, jedoch bliebe dieser weiterhin unterhalb den Erwartungen. Für den Preisauftrieb wurde eine leichte Verringerung festgestellt. Dagegen nahm die Arbeitslosigkeit in allen Regionen zu.
Ein Konjunkturpaket in Höhe von 570 Mrd. Euro wurde von Seiten der chinesischen Regierung angekündigt. Als Hauptpfeiler des Konjunkturpaketes hob man unter anderem die Finanzierung des Wohnungsbau für untere Einkommensschichten, Infrastrukturprojekte auf dem Land und technische Innovationen hervor.
Die deutschen Aktienmärkten haben sich sehr fest aus dem gestrigen Handelstag verabschiedet. Der deutsche Leitindex konnte um 5,42 Prozent auf 3.890,94 Punkte zulegen. Der MDAX verteuerte sich um 4,57 Prozent auf 4.557,12 Zähler. Der TecDAX kletterte um 4,69 Prozent auf 439,67 Stellen. Postbank und Infineon weichen aufgrund der Fast-Exit-Regel Fresenius und Hannover Rück, die nun neu im deutschen Aktienindex gelistet werden. Mit diesem Schritt ist das dominierende Bankengewicht im deutschen Aktienindex passé. Die Wertpapiere von Salzgitter waren gestern mit einem Plus in Höhe von 11,08 Prozent auf 50,63 Euro der Primus im DAX. Die Anteilsscheine von Daimler konnten sich um 9,88 Prozent auf 19,63 Euro besser stellen. Die EUREX/Renten-Märkte haben sich schwächer verabschiedet. Der Juni-Future-Kontrakt auf den Bund sank um 79 Ticks auf 123,19 Prozent. Dabei hatten in einer Tageshandelsspanne zwischen 124,23 Prozent und 125,17 Prozent rund 629.177 Kontrakte die Hände gewechselt. Auch für die US-amerikanischen Aktienindizes ging es gestern steil nach oben. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average kletterte bis zum Handelsschluss um 2,23 Prozent auf 6.875,84 Punkte. Der marktbreite S&P-500 legte um 2,38 Prozent auf 712,87 Zähler zu. An der Technologiebörse NASDAQ konnte der Composite-Index um 2,48 Prozent auf 1.353,74 Stellen aufwerten. Der NASDAQ 100 stand beim Ertönen der Schlussglocke um 2,74 Prozent höher auf 1.110,30 Punkte. Die Notierungen von General Electric verloren nach der Bekanntgabe des Auftrages in Höhe von 438 Millionen US-Dollar von Seiten des Pentagons 4,56 Prozent auf 6,69 US-Dollar. Für die Aktien von Alcoa ging es um 12,84 Prozent auf 6,24 US-Dollar sehr steil nach oben. Der Handelsverlauf an dem US-amerikanischen Anleihenmarkt war erneut von Verlusten gekennzeichnet. Die zweijährigen Anleihen gaben um 5/32 Punkte auf 99 26/32 Punkte nach, ihre Rendite wurde bei 0,975 Prozent gemessen. Fünfjährige Anleihen verloren 20/32 Punkte auf 99 18/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 1,966 Prozent. Für die richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen ging es um 1 3/32 Punkte auf 97 27/32 Punkte nach unten, sie rentierten mit 2,999 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren schlossen um 1 19/32 Punkte schwächer auf 96 16/32 Punkten, ihre Rendite wurde mit 3,694 Prozent angegeben. Die japanischen Aktienmärkte haben überwiegend fester geschlossen. Der Nikkei-225 kletterte auf 7433 Zähler. Der marktbreite Topix-Index stieg um 1,3 Prozent auf 741 Punkte.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag.
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