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Nikkei-225 schließt erneut schwächer

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio



Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

zunächst erfolgt ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor wir gemeinsam die Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten studieren.

Für den ZEW Konjunkturindex für Deutschland wurde im aktuellen Monat ein Stand bei -5,8 offen gelegt. Der Index wurde im Vorfeld mit -25 erwartet, nachdem er im Monat zuvor noch bei -31,0 gestanden hatte. Die aktuelle konjunkturelle Lage Deutschlands verschlechterte sich auf -86,2 Zähler von noch -77,1 im Vormonat.
Zu der Konjunkturerwartung in der Eurozone: hie verbesserte sich die Lage zum Vormonat um 22,1 Zähler auf nun -8,7 Punkte. Dabei büsste die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum 6,3 Punkte auf nunmehr -91,0 Zähler ein.

Zu der Handelsbilanz in der Euro-Zone: diese weist in der ersten Schätzung für Dezember ein defizitäres Ergebnis in Höhe von 0,7 Mrd. Euro (nach 3,9 Mrd. Euro im Vorjahr) aus. Das Defizit des Vormonats ist auf 5,8 Mrd. Euro von zuvor -7,0 Mrd. Euro wertberichtigt worden. Die Ausfuhren sanken im Berichtsmonat im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigte 0,9 Prozent, die Einfuhren um 3,9 Prozent.
Für den gesamten Bereich der EU wurde in der ersten Schätzung ein Defizit für die Handelsbilanz in Höhe von 10,4 Mrd. Euro verglichen mit -17,7 Mrd. Euro im Vorjahresmonat ausgewiesen. Dabei ist das Minus des Vormonats auf 23,6 Mrd. Euro von zuvor bekannt gegebenen -23,8 Mrd. wertberichtigt worden. Die Ausfuhren fielen im Berichtsmonat saisonbereinigt um 1,0 Prozent, die Einfuhren um 6,0 Prozent.

Der New York Empire State Index der New York Fed wurde im Februar bei -34,65 ausgewiesen, was ein neues Rekordtief darstellt. Im Vorfeld wurde ein unveränderter Stand im Bereich von -22 bis -24 erwartet, nachdem der Index im Monat zuvor noch bei -22,20 notiert hatte.

Der State Street Investor Confidence Index wurde im Februar mit 72,9 verbucht, nachdem er einen Monat zuvor noch bei 60,2 notiert hatte. Bitte beachten Sie, dass damit der Vormonatswert von 60,3 leicht nach unten wertberichtigt worden ist.

Zu dem US-amerikanischen Housing Market Index: dieser notiert im aktuellen Monat bei 9, nachdem er im Vormonat noch mit 8 veröffentlicht worden ist. Im Vorfeld wurde keine Veränderung erwartet.


An den deutschen Aktienmärkten wurde gestern fleißig verkauft. Der deutsche Leitindex büsste dabei 3,44 Prozent auf 4.216,60 Zähler ein. Der MDAX mittelgroßer Werte sackte um 4,21 Prozent auf 5.008,10 Punkten ein. Der TecDAX verlor 1,95 Prozent auf 482,42 Punkte.
Die deutschen Automobilwerte standen erneut kräftig unter Druck: die Wertpapiere von Daimler büssten im Zuge der Bekanntgabe von Quartalszahlen 3,8 Prozent auf 22,66 Euro ein. Die Notierungen von BMW verloren besorgniserregende 6,2 Prozent.
Für Man ging es um satte 7 Prozent auf 33,30 Euro nach unten.
Die EUREX/Renten-Märkten waren von Käufen geprägt. Der März-Future-Kontrakt auf den Bund-Future konnte um 72 Ticks auf 125,82 Prozent zulegen. Dabei wechselten in einer Tageshandelsspanne zwischen 125,18 Prozent und 125,97 Prozent rund 746.000 Kontrakte die Hände. Der Bobl-Future stieg um 46 Ticks auf 117,75 Prozent.
 
Die US-amerikanischen Aktienmärkten waren von Verkäufen geprägt. Der Leitindex Dow Jones Industrials Average verabschiedete sich um 3,79 Prozent schwächer auf 7.552,60 Punkten aus dem gestrigen Handelstag. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 4,56 Prozent auf 789,17 Zähler. Keine Ahnung, was die 800er-Marke für eine Rolle spielt, aber nahezu jeder erwähnt sie. Mir erschließt sich hier kein Sinn, ohne in die Abrakadabra-Schublade zu greifen. Es ist irgendwo immer das Gleiche; die Menschen erfinden im Nachhinein Gründe um eine Welt zu verstehen von der sie nicht einmal ansatzweise die leiseste Ahnung haben. Lesen Sie das Buch Liar`s Poker von Michael Lewis. Dort kann man einiges lernen und es ist zudem unterhaltsam geschrieben.
An der Technologiebörse NASDAQ ging der Composite-Index um 4,15 Prozent schwächer auf 1.470,66 Punkten aus dem Handel. Der NASDAQ 100 büsste 4,03 Prozent auf 1.187,04 Punkte ein.
Wie war das noch einmal mit 5 US-Dollar? General Motors brachen gestern um 12,80 Prozent auf 2,18 US-Dollar ein.
Für die Finanzwerte ging es gestern wieder deutlich nach unten: die Wertpapiere der Citigroup gingen um 12,32 Prozent leichter auf 3,06 US-Dollar aus dem Handel.
An den US-Anleihenmärkten wurden im späten New Yorker Handel Gewinne verbucht. Die zehnjährigen Papiere mit einem Kupon von 2,750 Prozent schlossen um 2-4/32 höher auf 100-28/32, ihre Rendite wurde mit 2,65 Prozent verbucht. Der mit 3,500 Prozent verzinste Longbond kletterte um 3-17/32 auf 100-14/32, er rentierte mit 3,48 Prozent.
 

Die japanischen Aktienmärkte haben sich schwächer aus dem heutigen Handelstag verabschiedet. Der Nikkei-225 verlor 1,45 Prozent auf 7.534,44 Punkte. Nota bene: hier liegt der schwächste Schlusskurs seit nahezu vier Monaten vor. Der marktbreite TOPIX büsste 0,96 Prozent auf 749,26 Zähler ein.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


Nikkei-225 schließt erneut schwächer
Datum:   18.02.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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