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Zürich/Frankfurt/New York/Tokio
Sehr geehrte Händlerinnen und Händler,
wir werfen einen gemeinsamen Blick auf die am vergangenen Freitag veröffentlichten Wirtschaftszahlen bevor mit den Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten fortgefahren wird.
Für den deutschen Einzelhandelsumsatz wurde im September im Vorjahresvergleich ein nominales Fallen um 4,8 Prozent nach zuvor -3,8 Prozent (wertberichtigt von -3,5 Prozent) in die Bücher aufgenommen. Real wurde ein Rückgang in Höhe von 3,9 Prozent nach zuletzt noch -2,9 Prozent, wobei hier von -2,6 Prozent wertberichtigt worden war, verbucht. Zieht man den kalender- und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat hinzu, so wurde ein nominaler Rückgang des Einzelhandelsumsatzes um 0,5 Prozent nach zuletzt noch -1,2 Prozent gemessen, real wurde ein Nachgeben um 0,5 Prozent nach -1,8 Prozent im Monat zuvor festgehalten.
Bezüglich des deutschen Großhandelsumsatzes ergab sich im September im Vergleich zum Vorjahresmonat ein nominales Absinken um 17,2 Prozent, real um 8,8 Prozent nach zuvor -16,3 Prozent bzw. -8,4 Prozent. Bei der Betrachtung des kalender- und saisonbereinigten Vormonatsvergleiches hat der Umsatz des Großhandels um nominale 2,8 Prozent nachgegeben, real wurden minus 1,7 Prozent, nach +0,7 Prozent bzw. -0,2 Prozent im Monat zuvor in die Bücher aufgenommen.
Bei der Arbeitslosenquote wurde in der Euro-Zone im September ein Klettern auf 9,7 Prozent festgestellt. Noch im Monat zuvor hatte diese bei 9,6 Prozent notiert, im Vorjahr hatte sie noch bei 7,7 Prozent gelegen. Die Arbeitslosenquote im gesamten EU-Bereich stieg im Berichtsmonat auf 9,2 Prozent, nachdem sie im Vergleichsmonat des Vorjahres noch bei 7,1 Prozent gestanden hatte.
Zu der offiziellen Vorabschätzung für die Eurozonen-Inflation: für Oktober gehen die offiziellen Stellen von einer Jahresteuerung in Höhe von -0,1 Prozent aus. Zur Ihrer Orientierung: im Vormonat wurde die Jahresteuerung mit -0,3 Prozent in die Statistik aufgenommen.
Ein Fallen wurde für die persönlichen Auslagen in den Vereinigten Staaten im September um 0,5 Prozent festgestellt, im Vorfeld wurde ein Rückgang in Höhe von -0,5 bis -0,7 Prozent erwartet. Nota bene: im Monat zuvor hatten die persönlichen Auslagen um 1,4 Prozent angezogen, hier wurde von 1,3 Prozent nach oben wertberichtigt.
Bezüglich der persönlichen Einkommen ist in den USA im September ein Konstantbleiben bekannt gegeben worden. Die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld ein Rückgang im Bereich von 0,0 bis 0,2 Prozent erwartet, nachdem im Monat zuvor die Einkommen um 0,1 Prozent zugelegt hatten (von zuvor offen gelegten -0,2 Prozent nach unten wertberichtigt).
Für den US-amerikanischen Arbeitskostenindex wurde im dritten Quartal ein Klettern um 0,4 Prozent in die Bücher aufgenommen.
Ein Ergebnis von 54,2 wurde für den Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Oktober verbucht. Der Index wurde im Vorfeld im Bereich von 48,7 bis 51,0 erwartet, nachdem im Monat zuvor 46,1 gemessen worden waren. Im Vorfeld wurde auf einen Anstieg von 0,2 Prozent bis 0,4 Prozent spekuliert.
Zum endgültigen Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan: dieser steht im Oktober bei 70,6 nach 69,4 in der zuvor vorgelegten Fassung. Nota bene: im Vormonat hatte dieser noch bei 73,5 gestanden.
Die deutschen Aktienmärkte haben sich am letzten Handelstag der vergangenen Woche mit herben Verlusten präsentiert. Der Leitindex Dax gab um 3,09 Prozent auf 5.414,96 Punkte nach. Der MDax schloss um 2,32 Prozent schwächer auf 6.732,07 Zählern. Der Index der Technologiewerte TecDax verlor 0,68 Prozent auf 727,30 Stellen. Sehr erfreulich verlief dagegen die Entwicklung bei den EUREX/Renten-Futures. Der Dezember-Bund-Kontrakt konnte um 92 Ticks auf 122,06 Prozent anziehen. Dabei wurde in einer Tageshandelsspanne zwischen 121,20 Prozent und 122,14 Prozent ein eher grösseres Volumen in Höhe von 918.983 Kontrakten umgesetzt. Der Bobl konnte um 44 Ticks auf 115,64 Prozent anziehen.
Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben am vergangenen Freitag an Boden verloren. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average sank um 2,51 Prozent auf 9.712,73 Punkte. Der marktbreite S&P-500 verlor 2,81 Prozent auf 1.036,18 Zähler. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index um 2,50 Prozent auf 2.045,11 Stellen nach unten. Der Nasdaq 100 rutschte bis zum Ertönen der Schlussglocke um 2,58 Prozent auf 1.667,13 Punkte in die Tiefe ab. Die Anteilsscheine von JPMorgan haben 5,82 Prozent auf 41,77 US-Dollar eingebüsst. Kaufstimmung hat den Ton an den US-amerikanischen Anleihenmärkten angegeben. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent konnten um 28/32 auf 101-29/32 klettern, ihre Rendite wurde mit 3,39 Prozent in die Bücher aufgenommen. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond stieg um 1-23/32 auf 104-15/32, er rentierte mit 4,23 Prozent.
Die japanischen Aktienmärkte sind heute morgen sehr schwach aus dem Handel hervorgegangen. Der Leitindex Nikkei-225 verlor 2,31 Prozent auf 9.802,95 Punkte.
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