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Relevante Wirtschaftsdaten fallen schlechter als erwartet aus
Zürich/Frankfurt/New York/Tokio


Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,

zunächst müssen wir etwas Zeit der Betrachtung der am vergangenen Freitag veröffentlichten Wirtschaftszahlen widmen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.


Zu den Geldvolumen-Zahlen in der Eurozone: die Geldmenge M3 wuchs im August-Jahresvergleich um 2,5 Prozent nach zuvor nicht wertberichtigten 3,0 Prozent. Dabei notiert das Dreimonatsmittel des M3-Wachstums bei 3,0 Prozent nach zuletzt +3,4 Prozent.
Für M1 wurde im Berichtsmonat im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 13,6 Prozent nach +12,1 Prozent im Monat zuvor gemeldet. Der Dreimonatsdurchschnitt wurde mit 11,7 Prozent angegeben.
Bezüglich der Kreditvergabe im privaten Sektor wurde gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 0,1 Prozent nach +0,7 Prozent im Vormonat gemessen Das Dreimonatsmittel wurde mit 0,7 Prozent in die Bücher aufgenommen.

Ein Fallen in Höhe von 2,4 Prozent wurde für die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im August gemeldet, was die Marktteilnehmer enttäuschte. Im Vorfeld wurde ein Plus im Bereich von 0,3 bis 1,2 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor die Auftragseingänge um 4,8 Prozent zulegen konnten. Der Wert des Vormonats war von zuvor angegebenen 4.9 Prozent revidiert worden.

Besser als im Vorfeld erwartet fiel der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan im September aus, hier wurden 73,5 verbucht. Im Vormonat hatte dieser noch bei 65,7 gestanden.

Erwartungskonform hat sich die Zahl der Hausverkäufe in den Vereinigten Staaten im August entwickelt, sie kletterte auf 429.000. Im Vorfeld wurden 425.000 bis 440.000 Hausverkäufe erwartet.

   
Die Abwärtsbewegung an den deutschen Aktienmärkten wurde am letzten Handelstag der vergangenen Woche fortgesetzt. Der Leitindex Dax büsste 0,42
Prozent auf 5.581,41 Punkte ein, was ein Wocheverlust in Höhe von 2,15 Prozent darstellt. Der MDax schloss um 0,76 Prozent leichter auf 7.151,11 Zählern. Der Index der Technologiewerte TecDax verlor 0,98 Prozent auf 738,74 Stellen.
Die Papiere von ThyssenKrupp haben um 3,10 Prozent auf 23,16 Euro nachgegeben.
Leicht schwächer sind die Titel der Deutschen Bank aus dem Handel gegangen, sie sanken um 0,10 Prozent auf 51,78 Euro.
Die EUREX/Renten-Futures haben sich fester entwickelt. Der Dezember-Bund-Kontrakt setzte seine Aufwärtsbewegung, dieses Mal um 61 Ticks auf 121,67 Prozent, fort. Dabei wurden in einer Tageshandelsspanne zwischen 120,94 Prozent und 121,70 Prozent rund 651.043 Kontrakte gehandelt. Der Dezember-Bobl konnte um 16 Ticks auf 115,49 Prozent steigen.

An den US-amerikanischen Aktienmärkten wurden am vergangenen Freitag Verluste in die Bücher aufgenommen. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average büsste 0,44 Prozent auf 9.665,19 Punkte ein und schloss somit auf Wochenbasis um 1,5 Prozent schwächer. Der marktbreite S&P-500 sank um 0,61 Prozent auf 1.044,38 Zähler. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index um 0,79 Prozent auf 2.090,92 Stellen nach unten. Nasdaq 100 verlor 0,91 Prozent auf 1.694,15 Punkte.
Eine herbe Enttäuschung brachte der Einbruch der RIM-Anteilsscheine, die von Verkäufen um 17,04 Prozent auf 68,91 US-Dollar in die Tiefe gezogen wurden.
United American Airlines konnten um 5,32 Prozent auf 9,30 US-Dollar aufwerten.  
Für die US-Kreditmärkte ging es erneut deutlich nach oben. Die zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent konnten um 17/32 auf 102-18/32 klettern, ihre Rendite wurde mit 3,32 Prozent angegeben. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond schloss um 1-15/32 auf glatt 107 höher, er rentierte mit 4,09 Prozent.
 
Die japanischen Aktienmärkte präsentieren sich zum Wochenbeginn . Der Leitindex Nikkei-225 notiert zum Beobachtungszeitpunkt  .


Relevante Wirtschaftsdaten fallen schlechter als erwartet aus
Datum:   28.09.2009
Autor:   Slavisa Dosenovic
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