Zürich/Frankfurt/New York/TokioSehr geehrte Leserinnen und Leser,die
gestern Mittag veröffentlichten US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im November nur um 0,1 % gestiegen. Dies ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis, denn die Marktteilnehmer haben ein Plus im Bereich von 2,2 bis 4,0 % erwartet. Die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern sind im Vormonat noch um 0,4 % zurückgegangen. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten -0,2 % weiter ins Minus revidiert.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den Vereinigten Staaten auf 349.000 gestiegen. Erwartet wurden 340.000 bis 345.000 neue Anträge nach zuvor 348.000. Dieses Ergebnis wurde von 346.000 revidiert.
Der US-amerikanische Index zum Verbrauchervertrauen notiert im Dezember bei 88,6. Erwartet wurde er in einem Bereich von 87,0 bis 87,5, nachdem er im Vormonat noch bei 87,8 notiert hatte. Bitte beachten Sie, dass damit die ursprüngliche Veröffentlichung von 87,3 nach oben revidiert ist.
Die Bekanntgabe des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US-amerikanischen Lagerhaltung ergab, dass die US-amerikanischen Rohölvorräte, die sogenannten Crude Oil Inventories, nach einem zuvor verbuchten Rückgang von 7,6 Mio. Barrel in der vorangegangenen Woche um 3,3 Mio. Barrel gesunken sind,
Die Benzinvorräte, die Gasoline Inventories, haben sich in den Vereinigten Staaten im Wochenvergleich um 700.000 Barrel ausgeweitet, nach zuletzt einem Plus in Höhe von 3,0 Mio. Barrel.
Die Vorräte an Destillaten, die Distillate Inventories, die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 2,8 Mio. Barrel geschrumpft, nach zuvor -2,1 Mio. Barrel.
Die
heute Morgen veröffentlichten japanischen Verbraucherpreise sind im November zum Vorjahr um 0,6 % gestiegen. Auf Monatssicht sanken die Preise jedoch um 0,2 %. Die Kernrate ohne verderbliche Lebensmittel und ohne Energie sank auf Jahresbasis um 0,1 %, auf Monatssicht blieb das Niveau konstant.
Der gleichfalls heute Morgen bekannt gegebene Verbraucherpreisindex für Tokio ist im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % gestiegen. Zum Vormonat ist der Preisindex um 0,2 % geklettert. In der Kernrate (ohne verderbliche Lebensmittel und Energie) ist der Preisindex zum Vorjahr um 0,1 % gefallen, gegenüber dem Vormonat blieb dieser jedoch unverändert.
Die
US-Börsen haben sich mit einem breiten Minus aus dem gestrigen Handel verabschiedet. Schwache Konjunkturdaten, mahnende Stimmen im Bezug zu weiteren Abschreibungen in der Finanzbranche, wonach nach einer Bankstudie von Goldman Sachs allein die Citigroup fast 19 Milliarden Dollar abschreiben werde, und die Nachricht von dem tödlichen Attentat auf die pakistanische Oppositionspolitikerin Benazir Bhutto, welche vor den dortigen bald anstehenden Wahlen die Sorgen über die globale Sicherheitslage erneut anfachte, sorgten für Verkaufslust bei den amerikanischen Equityhändlern.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 1,42 Prozent auf 13 359 Punkte nach, die Tageshandelsspanne lag zwischen 13 349 und 13 551 Punkten.
Der breiter gefasste S&P-500-Index verbilligte sich um 1,43 Prozent auf 1476 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq ging um 1,75 Prozent leichter bei 2676 Punkten aus dem Handel hervor.
