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Plan oder nicht Plan
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,


wir starten frisch und ausgeruht in einen neuen Handelstag. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen.

Die Veröffentlichung der Zahlen zum europäischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal 2007 ergab, dass dieses in der Euro-Zone im vierten Quartal um 0,4 Prozent geklettert ist. Damit wurde die erste Veröffentlichung bestätigt. Im vorangegangenen Quartal hatte das Quartalswachstum bei 0,7 Prozent gelegen. Im Jahresvergleich liegt das Wachstum bei 2,2 Prozent (verglichen mit 2,3 Prozent lt. offizieller Vorabschätzung) nach 2,6 Prozent im Quartal zuvor.

Das Bruttoinlandsprodukt im Bereich aller EU-Staaten ist im vierten Quartal 2007 um 0,5 Prozent gestiegen und damit unrevidiert geblieben. Im vorangegangenen Quartal hatte das Wachstum 0,8 Prozent betragen. Im Jahresvergleich liegt das Wachstum bei 2,6 Prozent. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 2,9 Prozent  gelegen.

Die Erzeugerpreise der Industrie sind in der Euro-Zone im Januar zum Vormonat um 0,8 Prozent geklettert nach zuvor +0,1 Prozent. Im Jahresvergleich sind die Preise der Erzeuger in der Industrie um 4,9 Prozent geklettert nach zuvor +4,3 Prozent.

Im Bereich der gesamten EU sind die Erzeugerpreise der Industrie im Monatsvergleich um 1,0 Prozent gestiegen nach zuvor +0,3 Prozent. Im Jahresvergleich sind die Preise der Erzeuger in der Industrie um 5,8 Prozent gestiegen nach zuvor +4,7 Prozent.

Bernanke unterstrich vor einem Bankenausschuss seine Aussagen, wonach die Preise am Immobilienmarkt noch keinen Boden gefunden haben.

Für die Händler des kanadischen Dollars: Die Bank of Canada hat ihre Zinsen um 50 Basispunkte auf nunmehr 3,5 Prozent von zuvor 4,00 Prozent gesenkt.


Die US-Börsen haben gestern den vierten Tag in Folge schwächer geschlossen. Immerhin keimen jetzt Spekulationen um ein Lösungsplan, der die Katastrophenfahrt der US-Anleiheversicherer aufhalten soll.
Der Dow-Jones-Index ging zum Handelsschluss um 0,37 Prozent schwächer bei 12.213,80 Punkten aus dem Handelstag hervor. S&P-500 gab um 0,34 Prozent auf 1.326,76 Punkte nach. Nasdaq-Composite gewann 0,07 Prozent auf 2.260,28 Punkte.
Citigroup verloren 4,29 Prozent auf 22,10 Dollar.
Die Papiere von AMBAC Financial konnten 7,85 Prozent auf 10,72 Dollar zulegen. Hier sind der Gier der Menschen kaum Grenzen gesetzt.
Fünfjährige Anleihen konnten 9/32 auf 101 13/32 Punkte zulegen, ihre Rendite lag bei 2,447 Prozent. Zehnjährige Anleihen kletterten um 1/32 auf 99 19/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 3,549 Prozent.

Der deutsche Aktienindex ging um 2,17 Prozent leichter bei 6.545,04 Punkten aus dem Handel.
Gegen den Trend konnten sich TUI stemmen und beendeten den Handelstag mit einem Gewinn von 4,43 Prozent auf 16,26 Euro.
Kein erfreulicher Tag war es für die Aktionäre von Bayer. Das Unternehmen verlor das US-Patent für ein Verhütungsmittel, die Papiere büssten 5,80 Prozent auf 47,29 Euro ein.
Das Schlusslicht bildeten Continental mit einem Verlust von 7,09 Prozent auf 60,11 Euro.

Nippons Börsen zeigten sich schwächer. Nikkei 225 verlor 20.22 Zähler oder 0.2 Prozent auf 12,972.06 Punkte, während der breiter gefasste Topix 1.75 Zähler oder 0.1 Prozent auf 1,263.91 Punkte einbüsste.  

 
Der April-Kontrakt im Crude Oil legte 70 Cents oder 0.7 Prozent auf $101.77 pro Barrel zu.


Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf folgende Uhrzeiten, wenn die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgt:

11:00 Uhr MEZ: Hier ist die

- zweite Bekanntgabe der endgültigen Zahlen zum Dienstleistungsindex für die Eurozone

- und die zweite Offenlegung der Zahlen zum Einkaufsmanagerindex (Composite PMI) der Euro-Zone angesetzt. Bitte beachten Sie, dass sich beide Datensätze auf den Februar 2008 beziehen.

11:00 Uhr: Eine Stunde später erfolgt die Veröffentlichung der Zahlen zum europäischen Einzelhandel in der endgültigen Fassung für Dezember und in erster Schätzung für Januar 2008

14:15 Uhr: Hier findet die Veröffentlichung der Zahlen zum US-amerikanischen ADP Arbeitsmarktbericht der Automatic Data Processing Inc. (ADP National Employment Report) für Februar 2008 statt.

14:30 Uhr: Um halb drei ist

- die Bekanntgabe der revidierten Zahlen zur US-amerikanischen Produktivität der Arbeit (Productivity) für das vierte Quartal 2007 (Erwartet wird ein Anstieg um 1,8 Prozent nach ebenfalls 1,8 Prozent in der ersten Veröffentlichung und 6,0 Prozent im Vorquartal)

- und die Veröffentlichung der revidierten Zahlen zu den US-amerikanischen Lohnstückkosten (Unit labor costs), ebenfalls für das vierte Quartal 2007, angesetzt.

16:00 Uhr: Die Bekanntgabe der Zahlen zu den US-amerikanischen Industrieaufträgen (Factory Orders) für Januar 2008 (Hier wird ein Anstieg im Bereich von -1,5 bis -2,2 Prozent nach zuvor 2,3 Prozent erwartet.)

und die Veröffentlichung der Zahlen zum ISM Dienstleistungsindex (ISM Non-Manufacturing Index) aus den USA für Februar 2008 (Erwartet wird der ISM Service-Index für Januar im Bereich von 48,0 bis 48,5 Prozent nach zuvor 44,6 Prozent.) erfolgen um 16:00 Uhr.

16:30 Uhr: Die Offenlegung des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US-amerikanischen Lagerhaltung findet eine halbe Stunde später statt.

20:00 Uhr: Die Veröffentlichung des Beige Book's der US Federal Reserve Bank rundet den Tag ab.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


Plan oder nicht Plan
Datum:   05.03.2008
Autor:   Slavisa Dosenovic
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