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Philly überraschend stark
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

lassen Sie uns zunächst etwas Zeit dem Studium der gestern bekannt gegebenen Wirtschaftsmeldungen widmen bevor wir gemeinsam mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortfahren.


Im Vorjahresvergleich hat die Zahl der Beschäftigten im Bereich des verarbeitenden Gewerbes im Monat Juli um 3,9 Prozent auf 5 Mio. nachgegeben. Im selben Zeitraum wurden 10,4 Prozent weniger, insgesamt 630 Mio., Arbeitsstunden verbucht. Die Entgelte haben um 8,0 Prozent auf 16,6 Mrd. Euro nachgelassen.

Für die Handelsbilanz der Euro-Zone ist in der ersten Schätzung im Juli ein Überschuss von 12,6 Mrd. Euro (nach einem Defizit von 3,5 Mrd. Euro im Vorjahr) in die Bücher aufgenommen worden. Das Vormonatsplus ist auf 5,4 Mrd. Euro von zuvor bekannt gegebenen 4,6 Mrd. Euro verbucht worden. Die Exporte konnten im Berichtsmonat im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigte 4,1 Prozent gesteigert werden, die Einfuhren gaben dagegen um 0,3 Prozent nach.
Die erste Schätzung für die gesamte EU lieferte für die Handelsbilanz ein Überschuss in Höhe von 0,7 Mrd. Euro verglichen mit - 22,4 Mrd. Euro im Vergleichsmonat des Vorjahres. Das Minus des Vormonats ist von -4,3 Milliarden Euro auf -4,6 Mrd. Euro nach unten wertberichtigt worden.
Die Ausfuhren haben im Berichtsmonat im Vergleich zum Monat zuvor um saisonbereinigte 3,3 Prozent zugelegt, die Importe fielen um 0,6 Prozent.

Bezüglich der Produktion im Baugewerbe wurde im Bereich der Eurozone im Monat Juli ein Absinken um 2,0 Prozent gemessen. Die Vormonatsproduktion ist hierbei von -1,1 Prozent auf nun -0,3 Prozent nach oben wertberichtigt worden. Zieht man den Jahresvergleich hinzu, so ist die Bauproduktion um 10,8 Prozent nach zuletzt -7,8 Prozent eingebrochen, wobei hier von -8,6 Prozent wertberichtigt worden ist.
Im Bereich aller EU-Mitglieder wurde im Berichtsmonat ein Fallen um 1,1 Prozent nach zuletzt -0,8 Prozent errechnet, womit der Vormonatsrückgang von -3,3 Prozent nach oben wertberichtigt worden ist. Im Vorjahresmonatsvergleich schlug für die Produktion ein Einbruch um 11,1 Prozent nach zuvor festgestellten -9,2 Prozent zu Buche. Nota bene: hier wurde von zuletzt offen gelegten -14,1 Prozent nach oben wertberichtigt.

Bei der Zahl der Wohnbaubeginne ist im Monat August in den Vereinigten Staaten ein Klettern um 1,5 Prozent auf nun 598.000 festgehalten worden. Im Vorfeld wurde ein Ergebnis im Bereich von 570.000 bis 580.000 nach 589.000 im Monat zuvor erwartet. Zur Ihrer Orientierung: hier wurde von zuvor publik gemachten 581.000 leicht aufwärts wertberichtigt.

Zu der Zahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen: diese notieren im August bei 579.000, was ein Plus in Höhe von 2,7 Prozent im Vergleich zum Monat zuvor darstellt. Im Vorfeld wurde ein Ergebnis im Bereich von 575.000 bis 596.000 erwartet, nachdem im Vormonat 564.000 festgehalten worden sind. Hier wurde der Wert des Vormonats von ehemals offen gelegten 560.000 nach oben wertberichtigt.

Ein Absinken auf 545.000 ist für die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten errechnet worden. Im Vorfeld wurden 555.000 bis 565.000 neue Anträge nach zuvor 557.000 erwartet, wobei hier von 550.000 wertberichtigt worden ist.

Bezüglich des Philly Fed Index ist im September ein Stand von 14,1 veröffentlicht worden, was man als durchaus positiv bezeichnen kann. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld auf ein Ergebnis im Bereich von 8 bis 10 spekuliert, nachdem im Monat zuvor 4,2 angegeben worden sind.

Zuletzt noch die US-amerikanischen Erdgasvorräte: ein Klettern um 66 Bcf auf 3.458 Bcf ist in der Vorwoche verbucht worden. Bereits in der vorangegangenen Woche wurde für die Bestände in den Vereinigten Staaten eine Zunahme um 69 Bcf angegeben, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten diese bei 2.962 Bcf notiert.


Erneut festere Schlusskurse sind für die deutschen Aktienmärkte in die Bücher aufgenommen worden. Der Leitindex Dax konnte um 0,54 Prozent auf 5.731,14 Punkte klettern. Der MDax der mittelgroßen Werte verabschiedete sich um 1,35 Prozent höher auf 7.433,71 Zählern aus dem Handel. Der TecDax stand beim Handelsende um 0,66 Prozent teurer auf 765,79 Stellen da.
Nach der Bekanntgabe des Umsatzrückgangs von Seiten von Oracle haben auch die Anteilsscheine von SAP um 1,46 Prozent auf 34,105 Euro nachgegeben.
Die Notierungen von Fresenius schossen um 6,32 Prozent auf 40,03 Euro nach oben.
Der Dezember-Bund-Kontrakt ist unverändert auf 120,68 Prozent aus dem gestrigen Handel hervorgegangen. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,25 Prozent und 120,72 Prozent rund 792.874 Kontrakte umgesetzt. Der Dezember-Bobl büsste einen kaum nennenswerten Tick auf 115,03 Prozent ein.

Leicht schwächere Schlusskurse sind für die US-amerikanischen Aktienmärkte festgehalten worden. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average rutschte um 0,08 Prozent ab. Der marktbreite S&P-500 ging ebenfalls leicht schwächer um 0,31 Prozent auf 1.065,49 Zählern aus dem Handel. An der Nasdaq büsste der Composite-Index 0,30 Prozent auf 2.126,07 Stellen ein. Der Nasdaq 100 verlor 0,15 Prozent auf 1.721,09 Punkte.
Die Aktien von FedEx haben mit einem Verlust in Höhe von 2,23 Prozent auf 76,46 US-Dollar auf das gestrige Marktumfeld reagiert.
Die Titel von AMR haussierten mit 19,73 Prozent Plus auf 8,80 US-Dollar.
Die US-Kreditmärkte haben sich am langen Ende der Zinskurve erneut fester gezeigt. Die zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent konnten um 23/32 auf 102-1/32 zulegen, ihre Rendite wurde mit 3,38 Prozent in die Bücher aufgenommen. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond stieg um 1-20/32 auf 105-22/32, er rentierte mit 4,16 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte sind schwächer aus dem heutigen Handel hervorgegangen. Der japanische Leitindex verlor 0,7 Prozent auf 10,370.54 Punkte und zementierte somit seinen Wochenverlust in Höhe von 0,7 Prozent auf Wochenbasis. Der marktbreite Topix gab kaum spürbare Nachkommastellen auf 939.44 Zähler ab, womit ein Wochenverlust in Höhe von 1,2 Prozent in die Bücher aufgenommen worden ist.




Philly überraschend stark
Datum:   18.09.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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