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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wie gewohnt werfen wir zunächst ein Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor wir uns mit dem Forex Markt auseinandersetzen.
Die britische Industrieproduktion verbuchte für den Monat August binnen der Jahresfrist einen Rückgang um 11,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Industrieproduktion im Vereinigten Königreich um 2,5 Prozent ab. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe (Nota Bene: exklusive Versorger) sank in gleicher Zeit um 11,3 % respektive 1,9 %.
Der Johnson Redbook Retail Sales Index zeigt für Verkäufe der letzten Woche im Vergleich zu denen vor einem Jahr ein Schrumpfen um 1,9 Prozent. Der aussagekräftige Monatsvergleich für September lässt den Index 2,9 Prozent abgeben. Für die Interessierten unter Ihnen: Der Redbook Index wird aus den Verkäufen einer Stichprobe bestehend aus rund 9000 Geschäften gebildet.
Der EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat sich bei der Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss gegen eine Steuer auf die Transaktionen am Finanzmarkt ausgesprochen. Trichet begründete diese Aussage nicht.
An den deutschen Aktienmärkten ging es kräftig nach oben. Der Leitindex Dax konnte um 2,70 Prozent auf 5.657,64 Punkte aufwerten und schloss somit souverän oberhalb der 5600-Marke. Der MDax der mittelgroßen Werte verbuchte rund 230 Punkten oder umgerechnet 3,26 Prozent auf der Haben-Seite um bei 7.003,19 Punkten zu schließen. Der Index der Technologiewerte TecDax verbesserte sich um 2,70 Prozent auf 751,41 Punkte. Die Anleger scheinen, trotz unklarer makroökonomischer Tendenzen, wieder auf die Aktienmärkte zu setzen, was den hohen Notierungen bei den Staatsanleihen geschuldet sein könnte. Ganz oben bei den Gewinnern konnte man die Anteilsscheine der Commerzbank finden, welche mit 5,97 Prozent bei 8,25 Euro schlossen. Verantwortlich für diese satten Kursgewinn dürfte eine von Merrill Lynch publizierte Studie zu europäischen Großbanken sein. In der besagten Studie hob die zur Bank of America gehörende Investmentbank den gesamten Sektor auf "Overweight". Nach Ansicht der Autoren hätten die Banken die Talsohle bei den Gewinnen durchschritten. Demnach durfte es nicht weiter verwundern, dass auch Papiere der Deutschen Bank mit rund 4,31 Prozent Plus auf 52,85 Euro schlossen. Die EUREX/Renten-Futures haben etwas schwächer geschlossen. Der Dezember-Bund-Kontrakt verlor 20 Ticks auf 122,39 Prozent. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 122,35 Prozent und 122,59 Prozent rund 595.246 Kontrakte gehandelt. Der Dezember-Bobl gab um 9 Ticks auf 115,86 Prozent nach.
Die US-amerikanischen Aktienmärkte sind ebenfalls höher aus dem gestrigen Handel gegangen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average stand zum Handelsschluss bei 9.731,25 Zähler um 1,37 Prozent höher und rückte damit wieder ein kleines Stück näher an sein Jahreshoch von 9.917,99 Punkte heran. Der marktbreite S&P-500 zog um 1,37 Prozent auf 1.054,72 Punkte an. An der Nasdaq kletterte der marktbreite Composite-Index um 1,71 Prozent auf 2.103,57 Stellen. Der Nasdaq 100 zog um 1,77 Prozent auf 1.705,25 Punkte nach oben. Die Aktien von Research in Motion sind um weitere 3,6 Prozent auf 66,44 US-Dollar eingebrochen. Für Alcoa ging es um 3,50 Prozent auf 13,89 US-Dollar nach oben. Mit Spannung werden hier die am Mittwoch zu veröffentlichenden Quartalszahlen erwartet. Für Aktionäre von Pfizer gab es gestern auch etwas zu feiern. Das von der Zulassungsbehörde FDA getestete HIV-Medikament Selzentry von Pfizer erhielt einen positiven Kommentar und scheint somit nicht bedenklich zu sein. Dies erhöhe die Zulassungswahrscheinlichkeit. Diese neue Einschätzung wiederum honorierten die Börsianer mit eine Plus von 2,32 Prozent auf 16,78 US-Dollar.
An den US-amerikanischen Kreditmärkten wurden bei allen Laufzeiten sinkende Renditen festgehalten. Zehnjährige Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625% sanken um 10/32 auf 103-3/32 und rentierten mit 3,26%. Richtungsweisende Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren notierten um 17/32 schwächer bei 107 27/32, ihre Rendite wurde mit 4,044 Prozent festgehalten. Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich heute morgen fester. Der Leitindex Nikkei-225 notiert zum Beobachtungszeitpunkt auf 9,799.60 Punkten respektive 1,11 Prozent im Plus.
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