Die Papiere der Citigroup und die von JPMorgan büssten jeweils 2,9 Prozent ein, die Aktien von Merrill Lynch verloren 2,5 Prozent. Man beachte jedoch unbedingt das sehr dünn ausgefallene Handelsvolumen und die damit verbundenen übertriebenen Ausschläge. Dennoch, Gerüchte machten auf dem Parkett die Runde, dass Citigroup womöglich ihre Dividende um 40 Prozent kürzen muss, der Gegenpol dazu ist die gleichbleibende Dividende und die damit implizierte Beschaffung von 6,2 Mrd. Dollar frischem Kapital. Angesichts der Tatsache, dass die obige Bank in diesem Jahr fast die Hälfte ihres Werts an der Börse verloren hat, dürfte diese Problemstellung kein besonders schwieriges Tradeoff darstellen. Die Regulierungsbehörde Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO) zeigte sich mit den staatlich unterstützen Hypothekenverleiher Freddie Mac und Fannie Mae zufrieden. Die Titel von Freddie Mac wurden von den Marktteilnehmern um 3,95 Prozent auf 33,70 Dollar hochgekauft, die Papiere von Fannie Mae kletterten um 2,09 Prozent auf 39,61 Dollar.
Amazon.com legten 1,46 Prozent auf 94,25 Dollar zu, hier gaben die gefragten Händler eine neue Vertriebspartnerschaft mit Warner Music als Grund für die Besserstellung an.
Die Endjahresrally scheint sich bis zum Silvester nicht vollziehen zu wollen, aber es werden die Weichen für einen Bullenmarkt gelegt.
An den US-Kreditmärkten kletterten die zehnjährigen Staatsanleihen um 23/32 auf 100-14/32, ihre Rendite lag bei 4,193 Prozent. Die 30-jährigen Bonds erfuhren einen Zuwachs von 39/32 auf 106-12/32, sie rentierten mit 4,602 Prozent.
Der
deutsche Aktienindex schloss 0,45 Prozent höher bei 8038 Zählern.
Die Papiere der Deutschen Börse schlossen mit einem Plus von 2,2 Prozent. Gefragt waren aus Gründen der Defensivität vor allem die Versorgerwerte. Henkel verbilligten sich um 1,5 Prozent
Nippons Börsen zeigten sich schwach. Nikkei 225 verlor 256.91 Zähler oder 1.7 Prozent auf 15,307.78 Punkte. Der breiter gefasste TOPIX gab um 24.26 Zähler oder 1.6 Prozent auf 1,475.68 Punkte nach.
Auch hier erfreuten die Finanzwerte ihre Besitzer auf breiter Front: Mitsubishi UFJ mit einem Verlust von 3.2 Prozent auf 1,047 Yen, Sumitomo Mitsui Financial Group Inc. mit 3.1 Prozent auf 837,000 Yen und Mizuho Financial Group Inc. mit 2.9 Prozent auf 534,000 Yen. Wer an der Börse mit Halbwahrheiten lebt, lebt nicht von ihr.
Der Februar-Kontrakt im
Crude Oil schloss 65 Cents oder 0.7 Prozent höher bei $96.62 pro Barrel.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf folgende Uhrzeiten, wenn die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgt:15:45 Uhr MEZ: Hier erfolgt die Bekanntgabe der Zahlen zum Chicagoer Einkaufsmanagerindex (Chicago PMI, NAPM Chicago) für den aktuellen Monat, den Dezember 2007. Bitte beachten Sie zu Ihrer Orientierung, dass der Einkaufsmanagerindex in einem Bereich von 52,0 bis 52,5 erwartet wird, nachdem zuvor ein Ergebnis von 52,9 veröffentlicht worden war.
16:00 Uhr: Die Bekanntmachung der Zahlen zu den US-amerikanischen Verkäufen neuer Häuser (New Home Sales) für November 2007 ist auf 16:00 Uhr angesetzt. Hier rechnen die Marktteilnehmer mit einem Ergebnisbereich von 700.000 bis 715.000 neuen Hausverkäufen im Vormonat nach 728.000 veröffentlichten Hausverkäufen im Oktober.
16:30 Uhr: Der Tag wird durch die Veröffentlichung des wöchentlichen Erdgasberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US Lagerhaltung abgerundet.
Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein angenehmes und erholsames Wochenende. Es folgen nun die
Devisenhandelsstrategien (
http://www.termintrader.com/article_1272.html ) für den heutigen Tag, die wir mit bestem Fachwissen und Expertise für Sie erstellen.