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Operativer Gewinn von Daimler im Jahresvergleich um zwei Drittel eingebrochen, UBS spricht tacheless

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio



 Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten frisch und ausgeruht in den letzten Handelstag dieser Woche. Lassen Sie uns an dieser Stelle wie gewohnt einen gemeinsamen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor wir uns im Anschluss mit den Entwicklungen auf den Kapitalmärkten beschäftigen.

Für den operativen Gewinn von Daimler wurde für das dritte Quartal im Jahresvergleich ein Einbruch um zwei Drittel bekannt gegeben. Dabei beläuft sich das Ebit für den genannten Zeitraum auf 0,6 Mrd. Euro, nachdem im Vorjahr ein Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von 1,9 Milliarden Euro veröffentlicht worden ist. Für das operative Ergebnis von Mercedes-Benz Cars wurde ein Einbruch auf 112 Milliarden Euro bekannt gegeben.

Die Volkswirte der UBS erwarten eine globale Rezession. Wie aus gut informierten Kreisen hervordrang, rechnen die Ökonomen des Bankinstituts mit einem realen Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent im nächsten Jahr. Dabei wird erwartet, dass die Vereinigten Staaten und Europa gleichzeitig in die Rezession hineintreten werden.
Für das weltweite Wirtschaftswachstum wird von Seiten der UBS-Ökonomen eine Abschwächung auf 2,4 Prozent im Jahr 2009 erwartet.

Für die Schweizer Großbank Credit Suisse wurde im dritten Quartal 2008 ein Reinverlust in Höhe von 1,26 Milliarden Franken gegenüber einem Reingewinn in Höhe von 1,30 Milliarden Franken im entsprechenden Quartal des Vorjahres veröffentlicht.

Die Schwedische Reichsbank hat die Leitzinsen um 0,5 Basispunkte auf 3,75 Prozent gesenkt.

Für die saisonbereinigte Leistungsbilanz wurde in der Eurozone im August ein Defizit in Höhe von 8,4 Mrd. Euro verbucht (ohne Bereinigung 7,9 Mrd. Euro). Bitte beachten Sie, dass im Vormonat noch ein Defizit in Höhe von 7,9 Mrd. Euro verbucht worden ist. Zur Ihrer Orientierung: Ohne Bereinigung ergibt sich für den Berichtsmonat ein Minus in Höhe von 7,9 Mrd. Euro.
Die Handelsbilanz notiert defizitär bei 4,1 Mrd. Euro, die Dienstleistungsbilanz ebenfalls defizitär bei 4,2 Mrd. Euro, die Einkommensbilanz weist ein Defizit in Höhe von 1,6 Mrd. Euro aus und die Transferbilanz beläuft sich bei -7,0 Mrd. Euro.

Im Monatsvergleich sind die Auftragseingänge in der Industrie in der Euro-Zone im August um 1,2 Prozent nach zuvor +2,0 Prozent gesunken. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so sind die Auftragseingänge um 6,6 Prozent nach +2,9 Prozent gefallen.
Im gesamten Bereich der EU wurde ein Rückgang um 1,4 Prozent nach zuletzt einem verbuchten Anstieg in Höhe von 2,9 Prozent im Monat zuvor bekannt gegeben. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so wurde ein Rückgang der Auftragseingänge um 6,7 Prozent nach +3,9 Prozent verbucht.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den Vereinigten Staaten auf 478.000 geklettert. Im Vorfeld wurden 455.000 bis 465.000 neue Anträge nach zuvor 463.000 erwartet. Bitte beachten Sie, dass dieses Ergebnis von 461.000 wertberichtigt worden ist.

Die Veröffentlichung des wöchentlichen Erdgasberichts der Energy Information Administration zur US-Lagerhaltung ergab, dass die US-amerikanischen Erdgasvorräte, die Nat Gas Inventories in der letzten Woche um 70 Bcf auf 3.347 Bcf gesteigert worden sind.


