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Projekt Zeus läuft an, DAX auf Jahreshoch, GM zum Zockerpapier geworden
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

wir starten nach dem langen Wochenende frisch und erholt in eine neue Handelswoche. Zunächst wird wie gewohnt ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen geworfen.


Für die persönlichen Auslagen ist in den Vereinigten Staaten im April ein Absinken um 0,1 Prozent gemessen worden. Im Vorfeld wurde ein Fallen im Bereich von 0,2 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor ein Nachgeben um 0,3 Prozent registriert worden ist (von -0,2 Prozent nach unten wertberichtigt).

Dagegen konnten die persönlichen Einkommen in den USA im April um 0,5 Prozent gesteigert werden. Zur Ihrer Orientierung: es wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor die Einkommen um 0,2 Prozent gefallen waren. Hier wurde jedoch von zuvor bekannt gegebenen -0,3 Prozent nach oben wertberichtigt.

Der US-amerikanische ISM Index ist für den Mai mit 42,8 angegeben worden. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld ein Ergebnis im Bereich von 42 erwartet, nachdem der Index im Monat zuvor noch bei 40,1 gestanden hatte. Das war das treibende Ergebnis in den gestrigen Märkten.

Ein Klettern ist bei den US-amerikanischen Bauausgaben im April registriert worden, und zwar um 0,8 Prozent. Im Vorfeld war ein Rückgang um 1,8 Prozent erwartet worden, nachdem im Monat zuvor ein Anstieg der Bauausgaben um 0,4 Prozent verbucht worden ist, wodurch der Vormonatswert von +0,3 Prozent nach oben wertberichtigt worden ist.

Die USA haben die größte Pleite in ihrer Industriegeschichte zu verkraften. Die US-Regierung einigte sich auf eine Finanzspritze in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar. Weitere 18 Milliarden sollen folgen.

Derweilen läuft für Magna und Opel das Projekt Zeus an. Zusammen mit der russischen Bank Sberbank und dem Unternehmen GAZ möchte der kanadisch-österreichische Autozulieferer 55 Prozent an Opel übernehmen. Es ist damit zu rechnen, dass Magna, dass es nun als ein Konkurrent auf dem Automobilmarkt auftritt in der Zukunft mit einem Auftragsstopp von Seiten der Automobilhersteller rechnen muss.

 
Die deutschen Aktienindizes sind sehr fest aus dem gestrigen Handelstag gegangen. Es muss jedoch angemerkt werden, dass das Handelsvolumen sehr dünn war. Der deutsche Leitindex konnte um 4,08 Prozent auf 5.142,56 Punkte und somit auf das Jahreshoch klettern, der MDAX der mittelgroßen Werte stieg um 3,91 Prozent auf 5.969,75 Zähler, der TecDAX  verteuerte sich um 2,90 Prozent auf 649,18 Stellen.
Gefragt waren insbesondere die Automobilwerte. Die Titel von Daimler rückten um 8,41 Prozent auf 28,025 Euro vor, die Anteilsscheine von Porsche verteuerten sich um 4,81 Prozent auf 44,91 Euro.
Die deutschen Rentenmärkte wiesen eine fallende Tendenz auf. Der Juni-Bund-Kontrakt verlor 104 Ticks auf 118,75 Prozent. Dabei wechselten in einer Tageshandelsspanne zwischen 118,63 Prozent und 119,75 Prozent rund 460.814 Kontrakte die Hände. Der Juni-BOBL reduzierte sich um 50 Ticks auf 114,54 Prozent.

Feste Schlusskurse wurden auch bei den US-amerikanischen Aktienindizes verzeichnet. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average verbesserte sich um 2,60 Prozent auf 8.721,44 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500 ging es um 2,58 Prozent auf 942,87 Zähler nach oben. An der NASDAQ schloss der Composite-Index um 3,06 Prozent fester auf 1.828,68 Stellen. Der NASDAQ 100 verteuerte sich um 2,89 Prozent auf 1.477,12 Punkte.
Ein gefundenes Fressen für die Zocker waren GM. Die Papiere schlossen unverändert bei 0,75 US-Dollar, waren aber im Tagesverlauf bis auf 0,48 US-Dollar gefallen. Auf der Oberseite wurden 1,01 US-Dollar festgehalten. Das kann man durchaus als äusserst volatil in der Erinnerung behalten.
Die US-amerikanischen Staatsanleihenmärkte waren von Verlusten gekennzeichnet. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent gaben um 1-30/32 auf 95-6/32, ihre Rendite wurde mit 3,71 Prozent angegeben. Der mit 4,250 Prozent verzinste Longbond sank um 3-15/32 auf 95-2/32, er rentierte mit 4,55 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte sind höher aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225 schloss um 26.56 Punkte fester auf 9,704.31 Zählern. Der marktbreite Topix kletterte um 1.04 Zähler auf 913.56 Stellen.


Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag. 


Projekt Zeus läuft an, DAX auf Jahreshoch, GM zum Zockerpapier geworden
Datum:   02.06.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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