Artikel » Handelsinstrumente
Notenbank Japans lässt den Leitzins unverändert
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


 Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns zunächst ein wenig Zeit den gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen widmen bevor wir mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.


Für die deutschen Gewerbeanmeldungen ist im ersten Quartal 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Anstieg um 1,8 Prozent auf 223.000 gemeldet worden. Im gleichen Beobachtungszeitraum wurde für die Zahl der Abmeldungen ein Klettern um 5,2 Prozent auf 205.000 verbucht.

Zu der Zahl der Erwerbstätigen in der Eurozone: diese hat im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent nach zuvor festgehaltenen -0,3 Prozent nachgelassen. Dabei büsste im Vergleich zum Vorjahr die Beschäftigtenzahl um 1,2 Prozent, verglichen mit einem Konstantbleiben im vorangegangenen Quartal, ein.
Die Erwerbstätigkeit aller 27 EU Mitgliedstaaten hat im Vergleich zu dem letzten Quartal um 0,8 Prozent nachgegeben (nach -0,3 Prozent im Vorquartal). Der Zuwachs notierte zum entsprechenden Quartal des Jahres zuvor bei -1,2 Prozent nach 0,2 Prozent im letzten Quartal.

Bei dem New York Empire State Index ist im Juni ein Ergebnis bei -9,41 gemessen worden. Zur Ihrer Orientierung: im Vorfeld der Veröffentlichung wurde der Index im Bereich von -5,75 bis -6 erwartet, nachdem er im Monat zuvor noch bei -4,55 gelegen hatte.
 
Für den US-amerikanischen Housing Market Index ist im Juni ein Stand von 15 Zählern verbucht worden. Im Monat zuvor waren noch 16 gemessen worden, der Index war dieses Mal im Vorfeld der Veröffentlichung bei 17 Punkten erwartet worden.

Die japanische Notenbank hat den Leitzins in ihrer heutigen Sitzung unverändert bei 0,10 Prozent belassen. Der Lombardsatz liegt bei 0,30 Prozent.
 

An den deutschen Aktienmärkten mussten deutlich niedrigere Schlusskurse verbucht werden. Der deutsche Leitindex DAX gab 3,54 Prozent auf 4.889,94 Punkte ab. Der MDAX verliess den Handel um 2,69 Prozent leichter auf 5.797,06 Zählern. Der TecDAX büsste 3,34 Prozent auf 632,53 Stellen ein.
Besonders betroffen waren wieder einmal die Automobilwerte: für Daimler ging es um satte 6,51 Prozent auf 25,995 Euro nach unten, BMW brachen um 4,47 Prozent auf 27,915 Euro ein. Das Bild ist klar: bei einem Steigen des Index ziehen diese Werte gemäßigt mit, bei Verlusttagen im DAX geben sie allzu oft übermäßig nach.
Commerzbank verbilligten sich um 6,42 Prozent auf 5,10 Euro.
Jubelstimmung dagegen an den deutschen Rentenmärkten: der September-Bund-Kontrakt zog um 102 Ticks auf 119,47 Prozent an. Dabei haben in einer Tageshandelsspanne zwischen 118,61 Prozent und 119,60 Prozent rund 564.916 Kontrakte die Hände gewechselt. Der September-Bobl konnte um 61 Ticks auf 114,30 Prozent klettern.
 
Auf schwachen Beinen standen gestern auch die US-amerikanischen Aktienmärkte. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verlor 2,13
Prozent auf 8.612,13 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500 ging es um
2,38 Prozent auf 923,72 Zähler in den Keller. An der NASDAQ schloss der
Composite-Index um 2,28 Prozent schwächer auf 1.816,38 Stellen. Der NASDAQ 100 büsste 2,22 Prozent auf 1.456,96 Punkte ein.
Die Anteilsscheine von Wal-Mart schlossen um 2,77 Prozent leichter auf 48,46 US-Dollar.
Der schwächste Wert im Dow waren Alcoa mit einem verbuchten Minus in Höhe von 6,51 Prozent auf 11,21 US-Dollar.
Die US-amerikanischen Staatsanleihenmärkte haben mit Kurszugewinnen auf die gestrigen Wirtschaftsmeldungen reagiert. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent konnten um 14/32 auf 95-1/32 klettern, ihre Rendite lag bei 3,73 Prozent. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond schloss um 29/32 auf 94-22/32 höher, er rentierte mit 4,58 Prozent.

Die japanischen Aktienmärkte haben heute morgen MEZ deutlich Federn gelassen. Der Leitindex Nikkei-225 verlor 2.9 Prozent auf 9,752.88 Punkte. Der marktbreite Topix ging um 3.4 Prozent schwächer auf 914.76 Zählern aus dem Handel.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


Notenbank Japans lässt den Leitzins unverändert
Datum:   16.06.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
Aufrufe:   539
Druckansicht   druckbare Version anzeigen
weiterempfehlen   Artikel empfehlen
0 Kommentar(e)   Kommentar schreiben