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Opel-Frage gelöst, Geithner verkündet Grosses
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in den letzten Handelstag dieser Woche. Lassen Sie uns zunächst etwas Zeit den gestern bekannt gegebenen Wirtschaftsmeldungen widmen bevor wir mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.

 
Laut dem EZB-Monatsbericht dürfte die Preisstabilität auf der Basis der mittleren Betrachtung gewährleistet bleiben. Im Zuge der weiteren Entwicklung dürfte es nach den Aussagen der europäischen Zentralbank zu einer uneinheitlichen Erholung kommen.

Der Leitzins ist von Seiten der Bank of England, wie im Vorfeld angenommen, bei 0,5 Prozent belassen worden.

Für die US-amerikanische Handelsbilanz ist für Juli ein defizitäres Ergebnis in Höhe von 31,96 Mrd. US-Dollar festgestellt worden. Im Vorfeld wurde eine Bekanntgabe im Bereich von -25,5 bis -27,4 Mrd. US-Dollar erwartet, nachdem im Monat zuvor das Defizit bei 27.5 Mrd. US-Dollar notiert hatte. Nota bene: hierbei handelt es sich um die stärkste prozentuale Zunahme seit mehr als einem Jahrzehnt.

Bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde in den Vereinigten Staaten eine Abnahme auf 550.000 festgehalten. Im Vorfeld hatten die Marktteilnehmer 556.000 neue Anträge nach 576.000 erwartet, wobei hier von 570.000 wertberichtigt worden war.

Das Opel-Dilemma ist gelöst: das Konsortium aus Magna International und Sberbank wird einen Anteil von 55-Prozent, wobei sich die Equity insgesamt auf 500 Millionen Euro beläuft, jeweils zur Hälfte halten.

Der Finanzminister Geithner sieht für die US-Wirtschaftspolitik die Zeit gekommen von dem Rettungskurs auf einen Kurs des Wachstums überzugehen. Dosenovic-Fazit: eine relevante schlechte Meldung könnte das mühsam gestapelte Kartenhaus in sich einbrechen lassen.


Die deutschen Aktienmärkte haben sich mit Gewinnen aus dem gestrigen Handel verabschiedet. Der Leitindex Dax konnte um 0,37 Prozent auf 5.594,77
Punkte klettern. Für den MDax ging es um 1,24 Prozent auf 7.145,67 Zähler aufwärts. Der TecDax stand zum Handelsende um 0,94 Prozent fester auf 743,63 Stellen.
Die Papiere von SAP zogen um 2,66 Prozent auf 35,10 Euro an.
Die Anteilsscheine der Deutsche-Börse gaben um 1,30 Prozent auf 54,65 Euro nach.
Die EUREX/Renten-Futures haben sehr fest geschlossen. Der Dezember-Bund-Kontrakt kletterte um 70 Ticks auf 121,19 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,17 Prozent und 121,27 Prozent 859.938 Kontrakte umgesetzt.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben erneut auf neue Jahreshöchststände angezogen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average kletterte um 0,84 Prozent auf 9.627,48 Punkte. Der S&P-500 stieg um 1,04 Prozent auf 1.044,14 Zähler. An der Nasdaq rückte der Composite-Index um 1,15 Prozent auf 2.084,02 Stellen vor. Der Nasdaq 100 wertete um 1,01 Prozent auf 1.686,16 Punkte auf.
Die Aktien von Yahoo! verteuerten sich um 4,53 Prozent auf 15,45 US-Dollar.
Einen Wachstumskurs hat auch Procter & Gamble angekündigt, die Händler begrüssten den Schritt des Konzerns mit Käufen in Höhe von 4,24 Prozent auf 56,04 US-Dollar.
Die US-Kreditmärkte haben sich gewinnausbauend sehr stark präsentiert. Zehnjährige Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent zogen glatt um einen ganzen Punkt auf 102-8/32 an, ihre Rendite wurde mit 3,35 Prozent festgehalten. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond stieg um 2-8/32 auf 105-5/32, er rentierte mit 4,20 Prozent. Das ist eine Hausnummer im jetzigen Marktumfeld.
 
Die japanischen Aktienmärkte zeigen sich heute morgen etwas leichter. Der Leitindex Nikkei-225 notiert erneut unterhalb der Marke von 10,500.00 Punkten. Diese Marke ist momentan ein wenig nervig, aber genau um die geht es momentan.
 

Opel-Frage gelöst, Geithner verkündet Grosses
Datum:   11.09.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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