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Nippons Aktienmärkte schließen sehr schwach
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

zunächst zu den gestrigen Wirtschaftsereignissen bevor wir dann wie gewohnt mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.
 
Der Leitzins wurde von der Japanischen Notenbank unverändert bei 0,1 Prozent belassen.

Für die Leistungsbilanz aller EU Mitgliedsstaaten wurde in der zweiten Veröffentlichung für das dritte Quartal ein defizitäres Ergebnis in Höhe von 39,5 Mrd. Euro bekannt gegeben. Nota bene: im Quartal zuvor lag das Defizit bei 29,6 Mrd. Euro, im Vorjahresvergleichsquartal bei -9,7 Mrd. Euro.

Zu der Dienstleistungsbilanz der EU: diese weist im dritten Quartal in der zweiten Veröffentlichung einen Überschuss von 19,3 Mrd. Euro. Bereits im Vorquartal war ein Überschuss von 21,4 Mrd. Euro, im Vorjahresvergleichsquartal ein Plus von 23,5 Mrd. Euro verzeichnet worden.

Die Bekanntgabe der Zahlen zu den europäischen Auftragseingängen in der Industrie für November 2008 ergab, dass in der Euro-Zone die Auftragseingänge im November um 4,5 Prozent nach -5,7 Prozent im Vormonat gesunken sind. Im Jahresvergleich wurde ein Fallen der Auftragseingänge um 26,2 Prozent nach -15,1 Prozent registriert.

Für den gesamten Bereich der EU wurde ein Absinken um 3,9 Prozent nach zuletzt noch -6,6 Prozent registriert. Im Jahresvergleich wurde ein Fallen der Auftragseingänge um 25,4 Prozent nach -17,9 Prozent gemessen.

Bei der Zahl der Wohnbaubeginne in den Vereinigten Staaten wurde im Dezember ein Stand von 550.000 und damit ein Rückgang um 15,5 Prozent ermittelt. Im Vorfeld wurde ein Ergebnis im Bereich von 605.000 bis 610.000 erwartet, nachdem es im Monat zuvor 651.000 gewesen sind. Nota bene: damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 625.000 nach oben wertberichtigt.

Für die Zahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen wurde im Dezember ein Stand von 549.000 ermittelt, was ein Minus von 10,7 Prozent zum Vormonat darstellt. Im Vorfeld wurden 600.000 bis 610.000 erwartet.

Bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten ein Anstieg auf 589.000 veröffentlicht. Die Volkswirte hatten im Vorfeld 548.000 neue Anträge nach zuvor 527.000 erwartet, wobei hier von 524.000 wertberichtigt worden ist.

Die Bekanntgabe des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration zur US-amerikanischen Lagerhaltung ergab, dass die US-amerikanischen Rohölvorräte, die Crude Oil Inventories in der vorangegangenen Woche um 6,1 Mio. Barrel nach zuvor +1,2 Mio. Barrel geklettert sind.

Für die Benzinvorräte, die Gasoline Inventories wurde in den USA eine Ausweitung im Wochenvergleich um 6,5 Mio. Barrel nach zuletzt einem Plus in Höhe von 2,1 Mio. Barrel notiert.

Bei den Vorräten an Destillaten, den Distillate Inventories, die auch das Heizöl beinhalten, wurde gegenüber der Vorwoche ein Anstieg in den Vereinigten Staaten um 800.000 Barrel nach zuvor +6,4 Mio. Barrel gemessen.
 

Die deutschen Aktienmärkte sind schwächer aus dem gestrigen Handelstag gegangen. Der deutsche Leitindex verlor 0,98 Prozent auf 4.219,42 Punkte. Der MDAX mittelgroßer Werte büsste 1,12 Prozent auf 4.880,13 Zähler ein. Der TecDAX verbilligte sich um 0,60 Prozent auf 457,43 Punkte.
Die Anteilsscheine der Commerzbank konnten sich um 1,92 Prozent auf 2,915 Euro erholen.
Die Wertpapiere der Allianz waren mit einer Verteuerung in Höhe von 4,16 Prozent auf 62,83 Euro der DAX-Primus.
Die Aktien von Infineon Technologies verloren 4,67 Prozent auf 0,72 Euro.
Die EUREX/Renten-Futures waren gestern von einem schwächeren Handelsverlauf geprägt. Der auf den Verfallsmonat März lautende Bundfuture verlor 54 Ticks auf 124,33 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 124,09 Prozent und 125,34 Prozent rund 864.140 Kontrakte gehandelt. Der BOBL-Future mit der selben Fälligkeit büsste 19,5 Ticks auf 116,41 Prozent ein.
 
Die gestrige Schlussglocke zementierte für die US-amerikanischen Aktienmärkte erneut Verluste. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average stand dabei um 1,28 Prozent schwächer auf 8.122,80 Punkten. Für den marktbreiten S&P-500 ging es um 1,52 Prozent auf 827,50 Zähler runter. An der Technologiebörse NASDAQ sank der Composite-Index um 2,76 Prozent auf 1.465,49 Punkte nach unten. Der NASDAQ 100 büsste 1,49 Prozent auf 1.168,08 Punkte ein.
Die Anteilsscheine von Google konnten sich noch vor den Quartalszahlen um 1,13 Prozent auf 306,50 US-Dollar verteuern.
Kein Abreißen der Sorgen um den US-amerikanischen Chipsektor: Qimonda verloren 27,78 Prozent auf 0,26 US-Dollar
Für die Citigroup wurden Abschläge in Höhe von 15,26 Prozent festgehalten.
Die US-amerikanischen Anleihen haben sich im späten New Yorker Handel schwächer gezeigt. Die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von 3,750 Prozent verloren 20/32 auf 109-27/32, ihre Rendite lag bei 2,60 Prozent. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond gab um 2-16/32 auf 123-02/32, er rentierte mit 3,27 Prozent.

Die Aktienmärkte Nippons haben sich sehr schwach aus dem letzten Handelstag der Woche verabschiedet. Der Leitindex Nikkei 225 rutschte um 3,81 Prozent auf 7.745,25 Punkte nach unten. Der breit gefasste TOPIX büsste 2,81 Prozent auf 773,55 Zähler ein.
 

Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein schönes Wochenende. 


Nippons Aktienmärkte schließen sehr schwach
Datum:   23.01.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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