Die US-Aktienmärkte sind gestern mit uneinheitlicher Tendenz aus dem Handelstag gehen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average konnte um 2,02 Prozent auf 8.691,25 Punkte klettern. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 1,26 Prozent auf 908,11 Stellen. An der NASDAQ notierte der Composite-Index beim Ertönen der Schlussglocke mit einem Minus in Höhe von 0,73 Prozent auf 1.603,91 Zählern. Der NASDAQ 100 dagegen konnte sich um 0,17 Prozent auf 1.239,16 Punkte verteuern.
Die Anteilsscheine der Ölunternehmen konnten sich stark verteuern.  ExxonMobil stiegen um 9,01 Prozent auf 70,39 US-Dollar, während Chevron Corp. um 8,15 Prozent auf 66,77 US-Dollar zulegen konnten.
Die Aktien von Coca-Cola gaben um 5,11 Prozent auf 43,06 US-Dollar nach.
Die US-Anleihen haben sich im späten New Yorker Handel ebenfalls uneinheitlich präsentiert. Die zehnjährigen Anleihen mit einem Kupon von 4,00 Prozent verloren 5/32 auf 103-4/32, ihre Rendite lag bei 3,61 Prozent. Der mit 4,50 Prozent verzinste Longbond kletterte um 21/32 auf 108-8/32, seine Rendite lag bei 4,02 Prozent.

Die deutschen Aktienmärkte haben sich gestern sehr schwach gezeigt. Der deutsche Leitindex verlor 1,12 Prozent auf 4.519,70 Punkte. Dabei wechselten in DAX-Titeln auf Xetra rund 201,5 Mio. Aktien im Wert von rund 5,56 Mrd. Euro die Hände. Der MDAX mittelgroßer Werte büsste 1,67 Prozent auf 5.264,34 Zähler ein. Der TecDAX verbilligte sich um 4,79 Prozent auf 505,56 Stellen.
Die Anteilsscheine von Daimler verloren 1,26 Prozent auf 23,82 Euro.
Für die Papiere von METRO war es ein schwarzer Handelstag, sie büssten 12,35 Prozent auf 22,85 Euro ein.
Die Aktien von Bayer konnten sich u.a. wegen Übernahmegerüchte um 3,48 Prozent auf 43,17 Euro verteuern.
Die Eurex/Renten-Futures konnten sich etwas fester aus dem gestrigen Handelstag verabschieden. Der richtungweisende Dezember-Future auf den Bund stieg um 5 Ticks auf 116,88 Prozent. In einer Tageshandelsspanne zwischen 116,38 Prozent und 117,33 Prozent wurde ein Volumen in Höhe von 935.672 Kontrakten umgesetzt. Der BOBL-Future konnte um 15 Ticks
auf 111,76 Prozent klettern.

Der japanische Leitindex Nikkei-225 notiert zum gegenwärtigen Beobachtungszeitpunkt heute morgen deutlich schwächer in der Nähe der 7850,00-Linie.


Der Dezember-Kontrakt des Crude Oil hat gestern an der Nymex um $1.09 oder 1.6 Prozent auf $67.84 je Barrel zugelegt.


Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf folgende Uhrzeiten, wenn die Publikmachungen wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgen:

08:00 Uhr MEZ: Hier ist die Bekanntgabe der Zahlen zu den deutschen Außenhandelspreisen für September 2008 angesetzt.

09:30 Uhr: Die Erste Veröffentlichung der Zahlen zum deutschen Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für Oktober 2008 ist auf 09:30 Uhr terminiert.

Zum gleichen Zeitpunkt erfolgt die erste Veröffentlichung der Zahlen zum deutschen Einkaufsmanagerindex des nichtverarbeitenden Gewerbes, ebenfalls für Oktober 2008.

10:00 Uhr: Die Ersten Veröffentlichungen der Zahlen zu den Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes und des nichtverarbeitenden Gewerbes der Eurozone für Oktober 2008 finden um 11:00 Uhr statt.

16:00 Uhr: Der Wirtschaftstag wird durch die Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Verkäufen bestehender Häuser (Existing Home Sales) für September 2008 abgerundet.

Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein angenehmes und erholsames Wochenende. 

Operativer Gewinn von Daimler im Jahresvergleich um zwei Drittel eingebrochen, UBS spricht tacheless
Datum:   24.10.2008
Autor:   Slavisa Dosenovic
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